Behandlung einer Sprunggelenksarthrose. Erfahren Sie hier näheres über
Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und Rehabilitation.

 

Das Sprunggelenk ist das Verbindungsglied zwischen Unterschenkel und Fuß und insofern erheblichen Belastungen ausgesetzt. Unsere Münchener Fußspezialisten der ATOS Klinik Starmed kümmern sich mit modernsten Verfahren um die Probleme des Sprunggelenkes!

Das Sprunggelenk kann grob in ein oberes und ein unteres unterteilt werden. Das obere Sprunggelenk wird gebildet zwischen dem Unterschenkel mit dem Schien- und Wadenbein und dem Sprungbein (Talus). Hier finden vor allem die Fußhebung und -senkung statt. Stabilisiert und gesichert wird das Sprunggelenk dabei von einem kräftigen Kapsel-Band-Apparat. Verletzungen des oberen Sprunggelenks sind häufig. Das klassische Umknicken passiert in der Regel genau an dieser Lokalisation und geschieht in Deutschland über 8000-mal pro Tag. Ein nicht unerheblicher Anteil an betroffenen Patienten knickt häufiger um und kann sich im Zuge dessen einen dauerhaften Bandschaden mit Instabilität oder sogar eine Fraktur zuziehen. Manchmal reicht ein Unfall aus und es kann sich ein Knorpelschaden entwickeln, welcher am Ende die Entstehung einer Arthrose begünstigen kann.  

Die klassische Sprunggelenksarthrose zeigt häufig einen stadienhaften Verlauf. Zunächst kommt es zu Beginn der Bewegung oder Aktivität zu Schmerzen im Bereich des Gelenks (Anlaufschmerz). Hat sich das Gelenk dann eingelaufen, so verschwindet dieser Schmerz wieder. Die Gehstrecke ist meist nicht eingeschränkt und die Beweglichkeit des Gelenkes noch gut. Im Verlauf jedoch entsteht mit Zunahme der Belastung auch ein Schmerz (Belastungsschmerz) und betroffenen Patienten sind gezwungen die Aktivitäten mehr und mehr einzuschränken. Die Beweglichkeit des Gelenkes nimmt hier auch meistens ab. Schließlich werden die Schmerzen immer schlimmer und auch häufiger (Dauerschmerz). In diesem Stadium wird auch die Beweglichkeit immer geringer, da jegliche Bewegung des Gelenkes Schmerzen verursacht. Im Zuge dieser Symptomatik kommt es meist auch zu einer Veränderung des Gangbildes und manchmal sogar zu einer Deformierung des Gelenkes, welche von außen zu sehen ist. 

Bei Verdacht auf Sprunggelenksarthrose erfolgt neben der gezielten Anamnese und klinischen Untersuchung eine Röntgendiagnostik. Hier zeigen sich die typischen Veränderungen meist eindeutig: Verschmälerung des Gelenkspaltes, Knochenaufweichungen im Bereich des Gelenks (Osteolysen oder Geröllzysten), knöcherne Anbauten (Osteophyten) und Gelenkdeformierungen. Zeigen sich im Röntgenbild diese Zeichen nicht eindeutig, so kann ein Frühstadium vorliegen, wo mit einer Kernspintomographie (MRT) die Schäden sehr genau dargestellt werden können. 

Durch die konservative Therapie kann versucht werden die Symptomatik zu reduzieren, ein Aufhalten der Arthrose ist aber nicht möglich. Zur Verfügung stehen: Schmerztherapie, Physiotherapie, Schuheinlagen und -zurichtung, lokale Injektionen (z.B. mit Hyaluronsäure).

Schmerztherapie

Die Schmerztherapie basiert meist auf entzündungshemmenden Medikamenten (z.B. Ibuprofen, Diclofenac). Hierbei kommt es häufig zu „Wunderheilungen“, da das Gelenk meist völlig schmerzfrei wird. Die Wirkung ist jedoch von kurzer Dauer und die Nebenwirkungen der Medikamente sind zu beachten. 

Physiotherapie

Die Physiotherapie kann durch verschiedenste Techniken die Weichteile um das Gelenk positiv beeinflussen. Diese Strukturen sind nämlich bei der Arthrose oft verändert und verursachen neben den Schmerzen vonseiten des Gelenkschadens zusätzlich Beschwerden. 

Schuheinlagen und Schuhzurichtung

Maßgefertigte Einlagen können mit einer Fersenweichbettung eine gewisse Stoßdämpferfunktion erzeugen und so den Druck im Gelenk reduzieren. An den Schuh selbst kann eine Abrollhilfe gesetzt werden, wodurch ungünstige und schmerzhafte Gelenkstellungen vermieden werden und das Gehen erleichtert wird.

Lokale Injektionen

Injektionen in das Gelenk haben den großen Vorteil, dass sie am Ort des Geschehens wirken können. Dies erhöht die lokale Wirksamkeit von Substanzen und mindert Nebenwirkungen fernab der Injektion. Die am meisten genutzten Wirkstoffe sind hierbei Kortison, Hyaluronsäure und Eigenblut. 

Wenn die konservative Therapie nicht mehr den gewünschten Erfolg bringt, kann durch operative Behandlungsmethoden der Befund verbessert werden. Hier eine Auswahl der gängigen Operationstechniken in der ATOS Starmed Klinik München:

Arthroskopie des oberen Sprunggelenkes

Durch diese minimal-invasive Technik können instabilen Knorpelanteile und Verwachsungen entfernt werden. Zudem werden häufig Knochenauswüchse abgetragen, wodurch Einklemmungen verhindert werden. Durch eine sog. Mikrofrakturierung kann eine Bildung von Ersatzknorpelgewebe gewährleistet werden.

Umstellungsosteotomien des oberen Sprunggelenkes

Bei Fehlstellungen oder dem einseitigen Verschleiß des oberen Sprunggelenks kann das Gelenk durch eine Umstellungsosteotomie erhalten werden. Hierbei wird der Unterschenkel durchtrennt und neu orientiert, sodass gesunde Knorpelanteile mehr und geschädigte weniger belastet werden. 

Künstliches Gelenk (Endoprothese) oder Versteifung (Arthrodese)

Bei fortgeschrittener Sprunggelenksarthrose kann das Gelenk versteift oder ersetzt werden. Beide Verfahren sind gängige Methoden mit sehr guten Erfolgen, haben jedoch gewisse Vor- und Nachteile. Die wesentlichen Vorteile der Endoprothese sind die schnellere Rehabilitation, da eine Teilbelastung nur bis zur Wundheilung nötig ist und der Erhalt der Beweglichkeit. Nachteilig ist, dass die Prothese sich lockern oder infizieren kann, Komplikationen die insgesamt sehr selten sind. Vorteile der Versteifung sind die hohe Belastbarkeit und die Tatsache, dass nach Heilung kein Folgeeingriff mehr nötig ist. Wesentliche Nachteile sind der Verlust der Beweglichkeit in einem wichtigen Gelenk und die vermehrte Belastung der Nachbargelenke, welche im Verlauf selbst eine Überlastungsarthrose entwickeln können. Es gilt individuell mit dem Patienten die Vor- und Nachteile der Verfahren zu diskutieren, um die beste Entscheidung zu treffen. Hier beraten Sie unsere Fußspezialisten gerne! 

Die Nachbehandlung wird der entsprechenden Operationstechnik angepasst. In aller Regel ist eine Heilung nach 8 bis 12 Wochen eingetreten und die Belastbarkeit wieder hergestellt.

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