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Ihre Spezialisten für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie in Köln

Ein Mensch legt für gewöhnlich im Laufe seines Lebens über 100.000 Kilometer zu Fuß zurück – das entspricht 10 Märschen vom Nordpol bis zum Äquator oder zweieinhalb Umrundungen der Erde. Die Füße gehören damit zu den am meisten beanspruchten Körperteilen. Da wundert es nicht, wenn Fußschmerzen auch zu den häufigsten orthopädischen Erkrankungen gehören. Die Ursachen erkennt dabei meistens nur der erfahrene Spezialist der Fußchirurgie oder Sprunggelenkchirurgie. Denn die Füße gehören auch zu den komplexesten Bewegungsorganen des Menschen.

Ausgewählte Schwerpunkte unseres Fachbereichs:

• Sprunggelenk Arthrose
• Hallux Valgus
• Hallux Rigidus
• Achillessehnenriss
• Fersensporn
• Krallenzehe
• Spreizfuß
Minimalinvasive Fußchirurgie
Knick-Plattfuß

Fußspezialisten - Medizinische Expertise im Fokus

In der ATOS Orthoparc Klinik Köln arbeiten wir mit einem breiten Spektrum an diagnostischen Möglichkeiten wie der dynamischen Fußdruckmessung, Ultraschalluntersuchung, Kernspintomographie und Digitalen Volumentomographie (DVT). Die konservative Therapie von Fußverletzungen, Sprunggelenksverletzungen und Fußfehlstellungen reicht von der Anwendung spezieller Taping- und Verbandstechniken sowie Anpassung von Orthesen über Medikation und zielgerichtete Injektionen, Spezialeinlagen und orthopädischer Schuhtechnik bis zu differenzierter Trainingstherapie.

Im Falle einer Operation am Fuß oder Sprunggelenk erfüllen unsere Techniken in der Fußchirurgie/Sprunggelenkchirurgie höchste Ansprüche. Wir sehen einen positiven Genesungsverlauf als Ergebnis einer engen Kooperation zwischen Patient und Arzt und werden in Ihrem Interesse alle Prozesse so transparent wie möglich machen. Daher kooperieren wir eng mit Ihrem behandelnden Arzt, Orthopädietechnikern und Krankenkassen. Wir stehen in der ATOS Orthoparc Klinik jederzeit für Ihre Fragen und Wünsche zur Verfügung – damit wir gemeinsam mit Ihnen ein optimales Behandlungsergebnis erzielen und Sie bald wieder auf gesunden und schmerzfreien Füßen gehen.

Behandlung eines Achillessehnenriss. Erfahren Sie hier näheres über
Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und Rehabilitation.

Die aus der griechischen Mythologie bekannte Schwachstelle des Helden Achilles kann auch bei uns zur Schwachstelle werden. Die Achillessehne ist die stärkste Sehne im menschlichen Körper und eigentlich sehr großen Belastungen gewachsen. Dennoch sind Schädigungen nicht ausgeschlossen.

Die Achillessehne ist die stärkste Sehne im menschlichen Körper und stärksten Belastungen bis etwa 800 Kilogramm gewachsen. Dennoch sind leichte Schädigungen nicht ausgeschlossen. Achillessehnenverletzungen verursachen anfänglich nur ein Zwicken, können aber unbehandelt zu schmerzhaften Entzündungen und schlimmstenfalls zu einem Achillessehnenriss führen.

Sie besteht aus mehreren Sehnenbündeln, ist 10-12 cm lang, verbindet am hinteren Fußende das Fersenbein (Calcaneus) mit dem dreiköpfigen Wadenmuskel (Musculus triceps surae) und überträgt dessen Kraft auf den Fuß. Die Achillessehne ermöglicht eine kräftige Senkung des Fußes und ist somit maßgeblich für das gesamte Gangbild mit normalem Abstoßen und Abrollen des Fußes.

Das Auftreten von Schmerzen an der Achillessehne oder Ferse ist eine langwierige und hartnäckige Symptomatik. Die Beschwerden können durch äußere Verletzungen wie Prellungen oder Quetschungen auftreten, aber auch durch entzündliche Prozesse. Zumeist klagen die Patienten anfangs über Schmerzen im Bereich kurz oberhalb des Fersenbeins, die bei Schonung wieder nachlassen. Ohne Behandlung kann sich eine Achillessehnenentzündung entwickeln. Zu den häufigsten Erkrankungen der Achillessehne gehören das Schmerzsyndrom der Achillessehne (Achillodynie), die Sehnenscheidenentzündung (Paratendinitis), die Achillessehnennekrose, die Haglund-Deformität und der Achillessehnenriss. Ist die Achillessehne gerissen, treten sehr typische Symptome auf. Patienten berichten über einen peitschenartigen Knall mit großem Schmerz über der Ferse. Das Gehen fällt schwer und es ist kein Gang auf Zehen mehr möglich.

Die typische Untersuchung bei Verdacht auf einen Achillessehnenriss ist der sogenannte Thompson-Test. Dabei liegt der Patient in Bauchlage auf einer Liege und seine Füße hängen über den Rand der Liege. Der Arzt drückt dann die Wadenmuskulatur des betroffenen Beines zusammen, Normalerweise würde sich der Fuß in Richtung Sohle strecken. Bei einem Achillessehnenriss bewegt sich der Fuß nicht. Bildgebende Verfahren wie Ultraschall und Röntgen sichern die Diagnose ab.

Bei konservativer Therapie dieser Achillessehnenverletzung wird der Fuß durch Gipsverband, Orthese oder Spezialschuh ruhiggestellt und die Heilung durch physikalische und medikamentöse Maßnahmen unterstützt.

Operative Achillessehnenriss-Behandlungen werden bei uns in den ATOS Kliniken zumeist minimalinvasiv durchgeführt. Hierbei werden die gerissenen Enden genäht oder verklebt oder die gerissene Sehne wird mit körpereigenem Gewebe rekonstruiert bzw. verstärkt. Eine Vollnarkose ist nicht unbedingt notwendig, denn die Operation kann auch mit einer regionalen oder lokalen Betäubung realisiert werden.

Eine intensive Nachbehandlung ist sowohl nach konservativer als operativer Therapie notwendig. Die Sehne wird in der Krankengymnastik zunehmend belastet. Sportliche Aktivitäten sind zumeist 3-4 Monate nach dem Achillessehnenriss wieder möglich.

Behandlung eines Fersensporn. Erfahren Sie hier näheres über
Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und Rehabilitation.

Beim Fersensporn, medizinisch als Plantar fasciitis bezeichnet, handelt es sich um einen Knochenauswuchs am Fersenbein. Im fortgeschrittenen Stadium kann er sehr schmerzhaft sein und plagt in Deutschland jeden zehnten Menschen. Er entsteht durch Knochenablagerungen nach Überlastungen des Fußes.

Ein Fersensporn kann in zwei Formen auftreten: die obere (kraniale) Variante bildet sich oberhalb des Fersenbeins am Ansatz der Achillessehne. Die untere (plantare) Variante entsteht unterhalb des Fersenbeins im Ansatzbereich der Plantarfascie. Ursachen des unteren Fersensporns sind Druck- und/oder Zugbelastungen des Fersenbeins durch Überbelastungen des Bindegewebezugs (Fascie), welcher am Fersenbein ansetzt und verknöchern kann. Übergewicht, das Tragen von ungeeignetem Schuhwerk und stehende Tätigkeiten fördern die Bildung der Plantar fasciitis.

Die Fersen tragen bei jedem Schritt nach Aufsetzen des Fußes das gesamte Körpergewicht, beim Laufen oder Tragen von Lasten beträgt die Belastung ein Mehrfaches des Körpergewichts. Auf Dauer kommt es zu kleinen Rissen in der Plantarfascie, die der Körper durch Kalkablagerungen zu reparieren versucht und die den Fersensporn ausbilden.

Risikogruppen für die Ausbildung einer Plantar fasciitis sind übergewichtige Männer und Frauen im mittleren Alter. Aber auch Personen, die beruflich viel stehen müssen und Personen mit nicht korrigierten Fehlstellungen des Fußes (Plattfuß oder Spreizfuß) oder einem Ballenhohlfuß haben ein erhöhtes Risiko für die Ausbildung des Fersensporns.

Im Frühstadium verursacht der Fersensporn keine bis wenige Beschwerden und wird oft eher zufällig in Röntgenaufnahmen entdeckt. Mit zunehmenden Entzündungen im umliegenden Gewebe (Plantarfascie) nimmt der Knochenauswuchs zu. Die starken Schmerzen korrelieren immer mit der Entzündungsreaktion der Plantarfascie und nicht unbedingt mit der Größe des knöchernen Fersensporns.

Typische Symptome sind stechende Schmerzen in der Ferse oder an der Fußsohle, die unter Belastung zunehmen sowie Druckschmerzen. Während das Stehen äußerst schmerzhaft ist, lässt der Schmerz nach, sobald der Fuß entlastet wird. Mit einem Fersensporn ist besonders der erste Schritt am Morgen nach dem Aufstehen schmerzhaft. Auch Laufen auf harten Unterlagen kann sehr unangenehm sein.

Der Arzt ertastet eine meist schmerzhaft verkürzte Plantarfascie sowie die Knochenauswüchse, wobei der Patient üblicherweise mit den typischen Druckschmerzen reagiert. Ein Röntgenbild verschafft oft sichtbare Klarheit. In manchen Fällen kann auch ein MRT (Kernspintomografie) die Fersensporn-Diagnose unterstützen. Um weitere Ursachen wie Gicht oder Rheuma auszuschließen, werden in den ATOS Kliniken in diesem Fall angeratene Blutuntersuchungen durchgeführt.

Die Plantar-fasciitis-Behandlung erfolgt grundsätzlich zunächst konservativ. Am wirksamsten sind spezielle Dehnübungen, zu denen Physiotherapeuten anleiten können. Ferner wird eine spezielle Einlage maßgefertigt, die nach einer computergestützten Fußdruckmessung gearbeitet wird, die die gesamte Plantarfascie weichbettet.

Sollten diese Maßnahmen die Beschwerden nicht ausreichend lindern, wird die Entzündungsreaktion mit lokal wirksamen Injektionen von unseren Fersensporn-Spezialisten mit angereicherten Wachstumsfaktoren (ACP) oder einer speziellen Hyaluronsäure bekämpft. Auch lokale Kortison- Injektionen oder Injektionen mit Botulinumtoxin (Botox) können die Beschwerden lindern.

Konservative Therapien können die Beschwerden zumeist nur lindern und eine dauerhafte Beseitigung der Ursache ist nur durch eine Fersensporn-OP möglich. In den ATOS Kliniken gehören die dafür notwendigen Eingriffe zum Standardrepertoire. Insbesondere bei starken Entzündungsreaktionen des Gewebes kann es zu einem Einriss der Plantarfascie kommen. In solchen Fällen wird mit einer minimalinvasiven Fersensporn-Operation das entzündete Gewebe entfernt, um eine dauerhafte Linderung zu erzielen. In der schonenden OP wird der Fersensporn entfernt.

Der Patient kann den operierten Fuß und die Ferse nach dem Eingriff direkt wieder teilbelasten. In den ersten zwei bis drei Wochen sollte nur teilbelastet werden, um die Wundheilung nicht zu blockieren. Sofort nach Wundheilung darf der Patient seinen Fuß wieder voll belasten.

Behandlung eines Hallux rigidus. Erfahren Sie hier näheres über
Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und Rehabilitation.

Als Hallux rigidus wird medizinisch die Einsteifung der Großzehe bezeichnet. Er entsteht durch einen abnutzungsbedingten Verschleiß (Arthrose) im Großzehengrundgelenk und ist mit großen Schmerzen verbunden. Durch neue Operationstechniken können in den ATOS Kliniken ein weiterer Gelenkverschließ aufgehalten und die Notwendigkeit einer Versteifungsoperation vermieden werden.

Der Hallux rigidus heißt übersetzt „steife Großzehe“. Das Großzehengelenk muss beim Gehen und besonders beim Beschleunigen ein Vielfaches des Körpergewichts an Belastung aushalten. Er beschreibt einen Gelenkverschleiß (Arthrose) im Großzehengrundgelenk, wobei in der Regel der obere Gelenkanteil zuerst betroffen ist. Das Großzehengelenk schwillt an, wird schmerzhaft und das Abrollen des Fußes wird zunehmend eingeschränkt. Daraufhin entstehen knöcherne Vorwölbungen oben und seitlich an der Großzehe. Neben Problemen beim Abrollen des Fußes beim Gehen kommt es häufig auch zu Druckbeschwerden im Schuh. Die Beweglichkeit wird kontinuierlich eingeschränkt.

Durch die Entzündung ist das Großzehengrundgelenk gerötet und druckempfindlich. Die Schuhe beginnen zunehmend zu drücken. Anfangs kann der große Zeh noch gut gebeugt werden, aber das Strecken wird zunehmend schmerzhaft. Als Schonreaktion wird die Bewegung häufig eingeschränkt, was schließlich durch Bewegungsmangel zu einer Versteifung des Großzehengrundgelenks führt. Schon die beginnende Arthrose des Großzehengrundgelenks löst Folgebeschwerden durch Fehlbelastungen aus. Der Fußaußenrand und die vier übrigen Zehen werden dabei stärker belastet. Die Schonhaltungen des Fußes können zu Überlastungen im Knie und in der Hüfte führen.

Das Röntgenbild zeigt die Veränderungen des Großzehengrundgelenkes als Verschmälerung des Gelenkspalts durch Knorpelverschleiß, zumeist auch durch eine veränderte Knochenzeichnung oder durch dornartige Spornbildungen.

Im Anfangsstadium kann mit konservativen Maßnahmen eine Besserung erzielt werden. Hier können Einlagen („Rigidusfeder“) oder eine Schuhzurichtung (Sohlenversteifung mit rückversetzter Ballenrolle), entzündungshemmende Schmerzmedikamente, Injektionen mit Hyaluronsäure oder Kortison sowie Physiotherapie zur Anwendung kommen.

Schuheinlagen
Eine spezielle Karboneinlage für die Schuhe führt zu einer Minderbelastung des Großzehengrundgelenks und ist in frühen Stadien hilfreich. Eine Ballenrolle im vorderen Schuh plus Versteifung der Schuhsohle kann ebenfalls erfolgreich sein. So wird das Großzehengrundgelenk beim Abrollen des Fußes entlastet. Begleitend wird eine spezielle Bewegungstherapie durchgeführt.

Die Einlagen werden nach einer computergestützten Fußdruckmessung (Pedographie) angefertigt. Aus den so erhobenen Daten wird in einem CAD-Verfahren aus einem speziellen Schaumstoffblock eine individuelle Einlage gefräst und anschließend mit einem hochwertigen Leder bezogen.

Schmerzlinderung
Die Schmerzen können durch unterschiedliche Arzneimittel gelindert werden. Durch die direkte Injektion einer speziellen hochmolekularen Hyaluronsäure, einem natürlichen Bestandteil des Knorpels, kann die Knorpelabnutzung aufgehalten und die Schmerzsituation verbessert werden. Eine Alternative ist die Applikation von aus dem Patientenblut gewonnen Wachstumsfaktoren (Eigenbluttherapie/ACP – Autologes Conditioniertes Plasma). Neben den konventionellen Schmerzmitteln stehen verschiedene homöopathische Arzneimittel im Ruf, besonders arthritische Schmerzen zu lindern.

Führen konservative Behandlungsmöglichkeiten bei Hallux rigidus zu keiner Besserung, sollte eine operative Behandlung erwogen werden. Neue, in den ATOS Kliniken angewandte Operationstechniken können die Bewegungsfähigkeit wiederherstellen und den Schmerzen dauerhaft ein Ende bereiten. Welche Hallux-rigidus-Operationsmethode geeignet ist, darüber entscheiden die individuelle Diagnose und nicht zuletzt die Bedürfnisse und Lebensgewohnheiten des Patienten. Eine Auswahl der gängigen Verfahren:

Dorsale Keilresektion (Cheilektomie)

Bei der Dorsalen Keilresektion werden die entzündete Schleimhaut und der neu gebildete Knochen entfernt. Dadurch werden eine deutliche Reduktion der Schmerzen und eine Verbesserung der Beweglichkeit erzielt. Gleichzeitig kann der noch vorhandene Gelenkknorpel stabilisiert und die Bildung eines Ersatzknorpels angeregt werden.

Osteotomie

In frühen Stadien der Arthrose kann durch die Osteotomie eine stellungsverändernde, gelenkerhaltende Knochenkorrektur erreicht werden, welche die Beweglichkeit verbessert und Schmerzen reduziert. Hierbei wird die Beugefehlstellung der Großzehe, welche ein Abrollen des Fußes verhindert, korrigiert – inklusive gleichzeitiger Knochenglättung und Entfernung der entzündeten Schleimhaut. Auch hierbei wird das ursprüngliche Gelenk in seiner Funktion erhalten.

Stabilisierung (Arthrodese)

In fortgeschrittenen Fällen der Großzehengrundgelenkarthrose ist die Stabilisierung des Großzehengrundgelenks sinnvoll. Dies bietet sich insbesondere in den Fällen an, bei denen sich eine nahezu vollständige und sehr schmerzhafte Einsteifung des Gelenks eingestellt hat. Durch eine Stabilisierung des Großzehengrundgelenkes (Arthrodese) ist wieder ein schmerzfreies und kraftvolles Abrollen des Fußes möglich. Hierbei wird das zerstörte Großzehengrundgelenk verblockt, was zu einer dauerhaften Beschwerdefreiheit führt.

Künstliches Gelenk (Endoprothese)

Alternativ zur Stabilisierungsoperation ist in fortgeschrittenen Stadien auch der Einsatz eines künstlichen Gelenks (Endoprothese) möglich. Hierbei wird die Beweglichkeit des Großzehengrundgelenks erhalten. Die Prothese besteht aus einer speziellen Metalllegierung, die mit einem Titanplasmaspray überzogen ist, um ein schnelles Einwachsen der Prothese zu gewährleisten. Eine Fixierung mit Knochenzement ist nicht notwendig.

Die Nachbehandlung richtet sich nach der jeweiligen Operationstechnik. Bis zum Abschluss der Wundheilung erfolgt das Tragen eines Verbandsschuhs mit flexibler Sohle. Direkt nach erfolgreicher Wundheilung ist das Tragen eines bequemen Schuhs möglich. Bei der gelenkversteifenden Therapie ist zunächst eine Entlastung an Unterarmgehstützen angeraten. Eine Vollbelastung in einem stabilen Therapieschuh sollte für knapp 4-6 Wochen erfolgen.

Behandlung eines Hallux valgus. Erfahren Sie hier näheres über
Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und Rehabilitation.

Der Hallux valgus, oder auch Großzehenballen, zählt zu den häufigsten Fußfehlstellungen. Frauen sind davon zehnmal häufiger betroffen als Männer. Dabei verschiebt sich die Großzehe zu den mittleren Zehen, wodurch eine äußere Wölbung am Zehenansatz entsteht.

Bei einem gesunden Fuß sind alle Zehenknochen gerade ausgerichtet. Beim Hallux valgus hingegen schiebt sich das Grundgelenk der großen Zehe nach außen und wird als mehr oder weniger starke Wölbung sichtbar, der Zeh selbst dreht sich dabei nach innen.

Ein Hallux valgus entsteht fast immer auf dem Boden einer genetischen Veranlagung – die Deformation wird also vererbt. Meistens begünstigen dann äußere Faktoren seine Entstehung. Dazu gehören beispielsweise das Tragen hochhackiger Schuhe, zu enges Schuhwerk oder eine Bindegewebsschwäche. Aber auch Übergewicht, häufiges Stehen oder Rheuma zählen zu den Risikofaktoren.

Die Fehlstellung des Großzehengrundgelenks führt bei fortwährender Dauer zum Knorpelverschleiß und damit zur Arthrose, die zunehmend Schmerzen im Gelenk verursacht. Deshalb ist es ratsam, nicht erst zum Arzt zu gehen, wenn Beeinträchtigungen und Schmerzen so groß sind, dass man nicht mehr umhin kann, und das Gelenk mit großer Wahrscheinlichkeit bereits stark geschädigt ist.

Erste Anzeichen von Hallux valgus sind Verbreiterungen im Vorderfuß, Schmerzen in den mittleren Zehen und die vermehrte Bildung von Hornhaut an der Fußunterseite. Auch können Schwielen und Hühneraugen entstehen. Beginnt die Verschiebung der Großzehe zu den mittleren Zehen so bildet sich eine äußere Wölbung. Dies stellt nicht nur ein kosmetisches Problem dar. Je länger die Fehlstellung andauert und je deutlicher sie sich ausprägt, desto mehr werden die natürlichen Funktionen des Fußes beeinträchtigt. Der Ballen ist oftmals gerötet und geschwollen, Entzündungen sind möglich. Spätestens bei Schmerzen an den Zehen sollten Sie einen Spezialisten aufsuchen.

Die für den Großzehenballen typische Verformung ist meistens deutlich erkennbar und kann vom Arzt klar ertastet werden. Ein erfahrener Orthopäde erkennt bei der Untersuchung aber auch Begleiterkrankungen, wie zum Beispiel einen Knick-Plattfuß, Krallenzehen oder angrenzende Verschleißerkrankungen der Fußgelenke. Die Analyse der Begleitprobleme des Hallux valgus ist unerlässlich, da der Fuß als biomechanische Einheit funktioniert. Veränderungen an einer Stelle haben zumeist auch Einfluss auf das Gesamtsystem. Das Röntgenbild wird im Stehen bei Belastung des Fußes aufgenommen. So lässt sich das wahre Ausmaß der Deformität deutlich erkennen.

Es zeigt sich auch deutlich, ob eine Veränderung im Großzehengrundgelenk vorliegt und wie stark die Achsenfehlstellung ist. Eine mögliche Fehlverteilung der Druckbelastung an der Fußsohle wird durch eine computergestützte Fußdruckanalyse gemessen (Pedographie). Das Ergebnis fließt mit in eine mögliche Operationsplanung ein.

Die Therapie des Hallux valgus ist vom Fortschritt der Fehlstellung abhängig. Solange die Fehlstellung flexibel ist, d. h. die Großzehe lässt sich noch in die ursprüngliche Position bringen, können nicht-operative Behandlungen zum Einsatz kommen. Bei fixierten Fehlstellungen oder starken Schmerzen und Druckstellen kommen dann operative Therapien in Frage.

Für die operative Therapie des Hallux valgus wurden über 100 verschiedene Operationstechniken entwickelt. Es gibt rein weichteilige Verfahren ohne Korrektur des Knochens, bis hin zu kombinierten knöchern-weichteiligen Operationen. Die Auswahl der Methode kann nur nach einer eingehenden Untersuchung durch die Spezialisten in unseren Praxen an den ATOS Kliniken festgelegt werden. Eine Auswahl unserer favorisierten Methoden:

Reverdin-Umstellungsoperation

Dieses gelenkerhaltende Verfahren ist geeignet, milde bis mäßige Fehlstellungen zu beheben. Die Fixation der Knochen kann mit einem bioresorbierbaren Implantat durchgeführt werden, eine Metallentfernung ist nicht notwendig. In diesen Fällen ist im Anschluss eine Mobilisation mit einem Therapieschuh ohne Unterarmgehstützen möglich.

Basisnahe Umstellungsoperation

Bei höhergradigen Deformitäten ist eine basisnahe Umstellungsoperation in Kombination mit einem Weichteileingriff notwendig. Hier wird eine winkelstabile Titanplatte eingesetzt, die ebenfalls eine sofortige Belastung im Therapieschuh erlaubt.

Lapidus-Arthrodese

Bei einer begleitenden Instabilität des Übergangs zwischen der Fußwurzel und dem Mittelfuß ist eine Stabilisierung des ersten Fußwurzelgelenks nach Lapidus nötig, in Kombination mit einem Weichteileingriff. Dieses Verfahren erlaubt es, extreme Fehlstellungen operativ sicher zu korrigieren.

Akin-Osteotomie

Häufig findet sich neben einer klassischen Hallux-valgus-Deformität eine Hallux-interphalangeus-Fehlstellung. Hierbei zeigt die Großzehe eine Verkrümmung nach innen in Höhe des Grundglieds, die nicht alleine mit den weiter oben genannten Verfahren korrigiert werden kann. Hier wird die Akin-Osteotomie angewendet, bei der ein Keil aus dem Grundglied entfernt wird und die Fehlstellung so korrigiert wird. Die Fixation kann mit einem selbstauflösenden (bioresorbierbaren) Faden erfolgen und wird häufig in Kombination mit den oben genannten Verfahren angewendet.

Ihr Klinikaufenthalt dauert – je nach Operationsverfahren – in der Regel 3-5 Tage. Nach der Hallux-valgus-OP sollten Sie für sechs Wochen nicht Auto fahren. Nach der Operation darf der Fuß bereits am ersten Tag wieder belastet werden. Zum Gehen nutzen Sie einen speziellen Therapieschuh. Gehstützen sind dagegen in der Regel nicht nötig. Ist der Spezialschuh nicht mehr nötig, können Sie selbstverständlich auch wieder offene Schuhe tragen – auch aus kosmetischer Sicht, denn die Operationsnarben verheilen so, dass sie kaum sichtbar sind. Wurde der Hallux valgus einmal operiert, kommt er nicht wieder. Sie können ganz normales Schuhwerk tragen, allerdings sollten die Schuhe nicht unbequem und vor allem nicht zu klein sein.

Die Fehlstellung des Knick-Plattfußes ist sehr häufig eine erbliche Veranlagung.
Erfahren Sie hier nähers über Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und Rehabilitation.

Unter einem Knick-Plattfuß versteht man eine Absenkung des Fußlängsgewölbes. Meistens ist die Fehlstellung des Fußes mit einer Vorfußauswärtsdrehung und einer X-Stellung des Rückfußes verbunden. Viele Menschen mit einem Knick-Plattfuß haben ein Leben lang keine Beschwerden. Treten jedoch Schmerzen auf, gibt es je nach Stadium der Fehlstellung verschiedene Behandlungsmethoden. Diese reichen von maßangepassten Schuheinlagen bis zu verschiedenen Operationstechniken, die eine dauerhafte Beschwerdefreiheit ermöglichen. Für alle Fälle bietet die ATOS Orthoparc Klinik in Köln die passende Lösung.

Die Fehlstellung des Knick-Plattfußes ist sehr häufig eine erbliche Veranlagung. Es können aber auch degenerative, entzündliche Prozesse von Sehnen und Bändern, die entscheidend für die Aufrichtung des Fußlängsgewölbes sind, verantwortlich sein. Veränderungen der Tibialis posterior-Sehne sind dabei maßgeblich. Sie werden in vier Schweregrade eingeteilt.

Die Therapie des Knick-Plattfußes in der ATOS Orthoparc Klinik Köln richtet sich nach den diagnostizierten Schweregraden:

Therapie im Stadium 1

Die isolierte Entzündung der Tibialis-posterior-Sehne ohne wesentliche Fehlstellung kann in der Regel konservativ behandelt werden. Hierbei kommen Einlagen, Krankengymnastik und Medikamente zum Einsatz.

Therapie im Stadium 2

Bei zunehmender Fehlstellung sollte der Knick-Plattfuß operativ korrigiert und entlastet werden. Bei jungen Patienten im Wachstumsalter kann eine zunehmende Rückfußaufrichtung durch Einbringen einer Calcaneusstoppschraube erfolgen.

Im Erwachsenenalter wird die überlastete Tibialis-posterior-Sehne genäht und durch Verlagerung einer benachbarten Sehne (FDL-Transfer) in ihrer Funktion unterstützt. Zusätzlich zum FDL-Transfer gelingt es mit moderner Internal-Brace-Technik (Bandaugmentation) auch das für das Fußgewölbe wichtige Springligament zu stabilisieren. Manchmal ist eine ergänzende knöcherne Korrektur mit Verschiebung des Fersenbeins (medialisierende/varisierende Calcaneusosteotomie) notwendig, um den Rückfuß wieder vollständig aufzurichten. Bei diesen Korrekturosteotomien bleiben die Fußgelenke vollständig erhalten.

Therapie im Stadium 3 und 4

Ist es zusätzlich zu einem Verschleiß des unteren Sprunggelenks gekommen, ist eine knöcherne Operation mit korrigierender Gelenkstabilisierung erforderlich. Nur so lässt sich dann eine normale Stellung und somit Schmerzfreiheit erreichen. Unsere ATOS Spezialisten im Fachbereich Fuß & Sprunggelenk führen diesen Eingriff routiniert und mit höchster Präzision durch.

Behandlung von Krallenzehen. Erfahren Sie hier näheres über
Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und Rehabilitation.

Als Krallenzehe wird eine schmerzhafte Verkrümmung der Zehen bezeichnet. In vielen Fällen entstehen dadurch verstärkt Schwielen und offene Hautschädigungen. Selbst konsequent durchgeführte konservative Behandlungen im Frühstadium der Erkrankung können eine Verschlechterung des Zustands nicht immer aufhalten.

Die häufig auftretenden Krallenzehen entstehen aus einer Kontraktion der Beuge- und Streckmuskulatur des Fußes und treten oft gemeinsam mit einem Spreizfuß oder Großzehenballen (Hallux valgus) auf. Die Krallenzehe kann im Frühstadium oftmals noch ohne Operation korrigiert werden. Sie sollte keinesfalls als kosmetisches Problem oder Schönheitsfehler verharmlost, sondern als ernstzunehmende Deformation unbedingt von einem Spezialisten untersucht werden. In den ATOS Kliniken werden dafür anlagebedingte Ursachen wie Fehlstellungen in Form von Knick-, Senk- oder Spreizfuß von Ursachen aus neurologischen Fußerkrankungen und Fußverletzungen unterschieden. Es können auch zu wenig Barfußlaufen oder das Tragen von ungeeigneten Schuhen eine Rolle spielen.

Werden die Ursachen der Krallenzehe nicht beseitigt, schreiten Schwielenbildung und Deformationen fort, in Begleitung von mehr oder weniger starken Schmerzen. Die Zehenkuppen sind dauerhaft angehoben und erreichen oft den Boden nicht, das Zehengrundgelenk ist komplett oder teilweise ausgerenkt.

Das typische Erscheinungsbild der verkrümmten Zehen und anhand der Schwielen und Druckstellen lässt sich die Krallenzehe sicher bestimmen. Eine Röntgenaufnahme zeigt nicht nur die Deformation, sondern auch die gegebenenfalls zu korrigierende Stellung der Gelenkflächen zueinander. Auch werden verschleißbedingte Gelenkveränderungen oder ausgerenkte Gelenke erkennbar. Krallenzehen sollten als ganzheitliches Symptom des Fußes mit möglichen Wechselwirkungen betrachtet werden. Eine auf die Krallenzehen beschränkte Therapie ist nicht erfolgversprechend.

Wenn der betroffene Zeh noch nicht versteift ist, kann eine konservative Therapie ausprobiert werden. Dabei sind spezielle Einlagen, Schienen, Zügelverbände, Zehengymnastik Pflege der Druckstellen die Mittel der Wahl.

Hilft bei Krallenzehen die konservative Therapie nicht, sollten operative Therapien erwogen werden. Eine Krallenzehen-OP ist für gewöhnlich nicht schmerzhaft und kann häufig ambulant erfolgen. Im Anschluss kann der Fuß in einem Therapieschuh direkt belastet werden. In den ATOS Kliniken werden entsprechende Eingriffe von unseren Experten mit nachhaltigem Erfolg durchgeführt. Dabei wenden sie folgende Techniken an:

Sehnenverlagerung

Noch teilweise flexible Deformitäten der Krallenzehen können mit kleineren Weichteileingriffen behoben werden. In Frage kommt dafür beispielsweise eine Sehnenverlagerung. Dabei wird die Zehenbeugesehne auf die Streckseite verlagert.

Operation nach Hohmann

Bei nicht mehr auszugleichender Versteifung der Krallenzehe kann bei der Operation nach Hohmann das Köpfchen des Grundgliedes entfernt und durch manuelle Korrektur die verkürzte Beugesehne ausgedehnt werden.

Stabilisierung

Wenn es bei der Krallenzehe bereits zu einer schmerzhaften Zerstörung der Zehengelenke gekommen ist, kann eine operative Stabilisierung die Fehlstellung beheben. Hierbei wird ein Spezialimplantat eingesetzt, welches eine sehr rasche Mobilisation ermöglicht.

Ihr Klinikaufenthalt dauert – je nach Operationsverfahren – in der Regel 3-5 Tage. Zum Gehen nutzen Sie einen speziellen Therapieschuh. Gehstützen sind dagegen in der Regel nicht nötig. Ist der Spezialschuh nicht mehr nötig, können Sie selbstverständlich auch wieder offene Schuhe tragen – auch aus kosmetischer Sicht, denn die Operationsnarben verheilen so, dass sie kaum sichtbar sind.

Minimalinvasive Fußchirurgie: Moderne Orthopädie
Erfahren Sie hier nähers über Schmerztherapie, Behandlungsmöglichkeiten und Rehabilitation

Die minimalinvasive Fußchirurgie über kleine Hautschnitte, im Englischen auch als „minimally invasive footsurgery“ oder auch als „miniinvasive footsurgery“ bezeichnet, reiht sich ein in den allgemein verwendeten Begriff der MIS, „minimal incision surgery“. In der ATOS Orthoparc Klinik werden minimalinvasive Eingriffe am Fuß von einem mit dieser anspruchsvollen Operationstechnik erfahrenen Ärzteteam routinemäßig praktiziert.

Operationsrisiken möglichst gering zu halten liegt im Interesse von Patient und Arzt gleichermaßen. Ziel der modernen Orthopädie ist es deshalb, eine möglichst kleine Operationswunde mit entsprechend kleiner Operationsnarbe zu verursachen. Kleine Schnitte bei der minimalinvasiven Hüftchirurgie und Wirbelsäulenchirurgie haben die Begrenzung der Größe des operativen Zugangs zu einem wichtigen Qualitätskriterium in der Orthopädie gemacht. Auch in der Fußchirurgie bietet das minimalinvasive Vorgehen große Vorteile für den Heilungsprozess.

Die minimalinvasive Fußoperation

Grundvoraussetzung für die minimalinvasive Fußchirurgie sind exzellente anatomische Kenntnisse und große Erfahrung im gesamten Spektrum der offenen Chirurgie an Fuß und Sprunggelenk. Denn der operierende Fußchirurg muss jederzeit auch ohne Sicht genau wissen, wie er an welcher Stelle was operiert. Intensive Schulung in Anatomie und Operationstechniken sind unerlässlich, um die minimalinvasive Chirurgie erfolgreich durchführen zu können. Ein spezieller Röntgenapparat mit minimaler Röntgenstrahlung dient während des Eingriffs als Hilfsmittel zur Kontrolle der Operationsschritte. Außerdem muss der Operateur spezielle Verbandstechniken und besondere Kenntnisse in der Rehabilitation besitzen, um gute Erfolge in der minimalinvasiven Fußchirurgie zu erzielen. Sie können sich darauf verlassen, dass dies bei unseren ATOS Fußspezialisten der Fall ist.

 

Vor allem bei einem hohen Anspruch an kosmetische und ästhetische Chirurgie wird der Patient Verfahren der perkutanen Chirurgie bevorzugen. Bei der perkutanen Chirurgie werden über 1 bis 2 mm große Hautschnitte Weichteile und Knochen mit Spezialinstrumenten durchtrennt. Die Narben sind nach kompletter Heilung nur noch für das geübte Auge sichtbar.

Die moderne Schmerztherapie mit Regionalanästhesie, schonender Allgemeinanästhesie und leichten Schmerzmitteln nach der Operation lässt viele Patienten die Operation mit wenig Schmerzen und geringen Funktionseinbußen erleben.

Rehabilitation bei perkutaner Fußchirurgie

Wichtig für das optimale Gelingen der minimalinvasiven Operation ist die Einbeziehung des Patienten in die postoperative Rehabilitation. Dazu gehört die Belastung des Fußes in einem Schuh mit steifer Sohle. Spezielle Taping-Techniken sollten vom Patienten selber vorgenommen werden. Die frühe Mobilisierung der Gelenke des Fußes ist für eine frühe Rückgewinnung der vollen Funktion wichtig. Unsere Physiotherapeuten in der ATOS Orthoparc Klinik in Köln sind mit den Verfahren der perkutanen Therapie bestens vertraut. Sie instruieren den Patienten in der Selbstmobilisation des Fußes und schulen zunächst das Belasten mit zunehmender Belastung auf der ganzen Fußsohle, dann zunehmend mit Abrollen nach der vierten Woche und schließlich nach Heilung der Osteotomien barfuß mit einem physiologischen Gangbild.

In der ATOS Orthoparc Klinik können unsere Spezialisten die Methoden der minimalinvasiven Fußchirurgie zur operativen Therapie von verschiedenen Diagnosen am Fuß anwenden: 

1. Hallux valgus Deformität (Großzehenballen)
2. Hallux rigidus (Arthrose des Großzehengrundgelenks)
3. Kleinzehendeformität (Krallenzehe, Hammerzehe)
4. „Schneiderballen“ der Kleinzehe
5. Metatarsalgie (Mittelfußschmerzen) 
6. Kalkaneusosteotomien bei Knickplattfußfehlstellung

Behandlung einer Sprunggelenks-Arthrose. Erfahren Sie hier näheres über
Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und Rehabilitation.

Das Sprunggelenk muss die größte Belastung aller Gelenke aushalten und ist daher besonders anfällig für verschiedene Verletzungen. Schmerzen in diesem Bereich sind immer ein Alarmzeichen für Gelenkverschleiß

Das obere Sprunggelenk ist ein Teil des Sprunggelenks. Zusammen mit dem unteren Sprunggelenk verbindet es den Fuß mit dem Unterschenkel. Es liegt zwischen dem Unterschenkel (Wadenbein und Schienbein) und dem Sprungbein und ermöglicht eine Fußbewegung nach oben und unten. Die seitlichen Fußbewegungen ermöglicht dagegen das untere Sprunggelenk. Starke Innen- und Außenbänder verbinden die Knochen im Gelenk. Seine Beweglichkeit ist die Voraussetzung für ein Abrollen des Fußes und das Abstoßen beim Sprung.

Zudem ermöglicht das Gelenk erst den aufrechten Gang des Menschen. Es muss schon bei normalem Gehen eine Belastung bis zum Siebenfachen des eigenen Körpergewichts aushalten. Wie alle Gelenke besitzt auch das obere Sprunggelenk eine Knorpelschicht, die Gleitfähigkeit gewährleistet. Die Knorpelschicht dient zudem als Federung und Stoßdämpfer und unterliegt einem natürlichen Verschleiß. Verletzungen, die im oberen Sprunggelenk wegen seiner hohen Beweglichkeit und der Belastungen öfter auftreten, beschleunigen den Verschleiß der schützenden Knorpelschicht.

Beschwerden an dieser Stelle unterliegen einem sich selbst verstärkenden Kreislauf. Eine Schädigung oder Verletzung wie eine Außenbandruptur löst immer eine Schonhaltung aus. Diese Schonhaltung bewirkt als Fehlstellung eine Verschiebung der Belastung. Die aus Verschiebung der Belastungsachse resultierende Mehrbelastung löst eine weitere Schädigung oder Verletzung aus. Der Teufelskreis ist geschlossen.

Der Schmerzgrad bei Arthrose, ist abhängig vom jeweiligen Stadium der Sprunggelenksarthrose. Anfangs entstehen bei Gelenkverschleiß kaum Symptome. Als erste Anzeichen machen sich tiefsitzende Schmerzen bemerkbar. Später treten morgendliche Anlauf- und Belastungsschmerzen auf. Patienten können das Gelenk nicht korrekt abrollen. Im späten Stadium treten chronische Schmerzen auf und das Gelenk versteift.

Häufig auftretende Symptome sind:

• Anlauf- und Belastungsschmerzen
• Stechende Schmerzen
• Daraus resultierende Schonhaltungen
• Stechende Schmerzen beim Gehen auf unebenem Böden
• Versteifung des Sprunggelenks

Bei konkretem Verdacht auf Sprunggelenksarthrose wird zunächst das Gangbild überprüft und auf Fehlstellungen der Beinachse untersucht. Ein gängiges Diagnostik-Verfahren ist auch die Fußabdruckmessung (Podometrie). Bildgebende Verfahren (Röntgen und/oder CT) zeigen die knöcherne Veränderung des weichen Knorpels an. Der Gelenkspalt wäre dann verkleinert, der Knochen selbst verdickt.

Der beginnende Verschleiß des oberen Sprunggelenkes kann bei Beschwerden zunächst mit Krankengymnastik, Schuheinlagen oder Hyaluronsäure-Injektionen behandelt.

Schmerzlinderung
Die Schmerzen können durch unterschiedliche Arzneimittel gelindert werden. Durch die direkte Injektion einer speziellen hochmolekularen Hyaluronsäure, einem natürlichen Bestandteil des Knorpels, kann die Knorpelabnutzung aufgehalten und die Schmerzsituation verbessert werden. Eine Alternative ist die Applikation von aus dem Patientenblut gewonnen Wachstumsfaktoren (Eigenbluttherapie/ACP – Autologes Conditioniertes Plasma). Neben den konventionellen Schmerzmitteln stehen verschiedene homöopathische Arzneimittel im Ruf, besonders arthritische Schmerzen zu lindern.

Sollten diese konservativen Maßnahmen nicht mehr ausreichend greifen, können operative Maßnahmen notwendig werden. Eine Auswahl der gängigen Verfahren:

Arthroskopie des oberen Sprunggelenkes

Bei der Arthroskopie des oberen Sprunggelenkes werden instabile Knorpelanteile entfernt und Verwachsungen sowie Knochenauswüchse abgetragen. Geschädigte Knorpelanteile werden mit Hilfe spezieller Instrumente geglättet und durch den gezielten Einsatz von Knorpeltechniken kann die Neubildung eines Ersatzknorpels angeregt werden.

Umstellungsosteotomien des oberen Sprunggelenkes

In besonderen Fällen ist bei Achsfehlstellungen oder einseitigem Verschleiß des oberen Sprunggelenkes die Möglichkeit einer gelenkerhaltenen Umstellungsosteotomie sinnvoll. Bei diesem Verfahren erfolgt eine knöcherne Korrektur der Belastungsachse des Sprunggelenkes mit dem Ziel, die geschädigten Gelenkanteile zu entlasten und das natürliche Gelenk so lange wie möglich zu erhalten.

Kunstgelenk (OSG TEP)

Bei fortgeschrittener Arthrose des oberen Sprunggelenkes ist es möglich ein künstliches Gelenk zu implantieren oder das Gelenk zu versteifen. Vorteil des Kunstgelenkes ist die Bewahrung der Funktion des Gelenkes. Das Abrollverhalten bleibt erhalten und damit ein normaler Gang. Nach einer Operation kann der Fuß in einem speziell entwickelten Stiefel frühzeitig belastet werden.


Versteifungsoperation (Arthrodese)

Die Versteifungsoperation führt ebenfalls zur Schmerzfreiheit und hat den Vorteil, dass hier nicht nachoperiert werden muss. Bei dieser Operation wird die zumeist nur noch schmerzhafte Restbeweglichkeit des Gelenkes in eine dauerhafte und schmerzfreie Gelenkstabilisierung überführt. Diese Operation kann ebenfalls arthroskopisch durchgeführt werden. Der Fuß ist nach rund 3 Monaten Schonung wieder belastbar und stabil.

Die Nachbehandlung richtet sich nach der jeweiligen Operationstechnik. Sofern Ihr Sprunggelenk versteift wurde, wird Ihr Gelenk 8-12 Wochen ruhiggestellt, dazu erhalten Sie eine Orthese. Die Gehbewegung sollten Sie dann ab Woche 13 einüben.

Behandlung eines Spreizfußes. Erfahren Sie hier näheres über
Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und Rehabilitation.

Ein Spreizfuß entsteht, wenn das Gewölbe des Vorfußes durchgetreten ist und sich der gesamte Vorderfuß verbreitert. Als Folge kann die Fußsohle über den Mittelfußköpfen stark schmerzhaft werden (Metatarsalgie).

Der Spreizfuß bereitet im leichteren Falle keine nennenswerten Beschwerden. Er kommt bei Frauen häufiger vor als bei Männern. Die Ursachen sind vielfältig und meistens kommen mehrere Faktoren zusammen. Oft ist der Spreizfuß Folge einer erblichen Veranlagung, insbesondere wenn begleitend auch ein Hallux valgus vorliegt. Als Ursache kommt auch eine verstärkte Belastung des Vorderfußes durch Übergewicht in Frage. Aber auch rheumatische Erkrankungen können zu dieser Fußfehlstellung führen. Bei Frauen besteht eine Veranlagung zum Spreizfuß durch eine Bindegewebsschwäche. Das Tragen hochhackiger, vorne spitz zulaufender Schuhe begünstigt die Entstehung. Mit beginnenden Beschwerden in Schuhen, die sich durch die Verbreiterung des Vorderfußes immer enger anfühlen, setzt meistens auch die Metatarsalgie ein. So wird der aus der Spreizfußdeformität entstehende Schmerz der Fußsohle fachlich bezeichnet.

Insbesondere die vermehrt auftretenden Hornhautschwielen unter dem zweiten und dritten Mittelfußkopf führen zu massiven Belastungsschmerzen der Fußsohle. Werden die Zehen zusätzlich noch durch anhaltendes Tragen spitzer Schuhe eingeengt, so kommt es zu einer Verlagerung der Sehnen. Diese zieht die Zehen mit der Zeit in eine schiefe Position. Bei extremen Fehlstellungen kommt es schließlich zur Luxation der Kleinzehen, dem Herausspringen aus den Gelenken. Dies führt zu extremen Schmerzen und stellt einen fußchirurgischen Notfall dar.

Durch eine chronische Reizung der Plantarnerven kann sich zusätzlich die sogenannte Morton-Neuralgie entwickeln. Hierbei handelt es sich um ein Schmerzsyndrom als Folge einer Nervenentzündung, die zu einer kolbenartigen Auftreibung der Nerven führt. Die benachbarten Mittelfußköpfe verursachen zusätzlich Reibung, so dass es zu einem Nervenengpasssyndrom kommt. Das Ergebnis sind starke Belastungsschmerzen der Fußsohle mit Missempfindungen in den Zehenzwischenräumen. Als Folgeerscheinungen eines ausgebildeten Spreizfußes können ein Hallux valgus (Großzehenballen), ein Tailor bunion (Kleinzehenballen) mit Kleinzehnfehlstellung (Digitus quintus varus) oder Krallen-/Hammerzehen entstehen. Außerdem besteht die Gefahr einer Arthrosebildung in den Fußwurzelgelenken.

Bei der Diagnose des Spreizfußes ist die Feststellung der genauen Ursachen wichtig. In den ATOS Kliniken untersuchen wir die Füße deshalb sehr genau und setzen dafür auch unsere moderne bildgebende Diagnostik ein. Auf dieser Basis können wir die Fußfehlstellung genau ermitteln und eine auf persönliche Bedürfnisse maßgeschneiderte Therapie entwickeln, bevor operiert wird. Ein Spreizfuß ist im Stehen anhand der typischen Absenkung des Fußgewölbes und der Verbreiterung des Vorderfußes deutlich zu erkennen. Mittels Röntgenbild sind die Aufspreizung des Mittelfußes und der veränderte Winkel zwischen dem ersten und zweiten Mittelfußknochen genau zu ermitteln. Mit einem sogenannten Minusindex, bei dem der zweite Mittelfußknochen die übrigen deutlich überragt, zeigt sich die Veranlagung für die Entwicklung einer Metatarsalgie. Mit einer Fußdruckmessung (Pedographie) lässt sich deutlich die Überlastung des zweiten und dritten Mittelfußkopfes zeigen.

Bei der Diagnose des Spreizfußes ist die Feststellung der genauen Ursachen wichtig. In den ATOS Kliniken untersuchen wir die Füße deshalb sehr genau und setzen dafür auch unsere moderne bildgebende Diagnostik ein. Auf dieser Basis können wir die Fußfehlstellung genau ermitteln und eine auf persönliche Bedürfnisse maßgeschneiderte Therapie entwickeln, bevor operiert wird. Ein Spreizfuß ist im Stehen anhand der typischen Absenkung des Fußgewölbes und der Verbreiterung des Vorderfußes deutlich zu erkennen. Mittels Röntgenbild sind die Aufspreizung des Mittelfußes und der veränderte Winkel zwischen dem ersten und zweiten Mittelfußknochen genau zu ermitteln. Mit einem sogenannten Minusindex, bei dem der zweite Mittelfußknochen die übrigen deutlich überragt, zeigt sich die Veranlagung für die Entwicklung einer Metatarsalgie. Mit einer Fußdruckmessung (Pedographie) lässt sich deutlich die Überlastung des zweiten und dritten Mittelfußkopfes zeigen.

Die Fußfehlstellung des Spreizfußes kann durch konservative Therapien nicht gänzlich beseitigt werden. Kommt es zu keiner ausreichenden Beschwerdereduktion, sollten operative Therapien erwogen werden. In den ATOS Kliniken werden entsprechende Eingriffe nahezu schmerzfrei und mit nachhaltigem Erfolg durchgeführt. Dabei wird der gesamte Fuß immer als Einheit betrachtet, um Begleitpathologien mit zu behandeln. Nur so lässt sich das bestmögliche Operationsergebnis erzielen.

Weil-Osteotomie

Mit der sogenannten Weil-Osteotomie wird das Längenverhältnis der Mittelfußknochen chirurgisch korrigiert. Der Mittelfußkopf wird dafür um einige Millimeter verkürzt, um ihn von der schmerzhaften Schwiele räumlich zu entfernen und eine harmonische Belastbarkeit des gesamten Vorfußes zu ermöglichen. Das Gelenk bleibt erhalten. Der Knochen wird mit einer speziellen, nur 1,3 Millimeter starken, Titanschraube fixiert, die auf Dauer im Körper verbleiben kann. Die schmerzhaften Schwielen heilen nach Umstellung der Knochen selbstständig ab. Nach der Operation kann der Fuß in einem Therapieschuh direkt wieder belastet werden.

Umstellungsosteotomie bei Tailor bunion

Ähnlich wie beim Hallux valgus erfolgt eine knöcherne Korrekturosteotomie des betroffenen Mittelfußknochens. Durch die Achskorrektur in modifizierter Technik nach Scarf kann eine Verschmälerung des Vorfußes und somit Schmerzfreiheit durch lokale Druckentlastung erreicht werden. Eine mögliche Fehlstellung der fünften Kleinzehe (Digitus quintus varus) kann sich wieder aufrichten.

Morton-Neuralgie

Bei der sogenannten Morton-Neuralgie wird eine kleine Spreizfuß-OP in minimalinvasiver Technik durchgeführt. Ziel ist eine Entlastung des Nervenbündels, indem der Druck auf Nervenbündel durch Durchtrennen umgebenden Bindegewebes beseitigt und der Nerv befreit wird. Bei massiven tumorösen Ausreibungen der Nerven wird dieser Knoten auch komplett entfernt und eine feingewebliche Untersuchung des Gewebes durchgeführt (Histologie). Einige Tage nach der Spreizfuß-Operation kann der Fuß wieder belastet werden.

Ihr Klinikaufenthalt dauert – je nach Operationsverfahren – in der Regel 3-5 Tage. Zum Gehen nutzen Sie in der Regel einen speziellen Therapieschuh. Ist der Spezialschuh nicht mehr nötig, können Sie selbstverständlich auch wieder offene Schuhe tragen – auch aus kosmetischer Sicht, denn die Operationsnarben verheilen so, dass sie kaum sichtbar sind.

Finden Sie Ihren Fuß- und Sprunggelenkpezialisten in der ATOS Orthoparc Klinik Köln

Alle unsere Ärzte zeichnen sich durch langjährige Erfahrung aus. Finden Sie hier Ihren Spezialisten und vereinbaren Sie einen Termin.

Dr. med. André MoraweMehr

Dr. med.

André Morawe

Chefarzt Fuß- und Sprunggelenkchirurgie
Stellvertr. Ärztlicher Direktor

Köln
+49 221-484905-0
service-opk@atos.de

Dr. med. Birgit RangeMehr

Dr. med.

Birgit Range

Oberärztin Fuß- und Sprunggelenkchirurgie und
Leitung Osteologie

Köln
+49 221-484905-0
service-opk@atos.de

Wissenswertes zum Thema Fuß- und Sprunggelenkchirurgie

  • Operationen am Fuß sind sowohl in Vollnarkose als auch in Teilnarkose machbar; hierfür steht uns in unserer Privatklinik in Köln eine Bandbreite von Narkoseverfahren zur Verfügung. Ihr behandelnder Spezialist der Fußchirurgie wird mit Ihnen das für Ihre Operation sinnvolle Narkoseverfahren besprechen. 
  • In den meisten Fällen können Sie Ihren Fuß bereits am ersten Tag nach der Operation wieder belasten. Damit dies möglich ist, bekommen Sie von uns einen speziellen Therapieschuh, der es ermöglicht, dass Sie mobil bleiben. Auf diese Weise sind in der Regel auch keine Gehstützen notwendig.
  • Bei bestimmten Indikationen ist es möglich und sinnvoll, dass beide Füße gleichzeitig operiert werden. Ihr Arzt wird Sie hierzu beraten und mit Ihnen die Vor- und Nachteile abwägen.
  • Häufige Krankheitsbilder der Füße sind Hallux Valgus und Krallenzehen. Die wichtigste Frage unserer Patienten ist dabei oft, ob die Beschwerden nach einer Operation wiederkommen können: Hier können wir Sie beruhigen – unter der Voraussetzung, dass Sie bequeme und vernünftig passende Schuhe tragen.
  • Natürlich brauchen Sie zum Autofahren reaktionsschnelle Füße. Bitte stellen Sie sich darauf ein, dass Sie in der Regel sechs Wochen nach einer Fuß-Operation nicht Auto fahren können.

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