KONTAKT

+49 (0) 892 040 000
info-muc[at]atos.de

zum Kontaktformular

DOCTOLIB Terminbuchung

Öffnungszeiten:
Mo - So: 10.00 - 21.00 Uhr
Telefonzeiten:
Mo -Fr: 08.00 - 18.00 Uhr

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

Ihr Wirbelsäulenspezialist in München

In unserem Münchener Rückenzentrum versorgen wir Patienten mit akuten und chronischen Beschwerden der Wirbelsäule. Wir bieten ganzheitliche Therapien und Untersuchungen an. Bei Rückenbeschwerden spielen auch emotionale und soziale Faktoren eine Rolle – diese berücksichtigen wir bei unserem Blick auf die Beschwerden.

Wirbelsäulenspezialisten - Expertise im Mittelpunkt

Für unser Ziel, das körperliche und psychische Befinden unserer Patienten zu steigern, setzen wir uns mit höchster Expertise ein. Ihre Lebensqualität steht dabei an oberster Stelle. Wir fördern in unserer Behandlungsform die eigene Aktivität der Patienten und verstehen und eher als Partner auf dem Weg zu einem gesunden Rücken.

Sollten trotz aller konservativer Behandlungsmethoden Schmerzen und Bewegungseinschränkung die Lebensqualität beeinträchtigen, ist eine Operation oft unumgänglich. Der Einsatz modernster, minimalinvasiver OP-Techniken ermöglicht die erfolgreiche Behandlung des kompletten Spektrums der Wirbelsäulenpathologien bei möglichst kurzen stationären Aufenthalten.

Haben Sie Fragen zur Wirbelsäulenchirurgie? Möchten Sie sich zu einer Wirbelsäulentherapie beraten lassen? Dann setzen Sie sich doch gleich mit unserer Servicedirektion in Verbindung und vereinbaren Sie einen Termin bei unserem Spezialisten. Wir freuen uns auf Sie! 

Behandlung eines Bandscheibenvorfalls (Brustwirbelsäule). Erfahren Sie hier nähers über
Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und Rehabilitation. 

Bandscheiben dienen als Puffer zwischen den Wirbelkörpern und haben die Funktion, Stöße abzudämpfen. Ihr Inneres ist ein weicher und elastischer Gallertkern, welcher von einem harten Faserkern stabilisiert wird. Bekommt der Faserkern Risse und verliert der Gallertkern an Elastizität – beides passiert mit fortschreitendem Alter – steigt die Gefahr eines Bandscheibenvorfalls. Dieser liegt vor, wenn der Gallertkern infolge zu starker Belastung verrutscht und auf den Faserkern drückt bzw. ihn durchbricht.

Mit Abstand am häufigsten tritt ein Bandscheibenvorfall (auch Diskushernie oder Diskusprolaps genannt) im Bereich der Lendenwirbelsäule (LWS) auf, denn diese trägt eine große Last unseres Körpers. In weitaus weniger Fällen ist die Halswirbelsäule (HWS) oder Brustwirbelsäule (BWS) betroffen. Dabei ist nicht nur das Alter ein begünstigender Faktor für einen Bandscheibenvorfall der HWS, BWS, oder LWS, sondern auch Übergewicht, Veranlagung sowie falsche Belastung, zum Beispiel durch zu langes Stehen oder Sitzen oder durch falsches Heben von schweren Lasten. Eine Diskushernie kann somit durchaus auch bei jüngeren Menschen auftreten.

Bandscheibenvorfall an der Brustwirbelsäule (BWS)
Die Brustwirbelsäule (BWS) des Menschen bezeichnet den Abschnitt zwischen Hals- und Lendenwirbelsäule. Zu einem Bandscheibenvorfall im BWS-Bereich kommt es sehr selten. Die Ursachen für Schmerzen im Bereich der Brustwirbelsäule sollten wegen der vielfältigen Möglichkeiten in jedem Fall von einem Arzt untersucht werden. Wenn Erkrankungen der inneren Organe auszuschließen sind, dann liegen die Ursachen meistens im Skelett. Obwohl Bandscheibenvorfälle der Brustwirbelsäule weitaus seltener sind als Bandscheibenvorfälle der Lendenwirbelsäule (LWS)  können sie in ausgeprägten Fällen eine Querschnittsymptomatik entwickeln und mit Problemen bei der Blasen- oder Darmentleerung einhergehen. Neben Verschleißerscheinungen kommen Nervenreizungen durch knöcherne Verletzungen (Frakturen), Blockierungen der Wirbelgelenke oder entzündliche Veränderungen vor.

Rückenschmerzen im Bereich der Brustwirbelsäule treten häufig auf und werden zumeist dumpf zwischen den Schulterblättern verspürt oder ziehen sich gürtelförmig über den Brustkorb. Das betroffene Areal ist zumeist druckempfindlich.

Haltungsfehler erkennt der erfahrene Arzt bereits mit eigenen Augen. Klarheit über innere Schmerzursachen verschafft dagegen meistens der Einsatz bildgebender Diagnostikverfahren, zum Beispiel die Magnetresonanztomografie (MRT). Falls ein Bandscheibenvorfall der Brustwirbelsäule vorliegt, ist dieser in den Schichtaufnahmen klar zu erkennen. Oftmals werden die sogenannten „BWS-Schmerzen“ aber auch als Blockierungen der Zwischenwirbelgelenke oder Rippen-Wirbelgelenke diagnostiziert. Bei älteren Menschen löst eine Minderung der Knochenmasse (Osteoporose) oftmals BWS-Schmerzen aus, die bei stark reduzierter Tragfähigkeit zu Wirbelkörperbrüchen führen kann.

Die erste therapeutische Maßnahme bei einem Bandscheibenvorfall an der Brustwirbelsäule besteht in der Regel in der Linderung der akuten Schmerzen durch Verabreichen von Schmerzmitteln, die zumeist auch mit entzündungshemmenden oder muskelentspannenden Mitteln kombiniert werden. In den meisten Fällen können Verbesserungen der Beschwerden durch physiotherapeutische Therapien erreicht werden. Haltungsfehler können durch Körperübungen korrigiert und Muskeln gezielt gestärkt werden.

Eine Operation bei einem BWS-Bandscheibenvorfall ist eher die Ausnahme und wird zumeist nur durchgeführt, wenn der Bandscheibenvorfall der Brustwirbelsäule auf Nerven oder das Rückenmark drückt oder die Gefahr einer Querschnittslähmung besteht. Bandscheibenvorfälle, die auf Höhe der Wurzel seitlich des Rückenmarks liegen, gehen mit quälenden Schmerzen einher. Diese Bandscheibenvorfälle können minimal-invasiv über einen transforaminären Zugang operiert werden.

Größere Bandscheibenvorfälle, die eine Querschnittssymptomatik mit sich bringen, operiert man über einen seitlichen Zugang zwischen den Rippen. Danach werden die Wirbel ineinander versteift und von hinten miteinander verschraubt. Weil es sich um einen großen Eingriff handelt, wird die OP nur durchgeführt, wenn Querschnittslähmung droht.

Da 90% der Bandscheibenvorfälle nicht operiert werden müssen, ist es oberstes Ziel einer Rehabilitationsmaßnahme, die Schmerzen und neurologischen Beschwerden zum Verschwinden zu bringen. Eine Rehabilitation wird ambulant, teilstationär oder stationär durchgeführt. Dies hängt von der Schwere der Beschwerden ab. Mittel der Wahl bei den Behandlungen sind:

• Bewegungstherapie (Dehnung, Kraft, Ausdauer)
• Schmerztherapie mittels Medikamenten oder Lökalanästhesie (Injektion)
• Psychologische Schmerztherapie zur Entkoppelung von Fehlhaltungen
• Entspannungstherapien
• Rückenschule zur Prävention
• Ergotherapie
• Ernährungsberatung zur Reduktion des Körpergewichts
• Apparative Verfahren (Wärme-, Elektro-, Ultraschallanwendungen)

Im Normalfall werden in 3-4 Wochen gute Erfolge erzielt.

Sollten die Folgeerscheinungen nach 6-8 Wochen weiterhin massiv sein (Schmerzen und Funktionsstörungen und tritt trotz Rehabilitationsmaßnahmen keine zufriedenstellende Besserung ein, könnte einen Operation notwendig sein. Die Reha nach einer OP richtet sich nach der Schwere des Eingriffs. Erfahrungswerte zeigen, dass sich der Patient die ersten 4-6 Wochen nach Entlassung schonen sollte. Zu diesem Zeitpunkt ist nur eine gemäßigte Belastung der Wirbelsäule empfohlen. Erst danach sollte mit einem Reha-Programm durch einen Spezialisten begonnen werden.

Behandlung eines Bandscheibenvorfalls (Halswirbelsäule). Erfahren Sie hier näheres über
Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und Rehabilitation

Bandscheiben dienen als Puffer zwischen den Wirbelkörpern und haben die Funktion, Stöße abzudämpfen. Ihr Inneres ist ein weicher und elastischer Gallertkern, welcher von einem harten Faserkern stabilisiert wird. Bekommt der Faserkern Risse und verliert der Gallertkern an Elastizität – beides passiert mit fortschreitendem Alter – steigt die Gefahr eines Bandscheibenvorfalls. Dieser liegt vor, wenn der Gallertkern infolge zu starker Belastung verrutscht und auf den Faserkern drückt bzw. ihn durchbricht.

Mit Abstand am häufigsten tritt ein Bandscheibenvorfall (auch Diskushernie oder Diskusprolaps genannt) im Bereich der Lendenwirbelsäule (LWS) auf, denn diese trägt eine große Last unseres Körpers. In weitaus weniger Fällen ist die Halswirbelsäule (HWS) betroffen. Dabei ist nicht nur das Alter ein begünstigender Faktor für einen Bandscheibenvorfall der HWS oder LWS, sondern auch Übergewicht, Veranlagung sowie falsche Belastung, zum Beispiel durch zu langes Stehen oder Sitzen oder durch falsches Heben von schweren Lasten. Eine Diskushernie kann somit durchaus auch bei jüngeren Menschen auftreten.

Die Halswirbelsäule bildet den oberen Teil der menschlichen Wirbelsäule und besteht aus sieben Wirbeln. Der Nacken umfasst dazu noch Muskeln, Bänder, Knochen und Gelenke, die allesamt von Nerven durchzogen sind und auf Reizungen oder Schädigungen mit starken Schmerzen reagieren. Die Bandscheiben befinden sich zwischen den Halswirbeln und fungieren durch ihre elastische Beschaffenheit quasi als Stoßdämpfer des Körpers. Sie verlieren mit dem Alter oder durch Fehlbelastungen ihre Elastizität, können bei Überbeanspruchung reißen und der (nicht mehr) „weiche“ Kern kann herausquellen. Der Druck auf die Spinalnerven oder das Rückenmark verursacht starke Schmerzen

Nacken- und Schulterschmerzen, die in die Arme ausstrahlen können, oder Taubheitsgefühl in den Armen oder Händen können Symptome eines Bandscheibenvorfalls der Halswirbelsäule sein. Aber auch Schwindelanfälle, Kopfschmerzen und Tinnitus werden von vielen Betroffenen angegeben. Bei chronischer Rückenmarksschädigung (Myelopathie) treten auch Gangstörungen und andere neurologische Funktionsstörungen auf. Sie sind in jedem Fall ein Zeichen dafür, dass Nerven im Nacken- oder Schulterbereich durch Ursachen gereizt werden. Diese sollten durch Konsultation eines Neurochirurgen untersucht werden.

Unsere Wirbelsäulenspezialisten untersuchen Ihren Nacken genau, lokalisieren das Schmerzzentrum und stellen etwaige Bewegungseinschränkungen fest. Eine gründliche neurologische Untersuchung gehört selbstverständlich auch mit dazu. Röntgenuntersuchungen oder eine Magnetresonanztomografie (MRT) helfen unseren ATOS Spezialisten bei der Diagnosestellung des HWS-Bandscheibenvorfalls.

Die Schmerzen und Beschwerden des Patienten können medikamentös und oftmals auch nichtchirurgisch durch physiotherapeutische Maßnahmen gelindert werden. Liegt der Bandscheibenvorfall in oder an der Wurzeltasche und ist mit starken Schmerzen verbunden, kann eine gezielte radiologische gesteuerte Spritze an die Nervenwurzel (Periradikulärtherapie = PRT) von großem Nutzen sein. Diese kann in der Klinik in Zusammenarbeit mit der Radiologie zuverlässig ambulant angeboten werden.

Schwerpunkt der operativen Therapie bei einem Bandscheibenvorfall an der Halswirbelsäule ist die bewährte mikrochirurgische ventrale Fusion mittels PEEK Cage. Ein „Cage“ ist ein maschinell geformter Platzhalter für den Zwischenwirbelraum, der die geschädigte Bandscheibe ersetzt, nachdem diese mikrochirurgisch entfernt wurde. Dieser Cage stellt die natürliche Höhe des Bandscheibensegments wieder her. PEEK steht als Abkürzung für Poly-Ether-Ether-Keton. Dies ist ein für den Körper gut verträglicher Kunststoff. Der PEEK-Cage hat einen zentralen Hohlraum, der sich nach der Implantation mit körpereigenem Knochenmaterial füllt.

Eine Alternative zur Fusion der Wirbel bei einem HWS-Bandscheibenvorfall ist das Einsetzen einer Bandscheibenprothese gerade bei jüngeren Patienten mit wenigen Verschleißerscheinungen. Durch eine künstliche Bandscheibe wird die Beweglichkeit des betroffenen Segments erhalten. Sie ist wie ein Gelenk konstruiert, dessen Hälften jeweils im benachbarten Wirbel verankert werden. Die meisten Prothesen, je nach Hersteller, bestehen aus einem Kunststoffkern und zwei äußeren Metallplatten, die optimal mit den Knochen verankert werden können: So besteht keine Gefahr einer Lockerung.

Da 90% der Bandscheibenvorfälle nicht operiert werden müssen, ist es oberstes Ziel einer Rehabilitationsmaßnahme, die Schmerzen und neurologischen Beschwerden zum Verschwinden zu bringen. Eine Rehabilitation wird ambulant, teilstationär oder stationär durchgeführt. Dies hängt von der Schwere der Beschwerden ab. Mittel der Wahl bei den Behandlungen sind:

• Bewegungstherapie (Dehnung, Kraft, Ausdauer)
• Schmerztherapie mittels Medikamenten oder Lökalanästhesie (Injektion)
• Psychologische Schmerztherapie zur Entkoppelung von Fehlhaltungen
• Entspannungstherapien
• Rückenschule zur Prävention
• Ergotherapie
• Ernährungsberatung zur Reduktion des Körpergewichts
• Apparative Verfahren (Wärme-, Elektro-, Ultraschallanwendungen)

Im Normalfall werden in 3-4 Wochen gute Erfolge erzielt.

Sollten die Folgeerscheinungen nach 6-8 Wochen weiterhin massiv sein (Schmerzen und Funktionsstörungen und tritt trotz Rehabilitationsmaßnahmen keine zufriedenstellende Besserung ein, könnte einen Operation notwendig sein. Die Reha nach einer OP richtet sich nach der Schwere des Eingriffs. Erfahrungswerte zeigen, dass sich der Patient die ersten 4-6 Wochen nach Entlassung schonen sollte. Zu diesem Zeitpunkt ist nur eine gemäßigte Belastung der Wirbelsäule empfohlen. Erst danach sollte mit einem Reha-Programm durch einen Spezialisten begonnen werden.

Der Bandscheibenvorfall (Lendenwirbelsäule) gilt als häufiges Rückenleiden.
Erfahren Sie hier näheres über Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und Rehabilitation

Bandscheiben dienen als Puffer zwischen den Wirbelkörpern und haben die Funktion, Stöße abzudämpfen. Ihr Inneres ist ein weicher und elastischer Gallertkern, welcher von einem harten Faserkern stabilisiert wird. Bekommt der Faserkern Risse und verliert der Gallertkern an Elastizität – beides passiert mit fortschreitendem Alter – steigt die Gefahr eines Bandscheibenvorfalls. Dieser liegt vor, wenn der Gallertkern infolge zu starker Belastung verrutscht und auf den Faserkern drückt bzw. ihn durchbricht.

Mit Abstand am häufigsten tritt ein Bandscheibenvorfall (auch Diskushernie oder Diskusprolaps genannt) im Bereich der Lendenwirbelsäule (LWS) auf, denn diese trägt eine große Last unseres Körpers. In weitaus weniger Fällen ist die Halswirbelsäule (HWS) betroffen. Dabei ist nicht nur das Alter ein begünstigender Faktor für einen Bandscheibenvorfall der HWS oder LWS, sondern auch Übergewicht, Veranlagung sowie falsche Belastung, zum Beispiel durch zu langes Stehen oder Sitzen oder durch falsches Heben von schweren Lasten. Eine Diskushernie kann somit durchaus auch bei jüngeren Menschen auftreten.

Die Ursachen für einen Bandscheibenvorfall im Bereich der Lendenwirbelsäule sind vielfältig und können auch genetisch bedingt sein. Oftmals werden die Bandscheiben lange vor einem Bandscheibenvorfall geschädigt und es kommt weitgehend unbemerkt zu Flüssigkeitsverlust und Höhenminderung. In vielen Fällen sind abrupte Dreh- oder Beugebewegungen der Auslöser für einen Einriss des Faserrings, die durch Risikofaktoren wie Haltungsfehler bei der Arbeit, aber auch Übergewicht, eine schwache Rückenmuskulatur oder dauerhaft sitzende Tätigkeiten verstärkt werden. Gelegentlich tritt ein Bandscheibenvorfall auch während der Schwangerschaft auf.

Typischerweise treten im betroffenen Bereich starke Schmerzen auf, die in die Beine ausstrahlen können und meistens nach einiger Zeit wieder abklingen. Diese Schmerzen entstehen, wenn eine Bandscheibe durch Überbelastung einreißt oder geschädigt wird. Der verformte äußere Ring der Bandscheibe drückt dann auf die Spinalnerven, was die Schmerzen auslöst. Da jegliche Bewegung sowie Husten und Niesen die Schmerzen verstärken, nehmen die Patienten häufig eine verkrampfte Schonhaltung ein. Die Rückenmuskulatur ist reflexartig verhärtet und blockiert. Alarmsignale sind Taubheitsgefühle oder Kribbeln, verminderte Reflexe, ein plötzliches Einknicken eines Beines, Lähmungserscheinungen oder ungewohnte Kälte- bzw. Wärmeempfindungen in den Beinen. Die Schmerzen sind oftmals nicht genau lokalisierbar und werden von den betroffenen Patienten für Bereiche angezeigt, die sich über 4-5 Wirbel erstrecken. Meistens wird über Schmerzen geklagt, die als „Hexenschuss“ in das Gesäß, das Bein oder sogar bis in einen Fuß ziehen. Patienten können oftmals nicht mehr auf den Fersen oder den Fußspitzen stehen oder gehen.

Unsere Spezialisten erheben zuerst einen klinischen Befund unter besonderer Beachtung der o.a. Zeichen der neurologischen Beeinträchtigung. Für den weiteren Nachweis ist primär eine Röntgendiagnostik, beispielsweise zum Ausschluss eines Wirbelgleitens, notwendig. Anschließend ist eine Magnetresonanztomographie (MRT) indiziert. Diese röntgenstrahlenfreie Diagnostik ermöglicht sicher den Nachweis eines Bandscheibenvorfalls. Bei Bedarf muss ggf. noch eine neurologische Zusatzuntersuchung zur Beurteilung der Nervenleitgeschwindigkeit des betroffenen Segments veranlasst werden.

Die ATOS Kliniken bieten das gesamte Spektrum der gängigen konservativen Behandlungsmaßnahmen bei einem Bandscheibenvorfall in der Lendenwirbelsäule. Es reicht von der Facettengelenkbehandlung mittels Kryo -, Wärme-, oder Lasertherapie der Wirbelgelenke, bis zur Nervenwurzelbehandlung unter 3D- Röntgensicht. Für alle diese Behandlungen verfügen die ATOS Kliniken über ein hochmodernes, technisches Equipment. In der akuten Phase werden entzündungshemmende und oft zentral wirksame Schmerzmedikamente benötigt. Lagerungsmaßnahmen (Stufenbett), Physiotherapie, Manualtherapie und lokale Wärme können Schmerzen lindern. Von diesen Maßnahmen profitieren viele Patienten. Die Symptome bilden sich darunter in acht bis zwölf Wochen zurück.

Kann der für den Bandscheibenvorfall typische Kennmuskel nicht mehr gegen die Schwerkraft bewegt werden (Kraftgrad 3 von 5 oder weniger), besteht eine Indikation zur Operation. In Abhängigkeit von der Dynamik des Kraftverlusts des Muskels besteht sogar eine Notfallsituation, die einen zügigen Eingriff erfordert. Das gleiche gilt für das plötzliche Auftreten der beschriebenen Störungen der Blasen- und Mastdarmkontrolle.

Bandscheibenvorfälle werden minimal invasiv unter Einsatz eines Mikroskops operiert. Heute wird, im Gegensatz zu früheren Techniken, ausschließlich das vorgefallene Material der Bandscheibe entfernt. Dadurch soll so viel Bandscheibengewebe, das eine wichtige Stoßdämpferfunktion hat, wie möglich erhalten bleiben. Die Operation erfolgt in Bauchlage über einen kleinen, circa 3 cm langen Hautschnitt. Der Zugang zum Wirbelkanal erfolgt stabilitätserhaltend zwischen den Wirbelbögen unter Schonung der kleinen Wirbelgelenke. Der Rückenmarksschlauch wird dann vom Bandscheibenvorfall mobilisiert und der Vorfall mit Mikroinstrumenten geborgen. Nach der Operation kann der Patient sofort aufstehen und herumlaufen.

Da 90% der Bandscheibenvorfälle nicht operiert werden müssen, ist es oberstes Ziel einer Rehabilitationsmaßnahme, die Schmerzen und neurologischen Beschwerden zum Verschwinden zu bringen. Eine Rehabilitation wird ambulant, teilstationär oder stationär durchgeführt. Dies hängt von der Schwere der Beschwerden ab. Mittel der Wahl bei den Behandlungen sind:
• Bewegungstherapie (Dehnung, Kraft, Ausdauer)
• Schmerztherapie mittels Medikamenten oder Lökalanästhesie (Injektion)
• Psychologische Schmerztherapie zur Entkoppelung von Fehlhaltungen
• Entspannungstherapien
• Rückenschule zur Prävention
• Ergotherapie
• Ernährungsberatung zur Reduktion des Körpergewichts
• Apparative Verfahren (Wärme-, Elektro-, Ultraschallanwendungen)

Im Normalfall werden in 3-4 Wochen gute Erfolge erzielt.

Sollten die Folgeerscheinungen nach 6-8 Wochen weiterhin massiv sein (Schmerzen und Funktionsstörungen und tritt trotz Rehabilitationsmaßnahmen keine zufriedenstellende Besserung ein, könnte einen Operation notwendig sein. Die Reha nach einer OP richtet sich nach der Schwere des Eingriffs. Erfahrungswerte zeigen, dass sich der Patient die ersten 4-6 Wochen nach Entlassung schonen sollte. Zu diesem Zeitpunkt ist nur eine gemäßigte Belastung der Wirbelsäule empfohlen. Erst danach sollte mit einem Reha-Programm durch einen Spezialisten begonnen werden.

Behandlung einer Spinalkanalstenose. Erfahren Sie hier näheres über
Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und Rehabilitation

Rückenmark und Nerven verlaufen durch den Wirbelsäulenkanal, der auch als Spinalkanal bezeichnet wird. Bei der Spinalkanalstenose handelt es sich um eine Verengung dieses Kanals, wodurch Druck auf Nerven, Rückenmark und Blutgefäße ausgeübt wird. Dies kann Schmerzen und Bewegungseinschränkungen zur Folge haben. Bei dieser Erkrankung helfen gängige konservative Maßnahmen meistens wenig. In den ATOS Kliniken führt ein kompetentes Ärzteteam eine angeratene Operation so schonend wie möglich durch.

Der Wirbelkanal ist eine Art Tunnel, der sich von oben nach unten durch die Wirbelsäule zieht. Er besteht aus Knochen und Bindegewebe und schützt das empfindliche Rückenmark und die Nervenstränge, die durch den Kanal verlaufen. Kommt es zu einer Einengung des Spinalkanals, werden die Nerven eingeschnürt. Betroffen sind meist die Lendenwirbelsäule und die Halswirbelsäule. Die Spinalkanalstenose ist immer voranschreitend und kann vom Körper selbst nicht aufgehalten werden. Das vom Rückenmark und den Spinalnerven benötigte Reservevolumen des knöchernen Wirbelkanals wird zunehmend eingeengt und schließlich aufgebraucht. Die vergrößerten Wirbelgelenke ragen dann in den Spinalkanal hinein und verringern den Raum für die Nervenstrukturen. Oft verdicken sich auch die Bänder, die den Wirbelkanal umgeben und engen ihn zusätzlich ein.

Die Symptome der Wirbelkanalenge der Lendenwirbelsäule fangen meist mit eher unspezifischen Schmerzen im Übergang zwischen Lendenwirbelsäule und dem Becken an. Ein Ziehen in einer oder beiden Gesäßhälften oder auch eine Ausstrahlung der Schmerzen in die Beine kann hinzutreten. Längeres Stehen wird als unangenehm empfunden und vermieden. Oft ist die Gehstrecke beeinträchtigt. Anders als beim Verschleiß der Hüfte (mit Anlaufschmerz) sind aber die ersten Meter problemlos zu bewältigen. Nach kürzerer Distanz treten Schmerzen und teilweise Taubheitsgefühle auf. Es tritt ein Gefühl von Müdigkeit hinzu. Die Patienten suchen nach einer Sitzgelegenheit oder gehen in vorgebeugter Position. Durch diesen automatisierten „Kunstgriff“ erweitern sich indirekt der Wirbelkanal und die Nervenwurzelabgänge. Die Ursache liegt im Auseinandergleiten der an der Wirbelsäulenrückseite liegenden kleinen Wirbelgelenke. Dadurch ist die Bewegung dann wieder kurzzeitig besser bevor die gleichen Beschwerden wieder auftreten. Die Patienten haben in der Regel keine Probleme, auch über längere Strecken, Fahrrad zu fahren. Beim Einkaufen im Supermarkt übernehmen sie häufig den Einkaufswagen und halten sich so in einer entspannten vorgebeugten Position. Hausarbeiten wie Kochen oder Staubsaugen sind hingegen Gift für die Patienten, obgleich sie auch vorgebeugt, aber eben nicht abgestützt sind.

Patienten mit einer Wirbelkanalenge im Bereich der Halswirbelsäule verlieren zunehmend ihre Feinmotorik. Das Greifen und Tragen von Gegenständen ist erschwert. Sie berichten, dass ihnen Gegenstände aus der Hand fallen. Das Auf- und Zuknöpfen von Kleidung fällt schwer. Sie haben Schwierigkeiten, im Dunkeln zu gehen. Plötzliche Umwendbewegungen sind unsicher und bedürfen Ausfallschritte zur Stabilisierung der aufrechten Körperhaltung. Klinisch können, neben den berichteten Symptomen, sowohl im Bereich der Hals- als auch der Lendenwirbelsäule Schwächen der Kennmuskeln oder später der Verlust der Kontrolle über die Blasen- und Darmentleerung auftreten

Die Diagnostik beinhaltet eine konventionelle Röntgendiagnostik, die strahlenarm wichtige statische Informationen über die Ausrichtung der Wirbelsäule im Raum (Balance), die Entwicklung einer verschleißbedingten Skoliose und die Stabilität des Gefüges Wirbelkörper untereinander (Wirbelgleiten) liefert. Weiter ist die Magnetresonanztomographie (MRT) zentraler Bestandteil der Diagnostik. Sie liefert hochauflösende Bilder der knöchernen und weichteiligen Einengung des Wirbelkanals und kann auch an den Hals- und Brustwirbeln eventuelle negative Veränderungen des Rückenmarks selbst (Myelopathie) aufdecken, die immer kurz- oder mittelfristig zu neurologischen Verschlechterungen führen, wenn man nichts dagegen tut. Sollte aufgrund von Herz-, Hirnschrittmachern oder anderen metallischen Implantaten das MRT nicht möglich sein, kann ein Computertomogramm mit Kontrastierung des Rückenmarksschlauchs durchgeführt werden, um die notwendigen Informationen zur Therapieplanung zu erhalten.

Die Therapie kann in frühen Stadien ohne neurologische Defizite konservativ erfolgen. Hier sind krankengymnastische Übungstherapien auf neurophysiologischer Grundlage zur Steigerung der Koordination und Sturzprophylaxe geeignet. Auch Wärmetherapie kann sich günstig auswirken. Von einer manuellen Lymphdrainage profitieren Patienten ebenfalls.

Der Weg zur operativen Therapie ist nicht selten vorgezeichnet, wenn die Einschränkungen zu stark sind oder neurologische Beeinträchtigungen drohen. Man sollte mit operativen Therapien nicht warten, bis das Defizit aufgetreten ist, da nie sicher ist, dass es sich wieder zurückbildet. Operative Therapien sollten immer so minimal-invasiv wie möglich sein. Wichtig für die Planung ist eine geeignete Bildgebung. Wenn ein Wirbelgleiten oder ein deutlicher Verfall der aufrechten Rumpfhaltung (sagittale Imbalance) ausgeschlossen werden können, können die im MRT aufgedeckten Engstellen mikroskopisch gestützt und ohne den Einsatz von Implantaten über kleine Schnitte entfernt werden. Diese Techniken sind auch an der Halswirbelsäule anwendbar, sofern die Enge den Wurzelabgang betrifft.

Bei symptomatischem Wirbelgleiten oder verschleißbedingter Skoliose kann eine zusätzliche Stabilisierung in gleicher Sitzung notwendig werden. Diese werden bei uns präzise mit modernster, computergestützter Navigation eingebracht. Dadurch kann das Risiko von Implantat-Fehllagen fast ausgeschlossen werden. Die Zugänge können so auch minimiert werden. Wir legen Wert darauf, unseren Patienten die maximale Information zur Operation, deren Vorbereitung und auch der anschließenden Rehabilitation zu geben, da wir sicher sind, dass der gut vorbereitete Patient schneller wieder in den häuslichen und den beruflichen Alltag zurückfindet.

Dauer der OP ca. 1 Stunde.

Die Klinik kann nach der OP zumeist nach 3 Tagen wieder verlassen werden. Die Rehabilitationsphase besteht aus einer umfangreichen krankengymnastischen  Behandlung. Mehrmals pro Woche wird ein Physiotherapeut aufgesucht und funktionell aufbauende Übungen durchgeführt. Durch die Übungen wird die Muskulatur aufgebaut, was eine Entlastung der Wirbelsäule zur Folge hat. Ferner soll Fehlhaltungen entgegengewirkt werden.

Behandlung einer Spondylolisthesis. Erfahren Sie hier näheres über
Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und Rehabilitation

Das Wirbelgleiten, im Fachjargon als Spondylolisthesis bezeichnet, ist ein Anzeichen für eine schwere Instabilität der Wirbelsäule. Dabei können starke Rückenschmerzen entstehen und durch Einengungen des Wirbelkanals drohen Folgeschädigungen. Spätestens bei neurologischen Ausfallerscheinungen sollten Sie dringend einen Spezialisten konsultieren. In den ATOS Kliniken bieten wir Ihnen bei diesem Leiden kompetente und erfahrene Hilfe.

Die Spondylolisthesis kann als Folgeerscheinung der natürlichen Degeneration der Wirbelsäule entstehen. Dies bedeutet, dass mit zunehmendem Alter durch Dauerbelastung und Verschleiß das Zusammenspiel aus Wirbelkörpern, Bandscheiben, Gelenken, Bändern und Muskeln mehr und mehr nachgibt. Lockerungen der Gelenke und Bänder, Elastizitätsverluste der Bandscheiben und Schwächungen der Muskulatur haben ein Abgleiten von Wirbeln zur Folge. Hierbei verschieben sich zwei oder mehr Wirbel relativ zueinander. Die Verschiebung kann rückwärtig vorkommen, ebenso sind ein Vorwärtsgleiten möglich, ein Verkippen und eine seitliche Verschiebung mit Rotation.

Die Spondylolisthesis tritt überwiegend im am meisten belasteten Teil der Wirbelsäule auf, im Bereich des 4. und 5. Lendenwirbels, kommt aber auch in anderen Bereichen der Wirbelsäule vor. Der Körper versucht der zunehmenden Instabilität durch knöchernen Anbau entgegen zu wirken, was weitere Folgebeschwerden wie die Verengung des Wirbelkanals (Spinalkanalstenose), teils durch eine Verdickung der Gelenke (Spondylarthrose), nach sich ziehen kann. In jüngeren Lebensjahren wird Spondylolisthesis vorwiegend durch eine angeborene Knochenschwäche mit Defekten im Bereich der Wirbelgelenke verursacht. Zwischen zwei Wirbelkörpern befindet sich dann ein Spalt.

Die Folgen und Symptome des degenerativen Wirbelgleitens sind Rückenschmerzen, die in die Beine ausstrahlen können, Bewegungseinschränkungen in der Wirbelsäule, Gefühlsstörungen in den Beinen bis hin zum Kontrollverlust über Blase und Darm im Falle von Nervenwurzeleinengung oder -kompression. Eine angeborene Spondylolisthesis hingegen verursacht oftmals wenig Schmerzen und wird unter anderem eher zufällig bei einer Röntgenuntersuchung entdeckt. Eine Spondylolisthesis kann auch ein „Kaudasyndrom“ verursachen. Das Syndrom muss dringend erkannt werden, zumal es unbehandelt zu einer dauerhaften Querschnittslähmung führen könnte.

Das Wirbelgleiten ist je nach Art und Schwere in Röntgenaufnahmen gut erkennbar. In den Schnittbildern der Magnetresonanztomografie (MRT) können die auftretenden Schmerzen zusätzlich organischen Bereichen zugeordnet werden. Ebenso können im MRT Schäden an Weichteilen wie Bandscheiben, Nervenwurzeln und Bandstrukturen sichtbar gemacht werden. Unsere Wirbelsäulenspezialisten in den ATOS Kliniken bieten Ihnen mit langjähriger Erfahrung und modernster technischer Ausstattung alle Voraussetzungen für eine sichere Diagnose.

Man kann die Therapie mit folgenden Ansätzen konservativ initiieren. Man spricht dann von einem konservativ modularen Therapiekonzept:

• Krankengymnastik (Bewegungstherapie mit Bädern und muskelentspannenden Behandlungen) zur Entlastung und Stabilisierung der Wirbelsäule

• Elektrotherapie zur Schmerzbehandlung und Muskelentspannung

• Stützkorsette (Orthesen) zur Entlastung der Wirbelsäule

• Rückenschule mit gezieltem Krafttraining für Rücken- und Bauchmuskulatur

• Gezielte Schmerztherapie

Um das Wirbelgleiten dauerhaft zu beheben, ist jedoch meistens eine Operation notwendig. Bei Wirbelverschiebungen mit Kompression von Nerven und Instabilität ist eine Versteifung der betroffenen Wirbel (Spondylodese) eine mögliche Lösung. In den ATOS Kliniken bevorzugen wir die perkutane Versteifung.

Bei einer perkutanen Versteifung werden die Wirbelkörper mit minimalinvasiver Technik unter Röntgenkontrolle durch Schrauben und Stäbe justiert und fixiert. Bei dieser Operationstechnik sind die Größe der Hautschnitte und die Narbenbildung an den großen Rückenmuskeln im Vergleich zu herkömmlichen offenen OPs erheblich reduziert. Durch die geringere Traumatisierung der Weichteile in Wirbelsäulennähe entstehen weniger postoperative Schmerzen, was in der Folge einen kurzen stationären Aufenthalt und eine schnellere Rehabilitation bedingt.

Die perkutane Versteifung der Wirbelsäule hat sich bei primärer oder sekundärer Instabilität bestens bewährt, wenn durch konservative Behandlung keine Fortschritte mehr erreicht werden können. Durch die Stabilisierung der Wirbelsäule werden die von der geschädigten Bandscheibe bei Instabilität verursachten Rückenschmerzen unterbunden.

Zumeist werden minimal-invasive Techniken angewendet. Dauer der OP ca. 1 Stunde.

Die Reha kann zumeist 8-12 Wochen nach der Operation beginnen. Der Körper benötigt nach der Operation Ruhe, bis die neuen Fremdkörper in der Wirbelsäule verknöchert sind. Anschließend wird ein stabilisierendes Korsett nach und nach abgelegt und mit den krankengymnastischen Übungen für die Kräftigung der Rückenmuskulatur gestartet.

Behandlung eines Wirbelbruchs. Erfahren Sie hier näheres über
Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und Rehabilitation

Bei einem Wirbelbruch liegt eine Fraktur eines Wirbelkörpers der Wirbelsäule vor. Die Wirbelfraktur kann in vielen unterschiedlichen Formen vorkommen. Wirbelbrüche machen bis zu zwei Prozent aller Knochenbrüche aus und können ernste Auswirkungen haben. In den  ATOS Kliniken stehen Ihnen unsere Wirbelsäulenspezialisten mit moderner, medizin-technischer Ausrüstung für eine sichere Wirbelbruch-Diagnose zur Verfügung. Auch komplizierte Brüche werden erfolgreich von uns versorgt.

Die Wirbelsäule sorgt für die richtige Statik im menschlichen Körper und schützt innere Organe sowie das Rückenmark. Sie besteht aus verschiedenen Einzelteilen, zu denen auch die Wirbelkörper gehören. Sie sind eigentlich ein stabiles Knochenfragment. Dennoch können auch sie einmal brechen, wenn sie zum Beispiel einen Schlag abbekommen. Auslöser für einen Wirbelbruch kann eine große äußere Krafteinwirkung oder ein Sturz bei einer gleichzeitigen Drehbewegung der Wirbelsäule sein, beispielsweise bei einem Motorradunfall oder einem Sturz aus großer Höhe.

Sind die Wirbelknochen durch Osteoporose vorgeschädigt und instabil, reichen auch schon geringere Kräfte, um die Wirbel zu brechen. Eine Wirbelfraktur ist in jedem Fall gefährlich, weil die Wirbelsäule ihre Stabilität verliert. Es besteht das Risiko, dass sich Teile des brüchigen Wirbels verschieben und sogar das Rückenmark verletzen. Bei Verdacht auf einen Wirbelbruch sollte deshalb unbedingt ein Spezialist für eine sichere Diagnose aufgesucht werden.

Ein Wirbelbruch kann zu sehr unterschiedlichen Beschwerden führen. Sie sind von der Ursache der Verletzung abhängig. Eine osteoporotische Wirbelfraktur verursacht beispielsweise dauerhafte Rückenschmerzen, die sich nicht klar eingrenzen lassen. Wirbelbrüche durch Gewalteinwirkung verursachen dagegen unmittelbare Schmerzen an der entsprechenden Stelle.

Häufig gehen Betroffene erst bei auftretenden Schmerzen zum Arzt. Wenn der Bruch auf die umliegenden Strukturen drückt, können verschiedene Symptome auftreten. Sie können von Lähmungserscheinungen in den Beinen bis zu beeinträchtigter Gefühlswahrnehmung bei Berührungen reichen.

Bei Schmerzen, oder wenn nach einem schweren Unfall nur der Verdacht auf eine Wirbelverletzung besteht, sollte ein erfahrener Spezialist der Sache auf den Grund gehen. So können Folgeschädigungen ausgeschlossen werden. Mit der Magnetresonanztomografie (MRT) kann ein Wirbelbruch sicher diagnostiziert werden. In den ATOS Kliniken besprechen wir die genaue Diagnose ausführlich mit dem Patienten, klären alle seine Fragen und entscheiden gemeinsam die weiteren Schritte für eine optimale Behandlung.

Viele Ärzte raten bei einem leichten Wirbelbruch durch Osteoporose zu konservativen Therapien mit Immobilisation sowie dem Tragen eines Korsetts. Unsere ATOS Spezialisten raten in diesem Fall eher zu einer Wirbelbruch-Operation. Die Vorteile sind, dass dem Patienten die akuten Schmerzen genommen werden können und dass dem Risiko einer Rückenmarksquetschung besser begegnet werden kann. Dabei ist anzumerken, dass die operativen Verfahren an der Wirbelsäule bedeutend weiterentwickelt wurden und in dem meisten Fällen nicht risikoreicher sind als andere Operationen.

In den ATOS Kliniken steht ein erfahrenes Spezialistenteam zur Versorgung selbst von komplizierten Brüchen bereit. Natürlich unterstützen wir Sie auch bei der Wirbelbruch-Reha und entwickeln gemeinsam das perfekte Programm für Ihre schnelle Genesung.
Aktuell sind drei Operationsformen zu unterscheiden:

Percutane Ballon-Kyphoplastie

Bei der percutanen Ballon-Kyphoplastie wird ein medizinischer Ballon durch einen kleinen Schnitt in den Wirbelkörper auf beiden Seiten eingeführt. Dieser wird mit Kontrastmittel aufgepumpt, um einen Hohlraum zu schaffen. Anschließend wird der Hohlraum mit Knochenzement aufgefüllt, wodurch der Wirbel nach dem Aushärten stabilisiert wird. Diese sehr schonende Wirbelbruch-OP-Methode hat die veraltete Vertrebroplastie (Einspritzen des Zements ohne vorab einen Hohlraum zu bilden und ohne Aufrichtung des gebrochenen Wirbels) nahezu komplett verdrängt.

Perkutane Spondylodese

Bei einer perkutanen Spondylodese (Versteifung) werden die Wirbelkörper oberhalb sowie unterhalb der Fraktur mit minimalinvasiver Technik unter Röntgenkontrolle durch Schrauben und Stäbe justiert und fixiert. Bei dieser Operationstechnik sind die Größe der Hautschnitte und die Narbenbildung an den großen Rückenmuskeln im Vergleich zu herkömmlichen, offenen Wirbelbruch-Operationen erheblich reduziert. Durch die geringere Traumatisierung der Weichteile nah an der Wirbelsäule entstehen weniger postoperative Schmerzen, was in der Regel einen kürzeren stationären Aufenthalt und eine schnellere Rehabilitation ermöglicht.

Kombination von Ballon-Kyphoplastie und Spondylodese

In Fällen von Instabilitäten ist oftmals in Kombination mit den vorgenannten Verfahren eine Versteifung von zwei oder mehr Wirbelkörpern notwendig. In allen beschriebenen Fällen wird unser Arzt die optimale Wirbelbruch-Therapie für Ihre individuelle Diagnose ausführlich mit Ihnen besprechen, Sie umfassend beraten und Ihnen alle Fragen zum Verfahren, den Vorteilen und den Risiken sowie Nebenwirkungen beantworten.

Die Heilungsdauer bei einem Wirbelbruch ist stark davon abhängig, wie schwer das Trauma ist. Ein stabiler Wirbelbruch verfestigt sich nach erfolgreicher, chirurgischer Intervention in der Regel in wenigen Wochen. Er wird wieder fest und stabil. Patienten können sich (abhängig vom Schmerzgrad) sofort oder nach etwa 3 Wochen mobilisieren. Bei instabilen Brüchen und Halswirbelbrüchen kann die Heilung auch zwischen 6-9 Monaten in Anspruch nehmen.

Ihre Spezialisten der Wirbelsäule in der ATOS Klinik München

Alle unsere Ärzte zeichnen sich durch langjährige Erfahrung aus. Finden Sie hier Ihren Spezialisten und vereinbaren Sie einen Termin.

Dr. med. Michael D. SchubertMehr

Dr. med.

Michael D. Schubert

Apex Spine Center

München
+49 (0) 89 / 20 4000 100
michael.schubert@atos.de

Dr. med. Armin HelmbrechtMehr

Dr. med.

Armin Helmbrecht

Apex Spine Center

München
+49 (0)89 / 2040 000
armin.helmbrecht@atos.de

no imageMehr

Dr. med.

G. Michael Hess

Deutsches Schulterzentrum

München
+49 (0)89 / 20 4000 180
schulterzentrum@atos.de

Wir sind für Sie da

Unsere Öffnungszeiten
Mo-Do: 06.30 – 17.00
Fr.:           06.30 - 14.00

info-muc[at]atos.de

Vereinbaren Sie einen Termin!
+49 (0) 892 040 000

Termin online buchen

Mo-So: 08.00 Uhr-18.00 Uhr
info-muc[at]atos.de
+49 (0) 89 / 20 4000 - 0