Hohlkreuz - Ursachen einer verstärkten Lendenlordose
Ein ausgeprägtes Hohlkreuz ist eine Fehlhaltung, bei der die natürliche Krümmung der Lendenwirbelsäule nach vorne verstärkt auftritt. Diese Statikveränderung führt häufig zu einer muskulären Dysbalance und einer erhöhten Druckbelastung der hinteren Wirbelgelenke. Erfahren Sie im nächsten Abschnitt, welche Ursachen dahinterstecken und wie diese Fehlstellung das gesamte Bewegungsmuster beeinflussen kann.

Ein Hohlkreuz beschreibt eine verstärkte Lendenlordose, also eine übermäßige Einwärtskrümmung im unteren Rücken. Häufig entsteht dies durch muskuläre Dysbalancen: verkürzte Hüftbeuger und Rückenstrecker bei gleichzeitig schwacher Bauch- und Gesäßmuskulatur. Auch Übergewicht, Schwangerschaft oder eine dauerhaft nach vorne gekippte Beckenstellung begünstigen die Fehlhaltung. Manchmal liegt eine strukturelle Ursache vor, etwa Spondylolisthesis oder Hüftbeugekontrakturen. Entscheidend ist, ob die Lordose flexibel ist oder als „fixierte“ Fehlstellung besteht.
Viele Betroffene berichten über belastungsabhängige Schmerzen im unteren Rücken, häufig nach langem Stehen oder Gehen. Typisch ist ein Gefühl von „Druck“ in der Lendenwirbelsäule, oft kombiniert mit verspannter Rückenmuskulatur. Manche klagen über Beschwerden in der Leiste oder an der Hüfte, wenn die Hüftbeuger stark verkürzt sind. Ausstrahlungen ins Bein können auftreten, sind aber nicht typisch für ein reines Hohlkreuz und sollten an Nervenursachen denken lassen.
Ein Hohlkreuz ist zunächst eine Haltungsbeschreibung, keine Diagnose. Orthopädisch wichtig ist die Abklärung der Ursache: funktionelle muskuläre Dysbalance, Beckenfehlstellung, Hüftpathologie oder Wirbelsäuleninstabilität. Bildgebung kann sinnvoll sein, wenn der Verdacht auf strukturelle Ursachen besteht, etwa Wirbelgleiten oder ausgeprägte degenerative Veränderungen. Die klinische Untersuchung prüft Beweglichkeit, Muskelverkürzungen und die Kontrolle der Beckenposition.
Die Behandlung zielt auf eine bessere Becken- und Rumpfkontrolle. Physiotherapie kombiniert Kräftigung von Bauch- und Gesäßmuskulatur mit Dehnung der Hüftbeuger und Training der Haltung im Alltag. Ergonomische Anpassungen und dosierte Aktivität spielen eine große Rolle. Korsetts oder starre Hilfsmittel stehen meist nicht im Vordergrund. Bei strukturellen Ursachen erfolgt die Therapie nach Befund, in seltenen Fällen auch operativ.
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Dr. med.
Kais Abu Nahleh
Spezialist für Wirbelsäulenchirurgie
Dr. med.
Hassan Allouch, MBA, M.Sc.
Spezialist für Wirbelsäulenchirurgie
Ärztlicher Direktor

Dr. med.
Jörg Beyerlein
ATOS Klinik Fleetinsel Hamburg
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Dr. med.
Charilaos Christopoulos
Chefarzt Wirbelsäulenchirurgie




Dr. med.
Jochen Feil
Zentrum für Endoprothetik, Unfall- und Wirbelsäulenchirurigie
Younis Hussain
Oberarzt Wirbelsäulenchirurgie
Facharzt für Neurochirurgie
Prof. Dr. med.
Basem Ishak
Chefarzt für Neurochirurgie
Zertifizierter Wirbelsäulenspezialist (Deutschland/Europa)



Prof. Dr. med.
Basem Ishak
Wirbelsäulenspezialist an der ATOS Klinik Heidelberg
Zertifizierter Wirbelsäulenspezialist (Deutschland/Europa)



PD Dr. med.
Michael Muschik
ATOS Klinik Fleetinsel Hamburg
Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie
und physikalische Therapie
PD Dr. med. habil.
Matti Scholz, MHBA
Chefarzt Wirbelsäulenchirurgie
Ärztlicher Direktor

Drs.
Patrick Simons
Facharzt für Neurochirurgie
Dr. med.
J. Cedric P. Simons
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Spezialist für Wirbelsäulenchirurgie
Dr. med.
Bernd Wiedenhöfer
Die Wirbelsäule
Zentrum für Wirbelsäulenchirugie
















