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Ihr Spezialist bei Schulter- und Ellenbogenschmerzen

Schulterschmerzen sind meist das erste Symptom, durch welches Menschen eine Beeinträchtigung ihrer Leistungsfähigkeit verspüren. Schulterschmerzen können zu einer eingeschränkten Beweglichkeit, zu Kraftverlust, gestörtem Nachtschlaf und zur Zermürbung des Menschen führen.

Aus diesem Grund haben wir Schulterspezialisten von der ATOS Klinik Heidelberg uns schon vor mehr als 20 Jahren entschieden, ausschließlich auf diesem Gebiet tätig zu werden und als Schulterexperten einen detaillierten Einblick in die Pathologie des Schultergelenks und des Schultergürtels zu gewinnen. Diese hohe Spezialisierung führte zu einem besseren Verständnis des Gebietes und somit auch zur Möglichkeit, die Erkrankungen besser zu behandeln. Wir behandeln die Omarthrose/ Schulter TEP, die Kalkschulter, eine Rotatorenmanschettenruptur und Impingement Syndrom sowie eine Schulterluxation - um nur einige Behandlungsfelder zu nennen. 

Durch Besuche bei international renommierten Kollegen zu Beginn unserer Tätigkeit konnten wir unseren Horizont auch über den Tellerrand Deutschlands erweitern. So haben wir die Messlatte für den Anspruch an unsere Schulterchirurgie auf ein Level gesetzt, bei dem individuell das Beste für den Patienten erreicht wird.

Schulterärzte - Expertise im Mittelpunkt

Wir führen klinische Studien zur Qualitätskontrolle und zur Überprüfung innovativer und von uns mit inaugurierter Techniken durch, was auch auf internationalen wissenschaftlichen Kongressen und in Fachzeitschriften Beachtung findet. Die Schulterexperten der ATOS Klinik Heidelberg sind als Referenten auf nationalen und internationalen Fachtagungen tätig und bilden so auch Nachwuchskräfte aus. Eigene Fortbildungsveranstaltungen runden das Engagement im Gebiet der spezialisierten Schulterchirurgie ab.

Haben Sie Fragen zur Schulter- und Ellenbogenschmerzen oder möchten Sie sich zu einer bevorstehenden Schulter- und Ellenbogenoperation beraten lassen? Dann setzen Sie sich doch gleich mit unserer Servicedirektion in Verbindung und vereinbaren Sie einen Termin bei unserem Spezialisten. Wir freuen uns auf Sie! 

Das Impingement Syndrom gilt als häuftiges Schulterleiden. Erfahren Sie hier näheres über
Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und Rehabilitation. 

Die Bezeichnung des Impingement-Syndroms ist gleichbedeutend mit dem Schulter-Engpasssyndrom. Durch einen Engpass im Schultergelenk werden die Sehnen der Rotatorenmanschette, welche für die Bewegung in der Schulter verantwortlich sind, zwischen Oberarmkopf und Schulterdachknochen eingeklemmt. In den meisten Fällen führt dies zu degenerativen Veränderungen, die mit einer eingeschränkten Beweglichkeit einhergehen.

Zwischen dem Schultergelenk und dem Schultereckgelenk befindet sich ein Tunnel, durch den beim gesunden Menschen die Sehnen reibungslos gleiten. Da die Gelenke dem Verschleiß unterliegen, können Abriebteile in diesen Zwischenraum gelangen oder sich Kalkablagerungen bilden, Entzündungen und Schwellungen hervorrufen und die Sehnen schmerzhaft einklemmen (engl. Impingement-Syndrom). Solche Einklemmungen können auch an anderen Stellen der Schulter auftreten. Durch die Störung des Bewegungs- und Gleitverhaltens stoßen die knöchernen Strukturen aufeinander und die Sehne entzündet sich. Dabei können kleine Risse in der Sehne entstehen, die diese schwächen und es kann zu einem Sehnenriss kommen.

Ursachen hierfür können zum Beispiel bestimmte anlagebedingte Verknöcherungen des Schulterdaches oder Ablagerungen sowie Schädigungen der Weichteile (Muskeln, Sehnen, Schleimbeutel) sein. Bei der Beschädigung von Weichteilen handelt es sich um das sogenannte Non-Outlet-Impingement-Syndrom, worunter beispielsweise auch die schwellungsbedingte Verengung durch eine Entzündung des Schleimbeutels (Bursitis) oder die Entzündung einer Sehne (Tendinitis) fällt. Zu den Risikogruppen für ein Impingement-Syndrom zählen Personen, die häufig ihre Arme in Beruf oder Sport in Schulterhöhe und oberhalb des Kopfes bewegen. Beispielsweise bei Wurfsportlern, Tennisspielern oder im Handball, Volleyball, Golf oder Schwimmen tritt das Syndrom häufig auf. Frauen und Männer sind gleichermaßen betroffen und auch erbliche Veranlagungen kommen vor.

Patienten, die unter dem Impingement-Syndrom leiden, berichten im Frühstadium von einem akut einsetzenden Schmerz. Sie leiden meist unter bewegungsabhängigen Schulterschmerzen, die im Schultergelenk ab einem bestimmten Grad des Armabspreizens regelhaft auftreten. Gelegentlich werden die Schmerzen beim weiteren Abspreizen und Heben des Arms bis über den Kopf dann wieder geringer. Durch die schmerzbedingte Verringerung der Muskelaktivität schwinden die Muskeln sehr leicht, und das Gelenk verliert an Mobilität. Bei besonders intensiven Impingementsyndromen kommt es auch zu Ruheschmerzen, dabei ist der nächtliche Schmerz besonders ausgeprägt.

Zur sicheren Diagnose des Impingement-Syndroms der Schulter werden in den ATOS Kliniken verschiedene Tests eingesetzt, die durch Ultraschalluntersuchungen, Röntgenaufnahmen oder Magnetresonanztomografie (MRT) unterstützt werden. Während der Anamnese können wir anhand der Dauer und Art der Beschwerden und vorangegangenen Verletzungen häufig schon Diagnosen einschränken. Bei der klinischen wird dann festgestellt, inwieweit die betroffene Schulter in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt ist. Ergänzend werden bildgebende Diagnoseverfahren wie Ultraschall und Röntgen eingesetzt. Die Ultraschalluntersuchung zeigt vorhandene Schädigungen der Schleimbeutel und Sehnen besonders gut. Röntgenbilder zeigen knöcherne Veränderungen, die zur Einengung führen.

Die Behandlung des Impingementsyndroms wird durch die Spezialisten der ATOS Kliniken individuell und abhängig vom vorliegenden Befund durchgeführt. Konservative, sprich nicht-operative, Behandlungsverfahren haben hierbei den Vorzug. Neben entzündungshemmenden, schmerzlindernden Medikamenten und Injektionen setzten unsere Schulterspezialisten auch physiotherapeutische Maßnahmen ein. 
In Frühstadien reicht häufig eine Schonung. Auch Kältebehandlung und Elektrotherapie hat sich als hilfreich erwiesen. Ein gezieltes Muskeltraining nebst Krankengymnastik zur Stärkung der Oberarm-Schultermuskulatur ist dringend notwendig. Die konservative Behandlung erfordert vom Patienten Geduld, zumal ein Impingement Syndrom über Jahre entstanden ist. Es wird bis zur vollständigen Beschwerdefreiheit 3-4 Monate dauern.

Sollten konservative Behandlungsmaßnahmen nicht zielführend sein, verfügen die Schulterspezialisten der ATOS Kliniken über die Möglichkeiten der minimalinvasiven chirurgischen Behandlung des Impingementsyndroms. Hierbei wird durch wenige Millimeter große Eingänge der Sehnenraum erweitert und knöcherne Ausziehungen werden abgetragen. Ein eventuell entzündlich aufgeriebener Schleimbeutel wird entfernt. Gleichzeitig wird der Zustand der Sehnenplatte (Rotatorenmanschette) überprüft. Zusätzlich dazu wird der eigentliche Gelenkraum zwischen Oberarmkopf und Gelenkpfanne inspiziert.

Die OP dauert in der Regel nicht länger als 30-60 Minuten.

Einen wichtigen Anteil am Erfolg der Behandlungsmaßnahme hat die Nachbehandlung des Impingementsyndroms. Unmittelbar nach der Operation schließt die Physiotherapie an, welche in den ATOS Kliniken durch gut ausgebildete und spezialisierte Physiotherapeuten eingeleitet wird. In den ersten 2 Tagen muss noch ein Verband zur Stilllegung getragen werden.  Die intensive Physiotherapie beginnt zumeist erst nach 14 Tagen. Zumeist vergehen dann 8 Wochen, bis die volle Beweglichkeit der Schulter wiederhergestellt ist.

Die Omarthrose gilt als häuftiges Schulterleiden. Erfahren Sie hier näheres über
Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und Rehabilitation. 

Arthrose bezeichnet den Zustand eines Gelenks mit Schädigung und Verbrauch des Gelenkknorpels. Am Schultergelenk ist der Oberarmkopf mit einer relativ dünnen Knorpelschicht überzogen; die Gelenkpfanne mit einer zentral dünnen und nach außen hin dicker werdenden Knorpelschicht. Die Arthrose entsteht am häufigsten durch anlagebedingten langsamen Verschleiß und führt durch eine zunehmende Entrundung des Oberarmkopfes und Verkürzung der Weichteilstrukturen zu einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung des Gelenks.

Die menschliche Schulter besteht aus einem Hauptgelenk und mehreren Nebengelenken. Durch Überlastung oder Verschleiß wird Knorpel aus der Gleitschicht zwischen den Knochen abgerieben. Dieser Abrieb löst im Gelenk Entzündungen, Schwellungen, Schmerzen und eine Schädigung der Knochen aus, die auf Dauer eine Verformung oder Versteifung des Gelenks nach sich ziehen. Auf das Hauptgelenk der Schulter wirken keine besonders großen Kräfte, daher ist hier eine Arthrose seltener als am Schultereckgelenk.

Bei einer Schultertotalendoprothese (kurz Schulter-TEP) handelt es sich um ein künstliches Schultergelenk. Verschiedene Schultergelenkserkrankungen machen den Einbau einer Schulter-TEP erforderlich. Dazu zählen die schmerzhafte Zerstörung des Schultergelenkes durch Arthrose (Gelenkverschleiß), rheumatoide Arthritis (rheumatische Gelenkentzündung), Oberarmkopfnekrose (Absterben des Oberarmkopfes) oder ein Oberarmkopfbruch. Bei altersbedingter Omarthrose sind meistens beide Arme gleichermaßen betroffen. Bei abnützungsbedingten Veränderungen der Schulter, inklusive Aufbrauch des Knorpelüberzugs oder der knöchernen Strukturen, kommen grundsätzlich funktionell unterschiedliche Typen einer Schulterprothese zum Einsatz.

• Bei intakter Rotatorenmanschette wird etwa eine Anatomische Endoprothese (Oberflächenersatz) verwendet. Hier werden nur die gelenkbildenden Anteile des Schultergelenks ersetzt.

• Bei defekter, nicht rekonstruierbarer Rotatorenmanschette erfolgt dagegen der Einsatz einer Inversen Endoprothese. Hier werden der Hebelarm des Deltamuskels und das Drehzentrum derart verändert, dass die freie Funktion und Kraft auch ohne Rotatorenmanschette weitestgehend wiederherstellt werden.

Je nach Knochenqualität können jeweils schaftlose, knochensparende Modelle implantiert werden. Alle von uns in den ATOS Kliniken implantierten Prothesenmodelle sind modular – also ineinander umwandelbar – und provozieren keinen Knochenverlust.  Die Implantation der Schulterprothese erfolgt minimalinvasiv, gewebeschonend und blutverlustfrei.

Schmerzen treten meistens bewegungsabhängig bei ansteigender Armhaltung auf oder im sogenannten Adduktionstest, wenn der betroffene Arm in Schulterhöhe zur gegenüberliegenden Schulter geführt wird. Allen Ursachen gemeinsam sind die typischen Schmerzen in der Schulter, die oft schon in Ruhe und nachts bestehen und bei Belastung noch zunehmen. Dazu kommt die zunehmende Einschränkung der Beweglichkeit und Gebrauchsfähigkeit, sodass die Aktivitäten des täglichen Lebens stark beeinträchtigt werden.

Bereits die Angaben des Patienten über die Art und den Ort seiner Beschwerden liefern unseren ATOS Schulterspezialisten die ersten Hinweise auf die Schädigungen, die durch eine Röntgenuntersuchung erkennbar werden. Mit so genannten „bildgebenden Verfahren“ wie einer Ultraschalluntersuchung oder einer Magnetresonanztomografie (MRT) werden die oftmals begleitenden Schäden an Muskulatur, Sehnen und Bändern sichtbar gemacht.

Bei der Omarthrose-Behandlung werden zunächst die Schmerzen und etwaige Entzündungen durch eine gezielte medikamentöse Therapie gelindert. Im Anfangsstadium reichen zumeist konservative Therapien, um die Beschwerden zu mildern. Durch Elektrotherapie, Wärme- oder Kälteanwendungen und auch Akupunktur werden bei schmerzhaften Verspannungen oder Beweglichkeitseinschränkungen gute Erfolge erzielt. Eine fortgeschrittene Arthrose in der Schulter erfordert oftmals gezielte Injektionen in die Entzündungsherde, wodurch mit Gaben von Eigenblut (ACP) und/oder Hyaluronsäure auch die Schmierung des betroffenen Gelenks verbessert werden kann.
 

Bei einer Omarthrose im Endstadium ist der endoprothetische Ersatz des Schultergelenkes die Therapie der Wahl. Dabei wird für jeden Patienten eine individuelle Lösung gefunden. In den letzten Jahren haben sich die Operationstechnik und die Implantatsysteme sehr stark entwickelt, sodass heutzutage oft sehr kleine knochensparende Implantate zum Einsatz kommen können, welche Rückzugsmöglichkeiten für Revisionsoperationen in der Zukunft (Teil- und Komplettwechsel, Konvertierungen) offen lassen. Moderne Implantatsysteme sind modular aufgebaut und erlauben Teilwechsel und einen Umbau, falls dies nötig wird.

Die Standzeiten moderner Schulterendoprothesen sind mit denen von Hüfte und Knie vergleichbar: Nach 10 Jahren sind in der Regel über 90 % der Implantate fehlerfrei. Anzumerken ist jedoch, dass der Ersatz des Schultergelenkes etwa 20-mal seltener durchgeführt wird als der an Hüfte und Knie. Hier ist die Vorstellung in einem spezialisierten Zentrum wie unseren ATOS orthopädischen Fachkliniken dringend zu empfehlen – bessere Ergebnisse und eine geringere Komplikationsrate sind wissenschaftlich erwiesen.

Die OP dauert in der Regel nicht länger als 1-2 Stunden.

Der stationäre Aufenthalt bei dieser Schulteroperation beschränkt sich in der Regel auf 4-5 Tage. Nach Implantation einer Schulterendoprothese darf der Arm sofort beschwerdeorientiert bewegt und gebraucht werden. Erste isometrische Übungen beginnen schon am Tag nach der OP. Eine längere Ruhigstellung in einem Schulterverband ist nicht erforderlich. Der Patient sollte jedoch eine 3-4 wöchige Reha anschließen, um gezielte Krankengymnastik zu betreiben. Die Schulterfunktion und die Reduktion der Beschwerden mit einer Schulter-TEP sind derart gut, dass auch die sportliche Aktivität nach einer intensiven Phase der Rehabilitation wieder aufgenommen werden kann. Tennis, Golf, Nordic Walking und Wandern gehören zu den empfohlenen Sportarten, Kontaktsport und Hochrisikosportarten jedoch nicht. In der Regel ist die volle Beweglichkeit der Schulter nach 3 Monaten wieder hergestellt.

Behandlung einer Rotatorenmanschettenruptur. Erfahren Sie hier näheres über
Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und Rehabilitation. 

Vier zusammenhängende Muskeln bilden die Rotatorenmanschette. Diese ziehen vom Schulterblatt zum Oberarmkopf und setzen dort mit ihren Sehnen an. Durch die Rotatorenmanschette wird der Arm am Oberkörper stabilisiert und kann nach oben, seitlich, nach außen und nach innen bewegt werden. Es handelt sich um folgende Muskeln: Musculus subscapularis, Musculus supraspinatus, Musculus infraspinatus und Musculus teres minor.

Kommt es aufgrund eines traumatischen Ereignisses oder durch Verschleiß durch die hohe Beanspruchung zu einem Riss von einer oder von mehreren Sehnen, ist in der Regel die Funktion der Rotatorenmanschette und somit der ganzen Schulter beeinträchtigt. Mit zunehmendem Alter steigt die Häufigkeit der Rotatorenmanschettenläsionen. Eine Rotatorenmanschettenruptur ist oftmals eine Folgeerscheinung von einem unbehandelten Impingement-Syndrom. Sie entsteht häufig aus Verschleißerscheinungen, die altersbedingt, als Unfallfolgen, durch genetische Veranlagung oder eine chronische Engstelle unter dem Schulterdach auftreten. Die zum Teil durch Entzündungen überbelasteten Muskeln und Sehnen werden rissig, fasern sich auf und bilden immer größer werdende Defekte aus. Unbehandelt nehmen die Defekte ständig weiter zu und es können irreparable Schädigungen entstehen, die eine Muskel- oder Sehnenersatzoperation erforderlich machen. Bei einem Sehnenriss der Rotatorenmanschette ist zumeist die Supraspinatussehne betroffen.

Bei jüngeren Menschen treten häufiger die unfallbedingten Symptome, bei älteren Menschen verstärkt die degenerativen Erscheinungen, und dies insgesamt häufiger bei Männern als bei Frauen.

Patienten mit einer Rotatorenmanschettenruptur klagen zumeist über anhaltende Schmerzen in der Schulter oder im Oberarm, insbesondere über quälende Schmerzen in der Nacht. Mit fortschreitendem Stadium treten Beschwerden der Bewegungseinschränkung bis hin zur Schultersteifigkeit auf. Der Arm kann nur schwer nach vorne gedreht oder zur Seite geführt werden. Bei Unfällen oder sehr großen Rissen kann es zu einer sofortigen Gebrauchsunfähigkeit der Schulter kommen.

Unsere Ärzte in den ATOS Kliniken erfragen zunächst die Umstände, die zu den Beschwerden geführt haben und entscheiden dann über die infrage kommenden Tests zur gezielten Untersuchung der betroffenen Muskeln oder Sehnen. Mit Ultraschalluntersuchungen können die einzelnen Teile der Rotatorenmanschette unter Bewegung untersucht werden. In Röntgenaufnahmen wird der Zustand der Knochenstrukturen sichtbar und mit der Magnetresonanztomografie (MRT) können alle Elemente der Schulter bildlich dargestellt werden.

Die bevorzugte Diagnostikmethode ist die Arthroskopie der Schulter. Hierbei wird die Schulter mit einem Arthroskop untersucht, das unter Betäubung über einen minimalen Hautschnitt von wenigen Millimetern Länge eingeführt wird. Durch die Schulterarthroskopie kann der Zustand der Rotatorenmanschettenruptur und der umliegenden Muskeln, Sehnen und Knochen optimal dargestellt und beurteilt werden. Rupturen, die im Zentrum der Rotatorenmanschette liegen, können nur mit dieser Methode sicher diagnostiziert werden.

Kleine Rotatorenmanschettenrisse können durch konservative Therapiemaßnahmen gut behandelt werden. Medikamente, Eigenblut-Spritzen (ACP), physikalische Therapie und Physiotherapie haben bei gleichzeitiger strikter Schonung des Armes gute Erfolge. Auch Akupunktur oder Kältetherapie können im Zusammenspiel der übrigen konservativen Behandlungen dazu beitragen, dass eine leichte Rotatorenmanschettenruptur vernarbt und verheilt.

Bei fortgeschrittener Schwere der Beschwerden, bei Unfällen oder bei Leistungssportlern ist oftmals eine schnellstmögliche Operation angebracht. Die in den ATOS Kliniken eingesetzte Operationstechnik ist vom Grad der Schädigung und der Lage der Ruptur abhängig.

Das Ziel einer operativen Behandlung ist die Schmerzausschaltung und dass der Patient Kraft und Beweglichkeit zurückerlangt. Die Art der Rotatorenmanschettenruptur-Operation richtet sich nach der individuellen Diagnose. Je nachdem wo sich der Riss befindet, wie umfangreich und wie alt er ist, wird eine Naht bzw. Refixation der Sehne am Oberarmknochen in meist arthroskopischer oder, immer seltener, in offener Technik angestrebt. Auf ein offenes Verfahren wird nur dann ausgewichen, wenn der Riss nicht arthroskopisch genäht werden kann. In der Regel werden refixierbare Rotatorenmanschettenrisse gut arthroskopisch rekonstruiert (Rekonstruktion der Rotatorenmanschettenruptur) und auf offene Operationsverfahren kann daher meist verzichtet werden.

Falls sich die gerissene Sehne soweit zurückgezogen hat, dass sie nicht mehr am Oberarmkopf fixiert werden kann und sich der dazugehörige Muskel zurückgebildet hat, so kann beides durch einen Muskel-/Sehnentransfer ersetzt werden.

Die OP dauert in der Regel nicht länger als 60 Minuten.

Im Anschluss an die Operation ist eine Ruhigstellung der Schulter erforderlich. Die Schulter wird auf speziellen Lagerungsschienen zur Entlastung der Sehne in einer Abduktionsstellung (abgespreizt) gelagert. So können die Sehen ohne Spannung zusammenwachsen.

Bereits nach drei Wochen wird mit den physiotherapeutischen Übungen begonnen. Aktive Bewegungen sind nach einer Rotatorenmanschettenruptur  nach 6 Wochen wieder erlaubt – alles zunächst ohne Kraftaufwendung. Die volle Funktion der Schulter wird in der Regel nach etwa sechs Monaten wiedererlangt.

Behandlung einer Schulterluxation/ Schultereckgelenksverletzung. Erfahren Sie hier näheres über
Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und Rehabilitation. 

Die Instabilität des Schultergelenks kann sich in mehreren Richtungen zeigen. Meist ist sie durch einen Unfall bedingt und der Oberarmkopf ist nach vorne herausgesprungen. Eine solche Verrenkung/Auskugeln der Schulter kann zu schmerzbedingter Bewegungseinschränkung und Funktionsverlust führen. Auch nachdem der Oberarmkopf wieder zurück in der Pfanne steht (reponiert) kann ein Instabilitätsgefühl verbleiben, so dass die Schulter nicht mehr voll belastbar ist.

Die überwiegende Ursache für Verletzungen des Schultereckgelenkes sind Stürze und Unfälle. Stürzt beispielsweise ein Mountainbiker auf den gestreckten Arm oder die Schulter, werden die Bandstrukturen zwischen Schlüsselbein und Schulter als Folge von Verrenkungen verletzt und das Schultereckgelenk wird instabil. In schweren Fällen kommt es zu einer Schultereckgelenksprengung.

Die Patienten haben Schmerzen im Bereich des betroffenen Schultereckgelenkes und zeigen deutliche Bewegungseinschränkungen der Schulter. Typisch für eine Schultereckgelenkverletzung ist eine Schonhaltung, wobei der betroffene Arm durch die nicht betroffene andere Hand gestützt wird. Abgesehen davon können Schmerzen und eine Bewegungseinschränkung der Schulter jedoch auch Symptome einer Schulterluxation (Auskugelung) sein.

Nach einer Luxation des Schultergelenkes leiden Patienten unter einem starken Spontan- und Bewegungsschmerz. Zudem ist die Schulter instabil. Der Bereich des Schultereckgelenks zeigt oftmals Hautabschürfungen vom Sturz und ist geschwollen. Die Schwellung verfärbt sich später zumeist dunkel bis blau. Beim sogenannten „Klaviertasten-Phänomen“ kann das Schlüsselbein federnd nach unten gedrückt werden, wobei das äußere Ende des Schlüsselbeins deutlich höher steht oder nach hinten verlagert ist.

Unsere ATOS Ärzte können zumeist schon aus der Beschreibung des Patienten und einer vorsichtigen Untersuchung auf eine Verletzung des Schultereckgelenks schließen. Klarheit und eine Einschätzung der Schwere der Verletzung liefern eine Röntgenuntersuchung und ein Ultraschall. Um alle Bandstrukturen sichtbar zu machen, können ebenso Schichtaufnahmen mittels Magnetresonanztomographie (MRT) erstellt werden.

Ist die Diagnose gestellt und der Schweregrad ermittelt, kann über die optimale Therapie einer Schultereckgelenkverletzung entschieden werden. Diese beginnt zumeist immer mit einer Schmerztherapie, um die Schmerzen im Schultergelenk möglichst schon während der Untersuchungen medikamentös zu unterdrücken. Leichte Verletzungen können gewöhnlich mit konservativen Therapien und vorübergehender Ruhigstellung behandelt werden.

Bei einer ausgekugelten Schulter hilft häufig das bekannte Einrenken. Hierbei gibt es zwei Methoden. Bei der Methode nach Hippokrates liegt der Patient auf dem Rücken, bei der Methode nach Arit sitzt der Patient mit Rückenpolster im Stuhl.

Je ausgeprägter der erlittene Bänderschaden, umso eher sollte eine operative Therapie in Erwägung gezogen werden. Schwerere Fälle, speziell komplette Bänderrisse und hochgradige Schulterinstabilitäten machen chirurgische Eingriffe erforderlich.

In den ATOS Kliniken wählen die Ärzte aus einer Vielzahl möglicher Operationen das im individuellen Fall günstigste Operationsverfahren aus. Ziel ist es, jeweils mit einem endoskopisch-assistierten minimalinvasiven Eingriff die Schulter mit Spezialimplantaten zu stabilisieren oder in chronischen Fällen durch eine körpereigene Sehne (Gracilissehne) zu verstärken.

Bei Knochenbrüchen und Bandschäden ist eine Operation der Schulter alternativlos. Zunächst erfolgt in der Regel eine Gelenkspiegelung  (Arthroskopie), bei der ein Facharzt durch millimeterkleine Löcher mittel Spezialinstrumenten mit Kamera die verletzten Strukturen wiederherstellt.  Die OP dauert in der Regel nicht länger als 60 Minuten.

Nach einer notwendig gewordenen Operation einer Schultereckgelenkverletzung wird die einsetzende Heilung durch ein schonendes Training des Arms unterstützt. Die Schulter wird zunächst ruhig gestellt. Die intensive Physiotherapie beginnt zumeist erst nach 14 Tagen. Zumeist vergehen dann 6-8 Wochen, bis die volle Beweglichkeit der Schulter wiederhergestellt ist.

Behandlung einer Tendinitis/ Kalkschulter. Erfahren Sie hier näheres über
Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und Rehabilitation. 

Bei der Kalkschulter bzw. Tendinitis calcarea handelt es sich um Kalkeinlagerungen in der Sehne, meist in der Ansatzzone der Rotatorenmanschette am Oberarm. Grundsätzlich verläuft die Erkrankung in Phasen und es kommt nach unterschiedlich langer Zeit zu einer Wiederherstellung der Funktion des Schultergelenks.

Die Kalkschulter ist eine Erkrankung mit Kalkablagerungen in den Sehnen der Rotatorenmanschette und tritt meist ohne erkennbaren Auslöser auf. Es kommt häufig zur Verdickung der Sehne unter dem Schulterdach, dadurch können Beschwerden wie beim Engpass-Syndrom ausgelöst werden. Von dem Krankheitsbild sind besonders häufig Frauen im mittleren Lebensalter betroffen. Die genaue Ursache für Kalkeinlagerungen ist nicht exakt bekannt.

Charakteristisch ist ein akuter einsetzender, stechender Schmerz. Die Krankheitsdauer ist nicht vorhersehbar und kann sehr langwierig sein. Patienten leiden oft unter langanhaltenden chronischen Schmerzen wenn es zu einer Entzündungsreaktion des Kalkdepots kommt. Die Schmerzen verschlimmern sich oft beim Liegen auf der betroffenen Schulter. Bei akuten Fällen können die Patienten den Arm nicht mehr über Schulterhöhe heben.

Eine präzise Diagnose dieser Erkrankung stellen unsere ATOS Schulterspezialisten durch ausgiebige klinische und apparative Untersuchungen (Röntgen, Ultraschall, MRT) sicher. Hier ist die Abgrenzung gegen andere Schmerursachen (Arthrose, Sehenriss) vordergründig. Via Ultraschall ist das Ausmaß einer zusätzlichen Schleimbeutelentzündung am besten zu erkennen.

Die Behandlung dieser spezifischen Schultergelenkerkrankung besteht, wenn möglich, aus einer medikamentösen Schmerztherapie und unter Umständen einer gezielten Injektionsbehandlung mit Kortison, begleitet von einer individuellen Physiotherapie.

Bei Ausbleiben des Erfolges einer konservativen Therapie über einen längeren Zeitraum empfehlen wir die arthroskopische Entfernung des Kalkdepots. Große Depots, welche mechanische Irritationen verursachen können ebenfalls präzise arthroskopisch ausgeräumt werden. Durch die minimal-invasiven Eingriffe werden die in der Umgebung gelegenen Strukturen geschont und der Eingriff ist für den Körper weniger belastend und risikoärmer. Die OP dauert in der Regel nur max. 45 Minuten.

Normalerweise kann der Patient die Schulter bereits nach dem Eingriff wieder frei und aktiv bewegen. Der Arm wird nicht ruhig gestellt. Eine gezielte Physiotherapie ist dabei essentiell. Die Arbeitsfähigkeit ist abhängig vom Beruf zumeist nach 2-3 Wochen bereits wiederhergestellt. Eine Schonung von 3 Wochen hat sich als ausreichend erwiesen.

Ihre Schulterspezialisten in der ATOS Klinik Heidelberg

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Herausragende Schulter- und Ellenbogenspezialisten der ATOS Klinik Heidelberg

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Dr. med.

Sven Lichtenberg

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