Behandlung eines Hallux valgus. Erfahren Sie hier näheres über
Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und Rehabilitation.

 

Der Hallux valgus, oder auch Großzehenballen, zählt zu den häufigsten Fußfehlstellungen. Frauen sind davon zehnmal häufiger betroffen als Männer. Der Großzehenballen ist eine durch Teile der Fußmuskulatur gebildete, kräftige Weichteilvorwölbung im Bereich der medialen Fußsohle. Bei Hallux valgus verschiebt sich die Großzehe zu den mittleren Zehen, wodurch eine äußere Wölbung am Zehenansatz entsteht. Durch neue Operationstechniken kann in den ATOS Klinik Fleetinsel Hamburg der weitere Gelenkverschleiß beim Hallux valgus aufgehalten werden.

Diese Fehlstellung der Großzehe entsteht meist durch Veranlagung (erbliche Vorbelastung) und wird häufig verstärkt durch hochhackiges und enges Schuhwerk. Bei einem gesunden Fuß sind alle Zehenknochen gerade ausgerichtet. Beim Hallux valgus weicht die Großzehe nach außen ab, der Zeh dreht sich dabei nach innen.

Äußere Faktoren begünstigen seine Entstehung. Dazu zählen u.a. das Tragen hochhackiger Schuhe, zu enges Schuhwerk oder eine Bindegewebsschwäche. Aber auch Übergewicht, häufiges Stehen oder Rheuma zählen zu den Risikofaktoren.

Bei fortwährender Dauer führt die Fehlstellung des Großzehengrundgelenks zum Knorpelverschleiß und damit zur Arthrose, die zunehmend Schmerzen im Gelenk verursacht. Eine zeitnahe Untersuchung bei einem spezialisierten Arzt in Hamburg ist daher ratsam.

Erste Anzeichen von Hallux valgus sind Verbreiterungen im Vorderfuß, Schmerzen in den mittleren Zehen und die vermehrte Bildung von Hornhaut an der Fußunterseite. Auch können Schwielen und Hühneraugen entstehen. Beginnt die Verschiebung der Großzehe zu den mittleren Zehen so bildet sich eine äußere Wölbung. Dies stellt nicht nur ein kosmetisches Problem dar. Je länger die Fehlstellung andauert und je deutlicher sie sich ausprägt, desto mehr werden die natürlichen Funktionen des Fußes beeinträchtigt. Der Ballen ist oftmals gerötet und geschwollen, Entzündungen sind möglich. Spätestens bei Schmerzen an den Zehen sollten Sie einen Spezialisten aufsuchen

Die für den Großzehenballen typische Verformung ist meistens deutlich erkennbar und kann vom Arzt klar ertastet werden. Ein erfahrener Orthopäde erkennt bei der Untersuchung aber auch Begleiterkrankungen, wie zum Beispiel einen Knick-Plattfuß, Krallenzehen oder angrenzende Verschleißerkrankungen der Fußgelenke. Die Analyse der Begleitprobleme des Hallux valgus ist unerlässlich, da der Fuß als biomechanische Einheit funktioniert. Veränderungen an einer Stelle haben zumeist auch Einfluss auf das Gesamtsystem. Das Röntgenbild wird im Stehen bei Belastung des Fußes aufgenommen. So lässt sich das wahre Ausmaß der Deformität deutlich erkennen.

Es zeigt sich auch deutlich, ob eine Veränderung im Großzehengrundgelenk vorliegt und wie stark die Achsenfehlstellung ist. Eine mögliche Fehlverteilung der Druckbelastung an der Fußsohle wird durch eine computergestützte Fußdruckanalyse gemessen (Pedographie). Das Ergebnis fließt in eine mögliche Operationsplanung mit ein

Die Therapie des Hallux valgus ist vom Fortschritt der Fehlstellung abhängig. Solange die Fehlstellung flexibel ist, d. h. die Großzehe lässt sich noch in die ursprüngliche Position bringen, können nicht-operative Behandlungen zum Einsatz kommen. Bei fixierten Fehlstellungen oder starken Schmerzen und Druckstellen kommen dann operative Therapien in Frage.

Für die operative Therapie des Hallux valgus wurden über 100 verschiedene Operationstechniken entwickelt. Es gibt rein weichteilige Verfahren, ohne Korrektur des Knochens, bis hin zu kombinierten knöchern-weichteiligen Operationen. Meist reicht eine einfache Entfernung des Knochenvorsprungs nicht aus, so dass eine Umstellung ("Osteotomie") des Mittelfußknochens erfolgen muss, wie dies bei der mittelschweren und schweren Form erforderlich ist. Nach einer eingehenden Untersuchung in der ATOS Klinik Fleetinsel Hamburg wählen unsere Fußspezialisten die passende OP-Methode aus.

Basisnahe Umstellungsoperation

Bei höhergradigen Deformitäten ist eine basisnahe Umstellungsoperation in Kombination mit einem Weichteileingriff notwendig. Hier wird eine winkelstabile Titanplatte eingesetzt, die ebenfalls eine sofortige Belastung im Therapieschuh erlaubt.

Reverdin-Umstellungsoperation

Dieses gelenkerhaltende Verfahren ist geeignet, milde bis mäßige Fehlstellungen zu beheben. Die Fixation der Knochen kann mit einem bioresorbierbaren Implantat durchgeführt werden, eine Metallentfernung ist nicht notwendig. In diesen Fällen ist im Anschluss eine Mobilisation mit einem Therapieschuh ohne Unterarmgehstützen möglich.

Akin-Osteotomie

Häufig findet sich neben einer klassischen Hallux-valgus-Deformität eine Hallux-interphalangeus-Fehlstellung. Hierbei zeigt die Großzehe eine Verkrümmung nach innen in Höhe des Grundglieds, die nicht alleine mit den weiter oben genannten Verfahren korrigiert werden kann. Hier wird die Akin-Osteotomie angewendet, bei der ein Keil aus dem Grundglied entfernt wird und die Fehlstellung so korrigiert wird. Die Fixation kann mit einem selbstauflösenden (bioresorbierbaren) Faden erfolgen und wird häufig in Kombination mit den oben genannten Verfahren angewendet.

Lapidus-Arthrodese

Bei einer begleitenden Instabilität des Übergangs zwischen der Fußwurzel und dem Mittelfuß ist eine Stabilisierung des ersten Fußwurzelgelenks nach Lapidus nötig, in Kombination mit einem Weichteileingriff. Dieses Verfahren erlaubt es, extreme Fehlstellungen operativ sicher zu korrigieren.

Ihr Aufenthalt in der ATOS Klinik Fleetinsel Hamburg dauert – je nach Operationsverfahren – in der Regel 3-5 Tage. Nach der Operation darf der Fuß bereits am ersten Tag wieder belastet werden. Die Heilung dauert jedoch mehrere Wochen, weshalb etwa 4-6 Wochen ein spezieller Schuh getragen werden muss. Der Fuß darf in dem Schuh belastet werden. Gehstützen sind dagegen in der Regel nicht nötig. Wurde der Hallux valgus einmal operiert, kommt er nicht wieder. Sie können nach der Heilung wieder ganz normales Schuhwerk tragen.

ATOS Ärzte in der Fleetklinik Hamburg

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