Krankheitsbild Kreuzbandriss

Kreuzbandverletzungen treten häufig bei Sportunfällen des Kniegelenkes auf.
Erfahren Sie hier näheres über Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und Rehabilitation.

 

Bei Sportunfällen des Kniegelenks treten häufig Risse des Kreuzbandes und andere Kreuzbandverletzungen auf. Leider kann dies auch bei kleineren Traumata passieren. Unsere Stuttgarter Kreuzbandspezialisten werden daher eine ausführliche Diagnose als Grundlage der weiteren Behandlung durchführen. Die Kreuzbandverletzung ist sehr schmerzhaft und kann schwerwiegende indirekte Schäden verursachen. Daher sollte dieses Krankheitsbild professionell behandelt werden, damit die Stabilität des Kreuzbandes widerhergestellt werden kann. Sportärzte der ATOS Klinik Stuttgart sind auf Kreuzbandverletzungen spezialisiert und verfügen über internationale Erfahrung.

Das Kreuzband bildet zusammen mit dem äußeren und dem inneren Band die Bandvorrichtung des Kniegelenks. Ihr Name stammt von ihrer Kreuzung in der Mitte des Kniegelenks. Sie bestehen aus dichten Fasern, die durch parallele Faserbündel gebildet werden. Die Seitenbänder und Kreuzbänder halten die Kniegelenke zusammen und sorgen für Gelenkstabilität während des Trainings. Wenn das Kreuzband beschädigt ist, ist der Rollmechanismus im Knie gestört und die Reibung aufgrund von Knorpel- und Meniskusschäden erhöht.

Die Kreuzbandverletzung tritt auf, wenn das Knie unwillkürlich gebeugt, heftig gedehnt und in eine X-Bein-Haltung gezwungen oder nach außen gebogen wird. Vordere Kreuzbänder tragen normalerweise mehr Gewicht, was erklärt, warum hier Kreuzbandrisse und andere Verletzungen häufiger auftreten. Je nach Verletzungsgrad sollten verschiedene Arten des Kreuzbandrisses, des Kreuzbandanrisses, der Dehnung des Kreuzbandes usw. unterschieden werden! Das alpine Skifahren birgt ein hohes Risiko, insbesondere beim Slalom, bei Fußball- oder Eishockeyspielen und bei der Landung beim Springen oder Stolpern. Das hintere Kreuzband reißt normalerweise nur, wenn es extremer Gewalt ausgesetzt ist (z. B. bei einem Verkehrsunfall). Je nach Ausmaß der Gewalt kommt es zu Begleitverletzungen. Dies können Bänderrisse oder Schäden am Meniskus und Knorpel sein. Chronische Instabilität endet normalerweise mit Gonarthrose.

Im Falle einer akuten Verletzung des vorderen Kreuzbandes klagen die Patienten über Blutergüsse, die Schmerzen und Kompression des Kniegelenks verursachen. Patienten werden in der Regel schnell auf die Verletzung aufgrund von Knieschmerzen, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen sowie Stabilitätsverlust aufmerksam. Auf lange Sicht zeigen Kreuzbandrisse auch subjektive Unsicherheiten im betroffenen Knie, was es unmöglich macht, regelmäßige Aktivitäten fortzusetzen. Patienten sagen oft: "Ich kann mich nicht mehr auf meine Knie verlassen." Aufgrund von Änderungen in der Biomechanik führt diese Instabilität dazu, dass die innere Struktur des Knies eine unphysiologische Belastung trägt, so dass sie früher oder später sekundäre Schäden verursacht (Meniskusläsionen / Knorpelläsionen).

Röntgenaufnahmen zeigen häufig nur die Knochenstruktur des Kniegelenks und gewisse, knöcherne Bandrisse. Ein Bild des Knies (Stressbild im speziellen Haltegerät) kann die Bandfunktion überprüfen. Magnetresonanztomographie (MRT) -Schichtbilder sind ideal, da sie alle Weichteile im Knie sichtbar machen können. Der Riss des Kreuzbandes ist ebenso deutlich erkennbar wie die damit verbundene Verletzung. Bei einer minimal invasiven Untersuchung (Arthroskopie) kann der Arzt mit einem endoskopischen Instrument das Knie von innen untersuchen und gegebenenfalls gleichzeitig einen chirurgischen Eingriff durchführen.

Ein gerissenes Kreuzband kann auch konservativ behandelt werden. Konservativ bedeutet, dass zunächst mit Hilfe einer speziellen Physiotherapie und Hilfsmethoden wie Bandagen oder Orthesen die Stabilität des Knies vollständig wiederhergestellt werden kann. Patienten verringern dabei die alltäglich körperliche Aktivität. Beschwerden bei Kreuzbandverletzungen können in der Regel nur über eine gewisse Zeit konservativ behandelt werden, dhäufig ist das Ergebnis jedoch nicht zufriedenstellend. Das Knie benötigt die Stabilität des vorderen Kreuzbandes, insbesondere bei jungen Patienten, Teenagern und Sportlern. Abhängig von den Bedürfnissen und dem Alter des Patienten sind daher Indikationen für die Verwendung eines Kreuzbandersatzes nützlich.

Die Kreuzbandoperation wird arthroskopisch und minimal invasiv durchgeführt. Bei der chirurgischen Behandlung kann das gerissene Kreuzband zur Heilung angeregt und somit erhalten werden, oder es kann durch eine endogene Sehne ersetzt werden. Unsere Ärzte beherrschen die gesamte Kreuzbandchirurgie, von Kindernknien mit offenen Wachstumsgelenken bis hin zu Freizeit- und Leistungssportlern (wie professionellen Fußballspielern). Jeder Patient erhält einen idealen Kreuzbandersatz (Kniebeuge-, Patella-, Quadrizepssehne). Sobald das Knie abgeschwollen ist und sich wieder bewegen lässt, wird der plastische Ersatz des Kreuzbandes in ausreichend zeitlichem Abstand zum Unfall durchgeführt, so dass das Risiko einer "Arthrofibrose" nicht mehr besteht. Eine Kreuzbandoperation dauert normalerweise weniger als 1 Stunde.

Nach einer Kreuzbandoperation empfehlen wir eine 14-tägige Teilbelastung. Anschließend kann die Belastung entsprechend dem Schmerz erhöht werden. Eine Knieorthese sollte während der Rehabilitation sechs Wochen lang getragen werden. Es wird empfohlen, eine Thromboseprophylaxe durchzuführen – solange bis das Gangbild wieder stabil ist. Nach der Entlassung sollten Sie eine ambulante Physiotherapie durchführen. In den ersten Wochen liegt der Schwerpunkt der Behandlung auf Maßnahmen zur Verringerung der Schwellung und zur Erhöhung der Mobilität. Ab Woche 7 steigert sich die Intensität mit Muskelaufbau- und  Koordinationstraining.

Normalerweise kann in der zweiten Woche nach der Operation bereits wieder auf dem Ergometer trainiert werden. Das Kniegelenk ist häufig bereits gut beweglich. Ab Woche 6  kann geschwommen und ab Woche 12 gejoggt werden. Hierzu ist jedoch eine vorbereitende Schulung notwendig. Etwa 8 Monate nach der Operation können Kontaktsportarten wie Fußball und Basketball durchgeführt werden.

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