Sakroiliitis – Entzündung am ISG erkennen
Die Sakroiliitis ist eine Entzündung des Iliosakralgelenks, welches das Kreuzbein mit dem Becken verbindet. Diese Entzündungsprozesse können isoliert durch Fehlbelastungen auftreten oder Teil einer systemischen Erkrankung sein und verursachen oft tiefsitzende Rückenschmerzen. Erfahren Sie hier mehr über die Entstehung dieser Entzündung und wie sie diagnostisch sicher nachgewiesen wird.

Sakroiliitis beschreibt eine Entzündung des Iliosakralgelenks. Häufig tritt sie im Rahmen entzündlich-rheumatischer Erkrankungen auf, besonders bei axialer Spondyloarthritis und Morbus Bechterew. Daneben kommen infektiöse Ursachen vor, deutlich seltener auch reaktive Entzündungen nach Infekten. Mechanische Überlastung kann Schmerzen am ISG verursachen, gilt jedoch nicht als Sakroiliitis, solange keine Entzündungszeichen vorliegen. Orthopädisch relevant ist die Trennung zwischen mechanischer SI-Dysfunktion und echter Entzündung, weil sich Diagnostik und Therapie unterscheiden.
Typisch sind tief sitzende Gesäßschmerzen und eine ausgeprägte Morgensteifigkeit. Viele berichten über nächtliches Erwachen durch Schmerzen und eine Besserung bei Bewegung, während Ruhe die Beschwerden verstärkt. Die Schmerzen können in Leiste oder Oberschenkel ausstrahlen. Bei entzündlichen Ursachen treten manchmal zusätzliche Zeichen auf, etwa allgemeine Erschöpfung oder Beschwerden an Sehnenansätzen. Fieber passt eher zu infektiösen Ursachen und braucht schnelle Abklärung.
Die Diagnose stützt sich auf Klinik, Labor und Bildgebung. Röntgen kann fortgeschrittene Veränderungen zeigen, MRT erkennt frühe Entzündungszeichen. Differenzialdiagnostisch müssen mechanische ISG-Beschwerden, lumbale Bandscheibenprobleme und Hüfterkrankungen abgegrenzt werden. Bei Verdacht auf axiale Spondyloarthritis spielt die rheumatologische Mitbeurteilung eine zentrale Rolle. Infektiöse Sakroiliitis ist selten, aber wegen möglicher Komplikationen wichtig.
Die Therapie richtet sich nach der Ursache. Bei entzündlich-rheumatischer Genese stehen entzündungshemmende Medikamente, Bewegungstherapie und oft eine rheumatologische Basistherapie im Vordergrund. Physiotherapie verbessert Beweglichkeit und Funktion, ohne das Gelenk zu überlasten. Intraartikuläre Injektionen können bei klarer Entzündungssituation erwogen werden. Bei infektiöser Ursache sind antibiotische Behandlung und engmaschige Überwachung entscheidend.
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Dr. med.
Kais Abu Nahleh
Spezialist für Wirbelsäulenchirurgie
Dr. med.
Hassan Allouch, MBA, M.Sc.
Spezialist für Wirbelsäulenchirurgie
Ärztlicher Direktor

Dr. med.
Jörg Beyerlein
ATOS Klinik Fleetinsel Hamburg
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Dr. med.
Charilaos Christopoulos
Chefarzt Wirbelsäulenchirurgie




Dr. med.
Jochen Feil
Zentrum für Endoprothetik, Unfall- und Wirbelsäulenchirurigie
Younis Hussain
Oberarzt Wirbelsäulenchirurgie
Facharzt für Neurochirurgie
Prof. Dr. med.
Basem Ishak
Chefarzt für Neurochirurgie
Zertifizierter Wirbelsäulenspezialist (Deutschland/Europa)



Prof. Dr. med.
Basem Ishak
Wirbelsäulenspezialist an der ATOS Klinik Heidelberg
Zertifizierter Wirbelsäulenspezialist (Deutschland/Europa)



PD Dr. med.
Michael Muschik
ATOS Klinik Fleetinsel Hamburg
Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie
und physikalische Therapie
PD Dr. med. habil.
Matti Scholz, MHBA
Chefarzt Wirbelsäulenchirurgie
Ärztlicher Direktor

Drs.
Patrick Simons
Facharzt für Neurochirurgie
Dr. med.
J. Cedric P. Simons
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Spezialist für Wirbelsäulenchirurgie
Dr. med.
Bernd Wiedenhöfer
Die Wirbelsäule
Zentrum für Wirbelsäulenchirugie
















