
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und Kopf-Hals-Chirurgie
Herzlich willkommen in der HNO Abteilung der ATOS MediaPark Klinik Köln
Unsere HNO-Fachärzte
Prof. Dr. Preuss ist Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und besitzt die Zusatzbezeichnungen „Plastische und Ästhetische Operationen“ und „Medikamentöse Tumortherapie“. Seine klinisch-operative Erfahrung beinhaltet das gesamte Spektrum der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde. Insbesondere die Ohrchirurgie und die Nasen- und Nasennebenhöhlenchirurgie zählen zu seinen Spezialgebieten. Außerdem führt er schwerpunktmäßig Eingriffe an den Kopfspeicheldrüsen und den Halsweichteilen durch. Insgesamt hat er bereits mehr als 14.000 Operationen durchgeführt.
Dr. Speck ist Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde. Seine klinisch-operative Erfahrung beinhaltet das gesamte fachärztliche Spektrum der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde. Dr. Speck hat langjährige klinische Erfahrung in der Diagnostik und Behandlung von Allergien und verfügt über fundierte Kenntnisse in der Diagnostik und Therapie von Stimm- und Schluckstörungen.
Dr. Ludwig ist Fachärztin für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde. Insbesondere die Behandlung von Kindern gehört zu ihren Spezialgebieten. Zudem besitzt sie langjährige Erfahrungen in der Behandlung von Tinnitus Patienten und in der Diagnostik sowie Therapie von Hauttumoren.
PD Dr. Schwarz ist Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde. Seine klinisch-operative Erfahrung umfasst das gesamte Spektrum der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde. Insbesondere im Bereich der Ohr- und Nasenchirurgie sowie in der Entfernung von Hauttumoren und deren kosmetische Rekonstruktion liegen seine operativen Schwerpunkte. Zudem ist er spezialisiert auf aktuelle Diagnostiken und Therapien der leitlinienbasierten Schlafmedizin.
Unsere HNO-Behandlungen in Köln
Wir behandeln das gesamte Spektrum von Erkrankungen des Hals-Nasen-Ohren-Fachgebietes. Durch unsere langjährige Tätigkeit an der Universitätsklinik können Sie in allen Bereichen von unserer Erfahrung und Kompetenz auf aktuellem wissenschaftlichem Niveau profitieren. Von der einfachen Erkältung und „verstopften Ohren“ bis hin zu komplexen chirurgischen Eingriffen behandeln wir Sie gerne in persönlichem Umfeld.
Chronische Entzündungen der Nasennebenhöhlen (Sinusitis) können durch eine Operation behandelt werden, um die Nasenatmung zu verbessern und sinunasale Beschwerden zu lindern. Ziel des Eingriffs ist die Erweiterung der belüftenden Verbindungen zwischen den Nasennebenhöhlen und der Nase, die Verbesserung des Sekretabflusses aus Nase und Nebenhöhlen sowie die Entfernung entzündlich veränderten Gewebes, beispielsweise von Polypen. Zur Indikationsstellung und Operationsplanung ist vorab eine bildgebende Untersuchung der Nasennebenhöhlen erforderlich (z. B. ein DVT in einer unserer Praxen).
Informationen zur Operation
Die Nasennebenhöhlenoperation wird in Vollnarkose durchgeführt und kann ambulant oder stationär erfolgen, wobei in der Regel eine Übernachtung vorgesehen ist. Der Eingriff erfolgt minimalinvasiv und endoskopisch über die Nasenlöcher. Dabei werden die Zugänge beziehungsweise Abflusswege der Nasennebenhöhlen zur Nase erweitert und entzündlich verändertes Gewebe entfernt. Zum Abschluss der Operation werden weiche Nasentamponaden für 24 Stunden eingelegt, um Nachblutungen vorzubeugen. Größere Schmerzen sind insgesamt nicht zu erwarten. In den ersten Tagen nach dem Eingriff sind die Nasenschleimhäute geschwollen und werden mit einer speziellen Nasensalbe behandelt. Einige Tage später werden die während der Operation zur Stabilisierung und Narbenprophylaxe eingenähten Silikonschienen entfernt. Darüber hinaus finden regelmäßige Nachkontrollen in unseren Praxisräumen statt.
Wichtige Hinweise
Die Ausfallzeit nach dem Eingriff beträgt in der Regel etwa zwei Wochen. Während dieser Zeit sollte auf das Schnäuzen der Nase, starke körperliche Belastungen sowie auf heiße Bäder und Saunabesuche verzichtet werden.
Nasenbeinbruch
Die Ursachen für einen Nasenbeinbruch können vielfältig sein. Frakturen der Nasenpyramide treten häufig im Rahmen von Sportverletzungen, Fahrradstürzen oder anderen Traumata auf.
Informationen zur Operation
Zur Wiederherstellung der ursprünglichen Nasenform kann im Rahmen einer Kurznarkose eine Nasengerüstaufrichtung durchgeführt werden. Dabei wird die Nasenpyramide von innen in ihre ursprüngliche Position zurückgebracht. In den meisten Fällen kann auf diese Weise die natürliche Form der Nase wiederhergestellt werden. Zum Abschluss der Operation wird ein Nasengips angelegt, der für etwa sieben Tage getragen wird.
Wichtige Hinweise
Nach der Operation besteht für 14 Tage ein Schnäuzverbot, um zu verhindern, dass die noch beweglichen knöchernen Fragmente der Nase aus ihrer Position verschoben werden. Die berufliche Ausfallzeit nach einem solchen Eingriff beträgt in der Regel etwa eine Woche. Auf Sport, insbesondere Kontaktsportarten, sollte für mindestens vier Wochen verzichtet werden.
Nasenatmungsbehinderung / Rhinitis
Die Septumplastik ist ein operativer Eingriff zur Begradigung der Nasenscheidewand. Eine Verkrümmung der Nasenscheidewand kann angeboren oder erworben sein und zu einer eingeschränkten Nasenatmung, wiederkehrenden Infektionen oder Schnarchen führen. Ziel der Nasenscheidewandkorrektur ist die Verbesserung der Nasenatmung und damit der Lebensqualität. Die äußere Form der Nase wird durch diesen Eingriff nicht verändert.
Vergrößerte Nasenmuscheln
Neben der Nasenscheidewand können auch vergrößerte Nasenmuscheln zu einer erheblichen Behinderung der Nasenatmung führen. Die Nasenmuscheln dienen der Befeuchtung und Reinigung der Atemluft und übernehmen wichtige sensorische Funktionen. Ziel des Eingriffs ist eine schonende Verkleinerung unter Erhalt der wichtigen Schleimhautfunktion. Dies kann mittels Radiofrequenztherapie, Lateralfrakturierung oder operativer Teilentfernung erfolgen. Zur Optimierung der Nasenatmung wird der Eingriff in der Regel mit einer Septumplastik kombiniert.
Informationen zur Operation
Die Septumplastik wird in Vollnarkose durchgeführt und kann ambulant oder stationär erfolgen, wobei in der Regel eine Übernachtung vorgesehen ist. Der Eingriff erfolgt über die Nasenlöcher und hinterlässt keine sichtbaren äußeren Narben. Schiefstehende Anteile der knorpeligen und knöchernen Nasenscheidewand werden entfernt, die Schleimhaut wird anschließend wieder in ihre ursprüngliche Position gebracht und der Schnitt mit resorbierbarem Nahtmaterial verschlossen. Zum Abschluss der Operation werden weiche Nasentamponaden eingelegt, um Blutungen vorzubeugen. Diese werden am ersten Tag nach der Operation schmerzfrei entfernt.
In den ersten Tagen nach dem Eingriff sind die Nasenschleimhäute geschwollen und werden mit einer speziellen Nasensalbe gepflegt. Einige Tage später werden zudem die während der Operation zur Stabilisierung und Narbenprophylaxe eingenähten Silikonschienen entfernt. Darüber hinaus finden regelmäßige Verlaufskontrollen in unseren Praxisräumen statt.
Wichtige Hinweise
Die Ausfallzeit nach einem solchen Eingriff beträgt in der Regel etwa zwei Wochen. Während dieser Zeit sollte auf das Schnäuzen der Nase, starke körperliche Belastungen sowie auf heiße Bäder und Saunabesuche verzichtet werden.
Veränderung der äußeren Nasenform
Die Septorhinoplastik bezeichnet einen operativen Eingriff, bei dem neben der Korrektur der inneren Nasenstrukturen auch Veränderungen an der äußeren Nase vorgenommen werden. Ursache können funktionelle Formstörungen der Nase sein, die mit einer eingeschränkten Nasenatmung einhergehen. Hierzu zählen Spannungshöckernasen, Sattelnasen und Schiefnasen, bei denen eine freie Nasenatmung nicht allein durch eine Korrektur der Nasenscheidewand erreicht werden kann.
Eine weitere Indikation für diesen Eingriff kann der Wunsch nach einer ästhetischen Korrektur der äußeren Nasenform sein. Unabhängig von der Indikation besteht das Ziel der Operation darin, sowohl die Nasenatmung zu verbessern als auch ein harmonisches Erscheinungsbild von Nase und Gesicht entsprechend den Wünschen des Patienten zu erzielen.
Informationen zur Operation
Der Eingriff wird abhängig vom zu erwartenden Operationsumfang ambulant oder stationär und in Vollnarkose durchgeführt. Je nach vorliegendem Befund erfolgt die Operation entweder geschlossen über einen Zugang im rechten Nasenvorhof oder offen über einen kleinen Schnitt im Bereich des Nasenstegs (Columella) mit anschließend vorsichtigem Anheben des Hautmantels.
Während der Operation werden die Strukturen der inneren Nase korrigiert, beispielsweise durch die Begradigung einer verkrümmten Nasenscheidewand und/oder die Verkleinerung der Nasenmuscheln. Darüber hinaus werden kosmetisch störende Merkmale der Nase korrigiert. Dazu gehören die Entfernung eines Nasenhöckers sowie die Begradigung und Verfeinerung der knorpeligen Strukturen der Nasenspitze.
Zum Abschluss der Operation werden Nasentamponaden eingelegt, die am ersten Tag nach dem Eingriff schmerzfrei entfernt werden können. Zusätzlich werden Silikonfolien zum Schutz und zur Schienung der Nasenschleimhäute sowie der Nasenscheidewand eingenäht und ein Gipsverband auf der äußeren Nase angelegt. Die Silikonfolien werden am siebten postoperativen Tag entfernt, die Entfernung des Gipsverbandes erfolgt am vierzehnten postoperativen Tag.
Wichtige Hinweise
Schwellungen und Hämatome (blaue Flecken) im Bereich der Nasenwurzel und des Gesichtes können mehrere Tage nach der Operation bestehen bleiben. Die Nasenschleimhäute müssen in den Wochen nach dem Eingriff mit einer speziellen Nasensalbe gepflegt werden. Darüber hinaus erfolgen regelmäßige Verlaufskontrollen in unseren Praxisräumen.
Die Ausfallzeit nach einem solchen Eingriff beträgt in der Regel etwa zwei Wochen. Während dieser Zeit sollte auf das Schnäuzen der Nase sowie auf starke körperliche Belastungen verzichtet werden. Das Tragen einer Brille ist für zwölf Wochen nicht möglich.
Aufgrund des natürlicherweise sehr langsamen Lymphabflusses kann die Nase nach der Operation noch bis zu 18 Monate geschwollen bleiben. Das endgültige Ergebnis des Eingriffs kann daher erst nach diesem Zeitraum abschließend beurteilt werden.
Informationen zur Operation
Die Mikrolaryngoskopie ist ein spezielles Untersuchungs- und Operationsverfahren des Kehlkopfes unter mikroskopischer Sicht. Sie kommt bei Heiserkeit, Veränderungen der Stimmbänder oder gutartigen Wucherungen zum Einsatz.
Über ein spezielles Rohr wird der Kehlkopf dargestellt, wodurch auch feinste Strukturen sichtbar werden. Auffällige Veränderungen können präzise entfernt oder durch eine Gewebeentnahme (Biopsie) untersucht werden. Ziel des Eingriffs ist die Wiederherstellung einer möglichst normalen Stimmfunktion.
Wichtige Hinweise
Nach dem Eingriff wird eine vollständige Stimmruhe für zwei Tage sowie eine anschließende Stimmschonung für eine Woche empfohlen.
Hautveränderungen
Die Entfernung von Hautveränderungen erfolgt operativ unter mikroskopischer Sicht. In den meisten Fällen können diese Veränderungen im Rahmen einer kurzen Lokalanästhesie erfolgreich entfernt werden. Das entnommene Gewebe wird feingeweblich untersucht.
Je nach Größe und Lokalisation wird der entstehende Defekt direkt verschlossen oder mittels plastisch-chirurgischer Techniken gedeckt, um ein ästhetisch möglichst unauffälliges Ergebnis zu erzielen. Neben dem klassischen HNO-Bereich bieten wir auch die Entfernung von Hautveränderungen außerhalb der Kopf-Hals-Gesichts-Region an.
Wichtig nach Hautnaht
Wenn möglich sollte die Wunde bis zum Fadenzug vor Wasser geschützt werden. Die Nähte werden mit kleinen braunen Haftpflastern stabilisiert, die bis zum Fadenzug belassen werden. Die weißen größeren Hautpflaster können alle zwei Tage gewechselt werden.
Grundsätzlich sollte für zehn Tage auf Sport (einschließlich Sauna) verzichtet werden. Außerdem wird auch nach Abheilung ein konsequenter Sonnenschutz empfohlen
Blepharoplastik
Die Blepharoplastik ist eine Lidstraffung, bei der überschüssige Haut und gegebenenfalls Fettgewebe entfernt werden. Sie wird bei sogenannten Schlupflidern durchgeführt. Neben dem Wunsch nach einer ästhetischen Veränderung und einem wacheren Erscheinungsbild kann auch eine Einschränkung des Gesichtsfeldes durch überschüssige Haut eine medizinische Indikation für diesen Eingriff darstellen.
In der Regel kann der Eingriff ambulant und in Lokalanästhesie erfolgen. Über einen feinen und präzisen Schnitt in der natürlichen Hautfalte des Oberlids wird überschüssige Haut entfernt. Abschließend erfolgt eine sehr feine Naht mit Seidenmaterial, sodass Narben kaum sichtbar sind. Die Fäden werden am siebten postoperativen Tag entfernt.
Vergrößerte Lymphknoten
Lymphknoten sind Wächterstationen des Körpers und erfüllen wichtige Funktionen im Immunsystem. Sie reagieren auf Infektionen sowie auf Tumorerkrankungen. Bei anhaltenden Lymphknotenschwellungen, die sich weder durch entsprechende Blutuntersuchungen erklären lassen noch unter einem Antibiotikatherapieversuch zurückgehen, ist eine operative Entfernung zur Abklärung der Ursache zu erwägen.
Im Vorfeld ist eine sorgfältige Untersuchung der Schleimhaut des Kopf-Hals-Bereiches zwingend erforderlich. Zusätzlich ist eine Bildgebung notwendig, um den bestmöglich zugänglichen Lymphknoten zu identifizieren. Der Eingriff erfolgt über einen kleinen Hautschnitt am Hals. Der Lymphknoten wird vollständig entnommen und zur feingeweblichen Untersuchung an die Pathologie gesendet. Die Operation wird in Vollnarkose durchgeführt und kann ambulant oder stationär erfolgen.
Da der Hautschnitt in einer natürlichen Hautfalte liegt und mit feinem Nahtmaterial verschlossen wird, ist in der Regel nicht mit einer auffälligen Narbenbildung zu rechnen.
Halszysten
Halszysten sind angeborene Fehlbildungen und stellen Reste der Embryonalentwicklung dar. In seltenen Fällen können diese Strukturen in Form von zystischen Gängen bestehen bleiben und sich über kleine Schleimhautöffnungen infizieren. Häufig stellt die Gaumenmandel die Eintrittspforte dar. Man spricht hierbei von lateralen Halszysten, wobei „lateral“ seitlich bedeutet.
Mediane Halszysten, also in der Mittellinie gelegene Zysten, sind Überbleibsel der Wanderung der Schilddrüse aus dem Bereich der Zungenwurzel in den vorderen Hals während der Embryonalentwicklung. Auch diese können sich entzünden. Der Goldstandard bei symptomatischen Halszysten ist die chirurgische Entfernung.
Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose und kann ambulant oder stationär durchgeführt werden. Da der Schnitt in einer Hautfalte liegt und mit feinem Nahtmaterial verschlossen wird, ist in der Regel nicht mit einer auffälligen Narbenbildung zu rechnen.
Wichtige Hinweise
Das Fäden ziehen erfolgt in der Regel sieben bis zehn Tage nach der Operation. Je nach Befund werden zudem sonographische Verlaufskontrollen durchgeführt. Eine körperliche Schonung für etwa 14 Tage wird empfohlen.
Die Unterkieferspeicheldrüsen (Glandula submandibularis) liegen paarig unterhalb des Unterkiefers. Der Speichelausführungsgang dieser Drüsen verläuft entlang des Mundbodens und endet beidseits hinter der vorderen unteren Zahnreihe. Bei chronischen oder anhaltenden Entzündungen, Speichelsteinen oder anderen krankhaften Veränderungen der Unterkieferspeicheldrüse kann eine Entfernung erforderlich sein. Ziel der Submandibulektomie ist die dauerhafte Beseitigung der Beschwerden.
Informationen zur Operation
Die Operation wird in Vollnarkose durchgeführt und erfolgt in der Regel stationär. Der Eingriff erfolgt über einen kleinen Schnitt unterhalb des Unterkiefers. Dabei werden umliegende Nerven und Gefäße geschont und die Drüse vollständig entfernt.
Da der Hautschnitt in einer natürlichen Hautfalte verläuft und mit feinem Nahtmaterial verschlossen wird, ist in der Regel nicht mit einer auffälligen Narbenbildung zu rechnen.
Wichtige Hinweise
Der Fadenzug erfolgt in der Regel sieben bis zehn Tage nach der Operation. Je nach Befund werden zudem sonographische Verlaufskontrollen durchgeführt.
Eine körperliche Schonung für etwa 14 Tage wird empfohlen.
Im Rahmen von Infekten der oberen Atemwege gehört ein Druckgefühl auf den Ohren zu den regelmäßig auftretenden Symptomen. Dieses Gefühl entsteht durch eine infektbedingte Blockade des Eingangs der Eustachischen Röhre am hinteren Ende der Nasenhaupthöhle und wird als Tubenbelüftungsstörung bezeichnet. Im Normalfall erfolgt über die Eustachische Röhre (auch Ohrtrompete oder Tuba auditiva genannt) der Druckausgleich zwischen Ohr und Nase, welcher aktiv durch das sogenannte Valsalva-Manöver oder passiv durch Kauen und Gähnen erfolgen kann. Nach Abklingen der Infektion weitet sich in der Regel auch wieder der Tubeneingang und die Belüftung funktioniert wieder – das Druckgefühl lässt nach. Aufgrund von anatomischen Varianten oder häufigen Mittelohrentzündungen kann es aber auch zu einem permanenten Druckgefühl kommen, welches dann häufig zu einem erhöhten Leidensdruck führt. Wenn konservative Maßnahmen, wie abschwellende Nasentropfen oder die kontinuierliche Anwendung des Valsalva Manövers, keine Besserung bringen, kann die Durchführung einer Tubenballondilatation Linderung verschaffen.
Die Tubenballondilatation stellt eine neuere Behandlungsmethode der Tubenbelüftungsstörung dar. Unter Vollnarkose wird endoskopisch kontrolliert ein Ballonkatheter transnasal in die Eustachische Röhre eingeführt und dort für wenige Minuten hydraulisch aufgepumpt. Dadurch werden die Schleimhaut und der Knorpel der Eustachischen Röhre dilatiert. Dies führt somit zu einer Besserung der Luftpassage und zu einer Reduktion des Biofilms, welcher insbesondere nach Infekten die Passage durch die Tube behindern kann. Die Vorteile des Eingriffs sind das minimalinvasive Vorgehen und die geringe Komplikationsrate. Zudem konnte in Studien eine Verminderung der Symptome im Langzeitverlauf von bis zu 80% gezeigt werden.
Welcher Patient kommt für eine Tubenballondilatation infrage?
Patienten, die an immer wiederkehrenden oder dauerhaften Druckgefühlen auf den Ohren und somit an einer chronischen Belüftungsstörung des Mittelohres leiden, können von einer Tubenballondilatation profitieren. Häufig spielen auch anatomische Pathologien der Nasenhaupthöhe eine entscheidende Rolle, sodass der Eingriff in diesen Fällen mit einer Begradigung der Nasenscheidewand und/oder einer Nasennebenhöhlenoperation kombiniert wird.
Ablauf in der Klinik/Praxis
Patienten, die sich mit o.g. Symptomen in unserer Praxis vorstellen erhalten zunächst eine erweiterte Hörtestung zum Ausschluss möglicher Differentialdiagnosen im Bereich der Ohren. Zudem erfolgt eine ausgiebige endoskopische Untersuchung der Nase um eine mögliche Ursache der Belüftungsstörung feststellen zu können. In der Regel wird anschließend ein konservativer Therapieversuch durchgeführt. Bei ausbleibender Besserung wird die Tubenballondilatation mit dem Patienten besprochen und der individuelle Therapieerfolg erörtert.
Trommelfellloch
Trommelfellperforationen (Löcher im Trommelfell) können durch Verletzungen oder Entzündungen, beispielsweise akute oder chronische Mittelohrentzündungen, verursacht werden. In der Regel heilen Trommelfellperforationen innerhalb weniger Tage von selbst ab. In seltenen Fällen kann die Perforation jedoch bestehen bleiben, wodurch eine Verbindung zwischen dem Mittelohr und der Außenwelt entsteht.
Dadurch erhöht sich das Risiko für Mittelohrentzündungen, die Entwicklung einer chronischen Mittelohrentzündung sowie für eine gestörte Schallübertragung (Schallleitungsstörung). Auch Aktivitäten wie Wassersport oder Badeurlaube können hierdurch eingeschränkt sein. Zur Behebung eines solchen Defekts kann ein chirurgischer Verschluss des Trommelfells durchgeführt werden (Tympanoplastik Typ 1). Zur Vorbereitung des Eingriffs erfolgt in unserer Praxis eine Untersuchung des Hörvermögens.
Informationen zur Operation
Die Operation wird in Vollnarkose ambulant oder stationär durchgeführt. Der Eingriff erfolgt durch den Gehörgang (enaural), sodass keine sichtbaren Hautschnitte zurückbleiben. Zur Deckung des Trommelfelldefekts wird ein Stück Knorpel von der Rückseite der Ohrmuschel entnommen, ohne dass dabei eine sichtbare Narbe mit kosmetischer Relevanz entsteht. Dieses Knorpeltransplantat wird vorsichtig unter den Defekt eingebracht.
Anschließend erfolgt die Schienung der Rekonstruktion. Das hierfür verwendete Material verbleibt für 14 Tage im Gehörgang und wird anschließend in unseren Praxisräumen entfernt. Ziel der Operation ist der sichere chirurgische Verschluss des Trommelfells sowie die Verbesserung der Schallleitung.
Wichtige Hinweise
Auf Flugreisen sowie auf Schwimmen und Tauchen sollte nach dem Eingriff für mindestens drei Wochen verzichtet werden. Darüber hinaus gilt nach der Operation ein Schnäuzverbot von 21 Tagen.
Chronische Mittelohrentzündung / Cholesteatom
Bei einem Cholesteatom handelt es sich um eine chronische Knocheneiterung, die sowohl die Strukturen des Mittelohrs als auch angrenzende Bereiche wie den Gesichtsnerv, die Schädelbasis oder das Innenohr schädigen kann. Typische Begleitsymptome sind Ausfluss aus dem Ohr (Otorrhoe), Ohrenschmerzen (Otalgie), Tinnitus oder Schwindel.
Bei der Diagnose eines Cholesteatoms stellt eine sanierende Ohroperation im Sinne einer Tympanoplastik die Standardtherapie dar. Ziel des Eingriffs ist die vollständige Entfernung des Cholesteatoms unter Erhalt beziehungsweise Sicherung des Hörvermögens.
Informationen zur Operation
Die Operation wird in Vollnarkose durchgeführt und erfolgt entweder durch den Gehörgang oder über einen kleinen Schnitt hinter dem Ohr. In ausgedehnten Fällen kann es erforderlich sein, das Felsenbein zu eröffnen (Mastoidektomie). Die Entscheidung hierüber wird im Vorfeld anhand einer Bildgebung getroffen, beispielsweise mittels DVT in unserer Praxis.
Unter Umständen müssen durch das Cholesteatom verursachte Trommelfelldefekte mit körpereigenem Gewebe, beispielsweise Ohrknorpel, rekonstruiert werden. Zerstörte Gehörknöchelchen können gegebenenfalls durch Prothesen ersetzt werden.
Zum Abschluss der Operation erfolgt die Schienung des Gehörgangs. Das hierfür verwendete Material verbleibt für 14 Tage im Gehörgang und wird anschließend in unseren Praxisräumen entfernt.
Wichtige Hinweise
Auf Flugreisen sowie auf Schwimmen und Tauchen sollte nach dem Eingriff für mindestens drei Wochen verzichtet werden. Darüber hinaus gilt nach der Operation ein Schnäuzverbot von 21 Tagen.
Regelmäßige HNO-ärztliche Verlaufskontrollen sind zwingend erforderlich.
Otosklerose
Bei Hörstörungen kann ein Hörtest Hinweise auf die zugrunde liegende Ursache liefern. Dabei wird zwischen Schallleitungsstörungen, die den schallleitenden Anteil des Ohres betreffen (Gehörgang, Trommelfell und Gehörknöchelchenkette), und Schallempfindungsstörungen unterschieden, die die sensorischen Strukturen des Hörorgans betreffen (Hörschnecke, Hörnerv, Hirnstamm und Hörrinde). Ein Hörtest kann dabei Aufschluss darüber geben, welche Strukturen betroffen sind.
Neben Trommelfelldefekten kann bei Schallleitungsstörungen auch eine Versteifung der Gehörknöchelchen des Mittelohres (Otosklerose) ursächlich sein. Die Gehörknöchelchen stellen die kleinsten Knochen und Gelenke des menschlichen Körpers dar. Die genaue Ursache der Otosklerose ist bislang nicht abschließend geklärt und weiterhin Gegenstand der Forschung. Hormonelle Veränderungen, beispielsweise während einer Schwangerschaft oder in der Menopause, können die Entstehung oder das Fortschreiten dieser Erkrankung begünstigen. Frauen sind häufiger betroffen als Männer.
Bei einer Otosklerose besteht die Möglichkeit, die veränderten Gehörknöchelchen operativ durch kleine Titanprothesen zu ersetzen (Stapesplastik). Ziel des Eingriffs ist die Verbesserung der Schallleitung und damit des Hörvermögens.
Informationen zur Operation
Die Operation wird in Vollnarkose durchgeführt und erfolgt durch den Gehörgang. Unter dem Operationsmikroskop werden die betroffenen Gehörknöchelchen präzise und schonend ersetzt, um eine ausreichende Schallleitung wiederherzustellen.
Zum Abschluss der Operation erfolgt die Schienung des Gehörgangs. Das hierfür verwendete Material verbleibt für zehn Tage im Gehörgang und wird anschließend in unseren Praxisräumen entfernt. Darüber hinaus erfolgt eine Kontrolle des Hörvermögens.
Wichtige Hinweise
Auf Flugreisen sowie auf Schwimmen und Tauchen sollte nach dem Eingriff für mindestens drei Wochen verzichtet werden. Darüber hinaus gilt nach der Operation ein Schnäuzverbot von 21 Tagen.
Die Ohrspeicheldrüsen (Glandula parotidea) liegen beidseits im Bereich der Kieferwinkel und sind an der Speichelproduktion beteiligt. In seltenen Fällen können krankhafte Veränderungen der Ohrspeicheldrüsen auftreten. Ziel der Operation ist die vollständige Entfernung des veränderten Gewebes unter Schonung des Gesichtsnervs.
Informationen zur Operation
Die Operation wird in Vollnarkose durchgeführt und erfolgt in der Regel stationär. Dabei wird zwischen einer lateralen Parotidektomie, bei der der oberflächliche Anteil der Ohrspeicheldrüse entfernt wird, und einer totalen Parotidektomie unterschieden, bei der die gesamte Drüse entfernt wird.
Der Gesichtsnerv, der durch die Ohrspeicheldrüse verläuft, wird während der Operation sorgfältig dargestellt und geschont. Zur zusätzlichen Absicherung erfolgt der Eingriff unter Einsatz eines Nervenmonitorings.
Das entfernte Gewebe wird zur histologischen Untersuchung an ein pathologisches Institut übersandt. Da der Hautschnitt in einer natürlichen Hautfalte verläuft und mit feinem Nahtmaterial verschlossen wird, ist in der Regel nicht mit einer auffälligen Narbenbildung zu rechnen.
Wichtige Hinweise
Der Fadenzug erfolgt in der Regel sieben bis zehn Tage nach der Operation. Je nach Befund werden darüber hinaus sonographische Verlaufskontrollen durchgeführt.
Eine körperliche Schonung für einen Zeitraum von 14 Tagen wird empfohlen.
Abstehende Ohren
Die Anthelixplastik dient der Korrektur abstehender Ohren. Ziel des Eingriffs ist eine natürlich wirkende Form und Position der Ohrmuscheln.
Informationen zur Operation
Der Eingriff erfolgt über einen Schnitt hinter dem Ohr, sodass keine sichtbaren Narben zurückbleiben. Dabei wird der Ohrknorpel neu geformt und stabilisiert. Die Operation kann sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen durchgeführt werden. Das erzielte Ergebnis ist dauerhaft.
Grundsätzlich kann der Eingriff sowohl in Vollnarkose als auch in örtlicher Betäubung erfolgen.
Wichtige Hinweise
Nach der Operation muss für 14 Tage ein Ohrverband getragen werden. Anschließend sollten die Ohren für weitere sechs Wochen nachts durch das Tragen eines Stirnbandes geschützt werden.
Dr. med.
Laura Ludwig
Facharzt für Hals-Nasen- und Ohrenheilkunde
Prof. Dr. med.
Simon Preuss
Facharzt für Hals-Nasen- und Ohrenheilkunde und Plastische und Ästhetische Operationen
PD Dr. med.
David Schwarz
Facharzt für Hals-Nasen- und Ohrenheilkunde
Dr. med.
Alexander Speck
Facharzt für Hals-Nasen- und Ohrenheilkunde




