Der Bandscheibenvorfall (Lendenwirbelsäule) gilt als häufiges Rückenleiden.
Erfahren Sie hier näheres über Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und Rehabilitation

 

Die Bandscheiben dämpfen Stöße zwischen den Wirbelkörpern ab. Ihr weicher und elastischer Gallertkern, wird von einem harten Faserkern stabilisiert. Der äußere Faserring einer Bandscheibe kann einreißen. Infolgedessen verliert der Gallertkern an Elastizität wird die Gefahr eines Bandscheibenvorfalls erhöht. Dies tritt mit zunehmendem Alter häufiger auf. Von einem Bandscheibenvorfall spricht man, wenn der Gallertkern infolge zu starker Belastung verrutscht und auf den Faserkern drückt bzw. diesen durchbricht. An der ATOS Klinik Fleetinsel Hamburg sind wir auf die Behandlung von Bandscheibenvorfällen an der Lendenwirbelsäule spezialisiert.

Im Bereich der Lendenwirbelsäule (LWS) tritt ein Bandscheibenvorfall mit Abstand am häufigsten auf. Dieser Bereich trägt eine große Last unseres Körpers. Dagegen deutlich seltener ist die Halswirbelsäule (HWS) betroffen. Dabei spielt nicht nur das Alter ein eine Rolle, sondern auch Übergewicht, falsche Belastung (etwa durch zu langes Stehen oder Sitzen oder falsches Heben von schweren Lasten) oder eine Veranlagung. Eine Diskushernie kann somit durchaus auch bei jüngeren Menschen auftreten.

Beim Bandscheibenvorfall treten im betroffenen Bereich meist starke Schmerzen auf, welche in die Beine ausstrahlen können. Diese Schmerzen entstehen, wenn eine Bandscheibe durch Überbelastung einreißt oder geschädigt wird. Der verformte äußere Ring der Bandscheibe löst die Schmerzen aus, da er auf die Spinalnerven drückt. Beim Bandscheibenvorfall an der Lendenwirbelsäule können bereits Bewegungen durch Husten und Niesen starke Schmerzen verursachen. Häufig nehmen betroffene Patienten daher eine verkrampfte Schonhaltung ein.

Meistens wird über Schmerzen geklagt, die als „Hexenschuss“ in das Gesäß, das Bein oder sogar bis in einen Fuß ziehen. Patienten können oftmals nicht mehr auf den Fersen oder den Fußspitzen stehen oder gehen. Hier wird die Rückenmuskulatur reflexartig verhärtet und blockiert. Taubheitsgefühle oder Kribbeln sind erste Alarmsignale des Körpers. Auch das plötzliche Einknicken des Beines zählt dazu. Die Schmerzen sind teilweise nicht genau lokalisierbar und werden von den betroffenen Patienten für Bereiche angezeigt, die sich über mehrere Wirbel erstrecken.

Das Team ATOS Klinik Fleetinsel Hamburg erhebt zuerst einen klinischen Befund unter besonderer Beachtung der o.a. Zeichen der neurologischen Beeinträchtigung. Mit Hilfe von bildgebenden Verfahren wie der Röntgendiagnostik werden andere Gründe wie ein Wirbelgleiten ausgeschlossen. Anschließend ist eine röntgenstrahlenfreie Magnetresonanztomographie (MRT) indiziert. Hiermit lässt sich der Bandscheibenvorfall (LWS) sicher nachweisen. Im Bedarfsfall kann eine neurologische Zusatzuntersuchung zur Beurteilung der Nervenleitgeschwindigkeit durchgeführt werden.

Häufig wird einem Bandscheibenvorfall im Lendenwirbelbereich konservativ - ohne Operation - behandelt. Maßnahmen sind hier vor allem Bewegung, Entspannung und Entlastung, schmerzstillende Medikamente sowie manuelle und physikalische Therapien. Die ATOS Klinik Fleetinsel Hamburg bietet das gesamte Spektrum der gängigen konservativen Behandlungsmaßnahmen bei einem Bandscheibenvorfall in der Lendenwirbelsäule an. Es reicht von der Facettengelenkbehandlung mittels Kryo -, Wärme-, oder Lasertherapie der Wirbelgelenke, bis zur Nervenwurzelbehandlung unter 3D- Röntgensicht. Für alle diese Behandlungen verfügt die ATOS Klinik Fleetinsel Hamburg über eine hochmoderne Ausrüstung.

Bei der konservativen Behandlung bilden sich die Symptome in ca. 8-12 Wochen zurück.

Nach einem Bandscheibenvorfall im Lendenwirbelbereich kommt unter bestimmten Voraussetzungen eine operative Behandlung infrage. Dies ist etwa der Fall, wenn für den Bandscheibenvorfall typische Kennmuskel nicht mehr gegen die Schwerkraft bewegt werden (Kraftgrad 3 von 5 oder weniger). In Abhängigkeit von der Dynamik des Kraftverlusts des Muskels besteht sogar eine Notfallsituation, die einen zügigen Eingriff erfordert. Auch im Falle des plötzlichen Auftretens der beschriebenen Störungen der Blasen- und Mastdarmkontrolle, kann eine sofortige OP nötig werden.

In der ATOS Klinik Fleetinsel Hamburg werden Bandscheibenvorfälle an der Lendenwirbelsäule minimal invasiv unter Einsatz eines Mikroskops operiert. Im Gegensatz zu früheren Techniken wird dabei ausschließlich das vorgefallene Material der Bandscheibe entfernt. Vom Bandscheibengewebe soll dadurch viel wie möglich erhalten bleiben. Es das dient dem Dämpfen von Stößen und ist daher sehr wichtig. Diese OP erfolgt in Bauchlage über einen nur 3 cm kleinen Hautschnitt. Der Zugang zum Wirbelkanal erfolgt stabilitätserhaltend zwischen den Wirbelbögen unter Schonung der kleinen Wirbelgelenke. Der Rückenmarksschlauch wird dann vom Bandscheibenvorfall mobilisiert und der Vorfall mit Mikroinstrumenten geborgen. Der Vorteil dieser Art des Eingriffs ist, dass der der Patient unmittelbar nach der Operation aufstehen und laufen kann.

Lediglich 10 % der Bandscheibenvorfälle müssen operiert werden. Oberstes Ziel einer Rehabilitationsmaßnahme ist es, die Schmerzen und neurologischen Beschwerden zum Verschwinden zu eliminieren. Eine Rehabilitation wird – abhängig von der Stärke der Beschwerden - ambulant, teilstationär oder stationär durchgeführt. Mittel der Wahl bei den Behandlungen sind:

  • Schmerzlindernde Medikamente oder eine Lokalanästhesie
  • Bewegungstherapie (Dehnung, Kraft, Ausdauer)
  • Psychologische Schmerztherapie
  • Entspannungstherapien
  • Rückenschule
  • Ergotherapie
  • Reduzierung des Körpergewichts
  • Wärme-, Elektro-, Ultraschallanwendungen

Im Normalfall werden so bereits im ersten Monat gute Erfolge erzielt.

Sollten die Folgeerscheinungen nach 6-8 Wochen weiterhin massiv sein (Schmerzen und Funktionsstörungen und tritt trotz Rehabilitationsmaßnahmen keine zufriedenstellende Besserung ein, könnte eine OP erforderlich werden. Die Reha nach einer Operation richtet sich nach der Schwere des Eingriffs. Erfahrungswerte zeigen, dass sich der Patient die ersten 4-6 Wochen nach Entlassung schonen sollte. Bis dahin sollte die Bandscheibe nur mäßig belastet werden. Anschließend kann mit einer Reha bei einem unserer Spezialisten gestartet werden.

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