Fingerschmerzen

Die Hände sind unsere wichtigsten Werkzeuge, und entsprechend anfällig sind sie für Beschwerden. Fingerschmerzen können ihren Ursprung in Sehnen, Bändern, Knochen, Gelenken oder Nerven haben. Häufige Ursachen sind Sehnenentzündungen durch Überlastung, zum Beispiel bei intensiver Tastatur- oder Handy-Nutzung, handwerklichen Tätigkeiten oder Ballsportarten. Gelenkabnutzung (Fingerarthrose) ist besonders bei älteren Menschen verbreitet und betrifft vor allem die End- und Mittelgelenke der Finger. Entzündlich-rheumatische Erkrankungen wie die rheumatoide Arthritis erzeugen ebenfalls ausgeprägte Fingerbeschwerden und sollten frühzeitig erkannt werden. Nicht selten steckt hinter Fingerschmerzen aber auch eine Erkrankung, die gar nicht an den Fingern selbst sitzt, etwa ein Karpaltunnelsyndrom oder eine Halswirbelproblematik, die Nerven im Arm komprimiert.
Schmerzen bei bestimmten Bewegungen, besonders beim Greifen, Knöpfen oder Schreiben, sind das häufigste Beschwerdebild. Bei einer Sehnenscheidenentzündung ist der Finger entlang des Sehnenverlaufs geschwollen und überwärmt. Beim schnappenden Finger (Trigger-Finger) schnellt der betroffene Finger bei der Streckbewegung ruckartig oder bleibt in Beugehaltung hängen. Knotige Verdickungen an den Fingergelenken, die auf Druck schmerzen und die Gelenkform verändern, weisen auf eine Fingerarthrose hin. Kribbeln, Taubheitsgefühl oder ein Einschlafen von Daumen, Zeige- und Mittelfinger, besonders nachts, sind klassische Symptome des Karpaltunnelsyndroms. Schmerzen nach einem Sturz auf die ausgestreckte Hand müssen immer auf Knochenbruch oder Bandverletzungen untersucht werden.
Die Fingerarthrose ist die häufigste Ursache chronischer Fingerschmerzen bei älteren Menschen. Sie betrifft vor allem die Endgelenke und Mittelgelenke der Finger und führt zu den sogenannten Heberden- bzw. Bouchard-Knoten. Der Trigger-Finger entsteht durch eine Verdickung der Beugesehne, die sich in einer verengten Ringbandführung verhäkelt, meist am Ring- oder Mittelfinger. Die Sehnenscheidenentzündung tritt häufig durch Überlastung auf; besonders bekannt ist die Reizung an der Daumenbasis nach dem Schweizer Arzt de Quervain. Die Dupuytren-Kontraktur führt durch eine Verhärtung des Bindegewebes in der Handfläche zu einer zunehmenden Beugehaltung von Ring- und Kleinfinger. Bandverletzungen am Finger entstehen typischerweise beim Sport, etwa der sogenannte Skidaumen. Das Karpaltunnelsyndrom als Einengung des Mittelhandnervs strahlt in Daumen, Zeige- und Mittelfinger aus.
Die Behandlung hängt von der Diagnose ab und sollte von einem Handspezialisten festgelegt werden. Sehnenscheidenentzündungen werden zunächst durch Ruhigstellung, Kühlung und entzündungshemmende Medikamente behandelt. Bei hartnäckigem Verlauf hilft eine Kortison-Infiltration. Den schnappenden Finger kann der Chirurg durch Spaltung des Ringbands dauerhaft beheben, das Verfahren ist minimal-invasiv und in lokaler Betäubung möglich. Die Fingerarthrose wird konservativ durch Physiotherapie und Wärmetherapie behandelt. In schweren Fällen ist eine Gelenkversteifung oder ein Gelenkersatz möglich. Das Karpaltunnelsyndrom spricht in frühen Stadien gut auf Schienen und Infiltrationen an. Eine kleine Operation, bei der der Karpaltunnel gespalten wird, löst das Problem dauerhaft. Bänderverletzungen werden je nach Schweregrad konservativ oder operativ versorgt.
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Dr. med.
Katharina Da Fonseca
Praxis für Hand- und Fußchirurgie
Dr. med.
Claus J. Deglmann
Facharzt Chirurgie, Plastische und Ästhetische Chirurgie, Zusatzbezeichnung Handchirurgie
Dr. med.
Katrin Diener
Chefärztin der ATOS Klinik Wiesbaden
Fachärztin für Orthopädie, Rheumatologie


Dr. med.
Thomas Geyer
Praxis für Hand- und Fußchirurgie
Dr. med.
Andreas Kiekenbeck
Chefarzt/ Ärztlicher Direktor der ATOS Klinik Wiesbaden
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

Dr. med.
Markus Pütz
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
Dr. med.
Sotirios Selimas
Oberarzt, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Dirk Tenner
Kooperationsarzt Kniechirurgie, Arthroskopie und Sportorthopädie
Dr. med.
Konstantin Tsironis
Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin








