Diagnose Plattfuß

Behandlung Plattfuß. Erfahren Sie hier näheres über
Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und Rehabilitation.

 

Ein Plattfuß oder in der Fachsprache auch Pes planus genannt, ist eine dreidimensionale Verformung und Fehlstellung des Fußes mit einer Aufhebung des Fußgewölbes, einem innenseitigen Einknicken und einer Abweichung des Vorfußes nach außen. Die Therapiemöglichkeiten sind immer abhängig vom Stadium der Fehlstellung. Die Fußspezialistinnen und -spezialisten der ATOS Fleetklinik Hamburg erklären die möglichen Maßnahmen genau. 

Bereits im Kindesalter kommen Plattfüße vor. Dies liegt an der stärkeren Fettschicht unter der Fußsohle und einer noch schwach ausgeprägten Fußmuskulatur. Im Laufe der ersten sechs Lebensjahre korrigieren sich die Füße jedoch meist von allein. Selten treten angeborene, meist genetisch bedingte Plattfüße auf. 

Der Plattfuß des Erwachsenen ist eine erworbene Deformität. Teilweise entwickeln sich die platten Füße des Kindes nicht vollständig, was aber bei gut funktionierenden Muskeln beim Laufen und Stehen keine Probleme bereitet. Kommt es doch zu Problemen, ist die häufigste Ursache das Versagen der Tibialis-posterior-Muskulatur. Diese verbindet die Wade mit dem Fuß und sorgt für die normale Fußstreckung und Innenrotation. Durch Verschleiß kommt es zu einem Versagen des Muskel-Sehnen-Komplexes und der Fuß knickt nach innen ein. Das Fußgewölbe sinkt nach unten, die Sehnenplatte der Fußsohle ist überstreckt und der Fuß liegt teilweise plan auf dem Untergrund. Auch das Fersenbein verschiebt sich und hebt sich an, sodass sich eine X-Stellung im Knöchel entwickelt. 

Auch andere Risikofaktoren können das Entstehen eines Plattfußes begünstigen. Dazu zählen Überlastungen durch z.B. langes Stehen, Gehen oder Sport, Fehlstellungen, Bindegewebsschwäche, Verletzungen, Übergewicht oder entzündliche Prozesse. Häufig leiden Frauen zwischen 35 und 60 Jahren an Plattfüßen. 

Ausgeprägte Plattfüße sorgen im Laufe der Zeit für Probleme: Belastungsschmerzen, Schmerzen in den Beinen, der Hüfte oder sogar im Rücken treten auf. Aufgrund der Fehlbelastung kommt es zu Verspannungen, die Kopfschmerzen auslösen können. Da das Fußgewölbe platt aufliegt und es zu knöchernen Verformungen des Sprunggelenkes kommt, drücken die Knochen und Knöchelchen teils schmerzhaft im Schuh oder auf dem Untergrund, was zu Druckstellen und -geschwüren führen kann. Kinder mit angeborenen Plattfüßen lernen meist später das Laufen und durch die Fehlstellungen kommt es zu Entwicklungsstörungen von muskulären und knöchernen Strukturen. 

Bei einer Untersuchung wird zunächst eine Anamnese erhoben und die Untersuchung des Fußes durchgeführt. Flexibilität, Stand- und Gangbild sowie der Fußabdruck werden überprüft, mithilfe derer oftmals bereits eine Diagnose gestellt werden kann. Um knöcherne und andere Strukturen genau beurteilen zu können und Veränderungen zu erkennen, kommen Röntgen- und MRT-Bilder als Ergänzung hinzu. 

Bereitet ein Plattfuß Beschwerden, kommen je nach Ausmaß der Fehlstellung zunächst konservative Maßnahmen zum Einsatz. Krankengymnastisches Training und korrigierende orthopädische Einlagen helfen, den Fuß zu entlasten und die Fehlstellung zu verbessern. Bei ausgeprägten Plattfüßen sind teilweise sogar orthopädische Schuhe für Plattfüße angebracht. Handelt es sich um eine Entzündung der Tibialis-posterior-Sehne kann eine Ruhigstellung sowie ergänzend eine entzündungshemmende Therapie Linderung bringen.  

Führen die konservativen Maßnahmen nicht zu einer Verbesserung, ist eine Operation sinnvoll. Hier entscheiden die Spezialistinnen und Spezialisten der ATOS Fleetklinik Hamburg immer anhand des Einzelfalles, welche Methode angebracht ist. Bei Entzündungen der Tibialis-posterior-Sehne kann in einem kleinen Eingriff das entzündete Gewebe rund um die Sehne entfernt werden. Ist sie zu stark in Mitleidenschaft gezogen oder sogar gerissen, kommt ein Transplantat infrage. Die Fußform kann mithilfe einer Umstellungsoperation (Osteotomie) verändert werden. Besteht die Fehlstellung bereits so lange, dass es zu einer Arthrose gekommen ist, ist eine Korrektur durch Versteifung sinnvoll (Arthrodese). 

Eine Rehabilitation nach einer Plattfuß-OP richtet sich immer nach der durchgeführten Maßnahme. Knöcherne Korrekturen oder eine OP der Bänder erfordern meist eine längere Ruhephase des operierten Fußes von rund vier bis sechs Wochen. Bei einer Versteifung können Patientinnen und Patienten mit etwa zehn bis zwölf Wochen Ruhigstellung rechnen. Das Ziel dabei ist es, ein komplikationsloses Zusammenwachsen von Knochen und Bändern zu gewährleisten. 

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