Das Hüft-Impingement gilt als häuftiges Hüftleiden. Erfahren Sie hier näheres über
Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und Rehabilitation. 

 

Ein femoroazetabuläres Impingement beschreibt einen mechanischen Konflikt, der den normalen Bewegungsbereich im Hüftgelenk stört, und bei dem der Schenkelhals mit dem vorderen Pfannenrand in Berührung kommt. Dies verursacht eine Blockade der Hüfte bei bestimmten Bewegungsabläufen. Unsere Hüftspezialisten der ATOS Klinik Fleetinsel Hamburg sind führend auf dem Gebiet der Gelenkmedizin.

Das Hüftimpingement ist eine erworbene Deformität des Hüftgelenks und eine der am weitest verbreiteten Ursachen für die Hüftarthrose. Es wird durch knöcherne Anbauten am Oberschenkelknochen (Femur) und/oder an der Hüftpfanne (Acetabulum) verursacht. Diese knöchernen Anbauten führen vor allem bei Beugungen der Hüfte zum Anschlagen (englisch „Impingement“) des Oberschenkelknochens und des knöchernen Pfannenrands. Durch wiederholte Kollisionen kommt es zu Quetschungen der Gelenkknorpel und der Knorpelgelenklippe/ knorpeligen Gelenklippe (Labrum).

Ursächlich können Anlagerungen am Hüftkopf sein, durch die er seine runde Form verliert (CAM-Impingement). Jedoch kann auch die Gelenkpfanne (Acetabulum) zu tief (liegen) oder ungünstig verdreht sein wodurch sie zu nahe an das Gelenk reicht. Diese Fehlbildung wird auch als Pinzer-Impingement bezeichnet. Am häufigsten liegt eine Kombination aus beiden beschriebenen Ursachen vor (sogenanntes gemischtes Impingement). Die beschriebenen Formveränderungen führen dazu, dass der Übergang von Hüftkopf zu Schenkelhals an die Gelenkpfanne und die dort herumlaufende Gelenklippe (Labrum) anstößt. Je häufiger es zu diesen nicht vorgesehenen Zusammenstößen kommt  und je höher die Geschwindigkeit und die Krafteinwirkung dabei sind (wie zum Beispiel bei bestimmten Sportarten, Bücken, Arbeiten im Sitzen, Autofahren), desto früher kommt es zu Schädigungen der Gelenkknorpel und/ oder des Pfannenrandes bzw. der Gelenklippe. Das Gelenk entzündet sich und verursacht dadurch Schmerzen. Auf Dauer kann dieser Mechanismus zu einer Hüftgelenkarthrose führen/ führt dieser Mechanismus zu einer Hüftgelenkarthrose.

Ähnlich wie bei der Arthrose klagen Patienten mit Hüftimpingement über Hüftschmerzen in der Leistengegend (vorne und seitlich am Hüftgelenk). Diese treten anfangs vor allem während und nach Belastung der betroffenen Bereiche auf. Tiefes Sitzen kann den typischen Schmerz ebenfalls auslösen. Häufig stellen die Patienten eine eingeschränkte Beweglichkeit des Hüftgelenks fest. Im weiteren Verlauf klagen Betroffene über starke Schmerzen, die bei längerem Sitzen und kurzen Gehstrecken auftreten. In diesem Stadium ist eine Blockade bereits deutlich spürbar.

Zuerst stehen die Anamnese (Krankengeschichte der Patienten) und die körperliche Untersuchung an. Der Arzt wird im Zuge der Untersuchung eine sogenannte Provokationstest durchführen. Dabei werden gleichzeitig zwei Bewegungen ausgeführt, die den typischen Leistenschmerz auslösen. Zusätzlich helfen Röntgenaufnahmen, um festzustellen, ob die Symmetrie zwischen Hüftkopf und Gelenkpfanne vorhanden ist. Vorhandene Knochenerhöhungen lassen sich ebenfalls auf den Röntgenbildern erkennen. CT-Scans eigenen sich, um eine detaillierte Abbildung der Weichteile zu erhalten.

Ziel der konservativen Behandlung ist es, Hüftschmerzen zu lindern und den weiteren Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen. Eine physiotherapeutische Behandlung unterstützt eine Verbesserung der Beweglichkeit. Eine medikamentöse und entzündungshemmende Behandlung ist ebenfalls empfehlenswert. Erste Symptome können auch durch eine Elektrotherapie gelindert werden. Da es sich jedoch um ein „mechanisches Problem“ handelt, ist in den meisten Fällen operative Maßnahme notwendig.

Wenn bereits beim Sitzen Schmerzen auftreten und große knöcherne Anbauten vorliegen, können diese nicht „wegtrainiert“ werden, sondern müssen durch eine Hüftoperation entfernt werden. Dieser Eingriff kann heutzutage von erfahrenen Hüftspezialisten gewöhnlich minimalinvasiv mittels Schlüssellochchirurgie (Hüftarthroskopie) durchgeführt werden. Die Hüftarthroskopie ist ein relativ neues Operationsverfahren, das am häufigsten bei der Hüftimpingement Erkrankung durchgeführt wird.

Mithilfe der Arthroskopie kann das genau Ausmaß der Schäden festgestellt werden und diese können, wenn möglich, schon bei der Spieglung behoben werden. Während dieses operativen Eingriffes kann die Gelenklippe wieder am Pfannenrand befestigt werden. Zudem kann der verformte Gelenkkopf, die Gelenkpfanne oder der Schenkelhals abgetragen und entsprechend angepasst, sowie der Schenkelhals nachmodelliert werden. Ziel ist es, dass nach der operativen Behandlung ein schmerzfreies Bewegen des Hüftgelenks wieder möglich ist und die Degenerationsprozesse, die durch das Impingement des Hüftgelenks hervorgerufen wurden, zu verhindern oder zu verlangsamen.

Die Hüftarthroskopie erfolgt auf einem sogenannten „Extensionstisch“ in Rückenlage. Über 2-4 kleine Schnitte von ca. 1cm Länge erhält der Chirurg Zugang zum Gelenk. Daraufhin werden eine Kamera und das jeweils benötigte Arbeitsinstrumentarium eingeführt. Dadurch können die strukturellen Beschaffenheiten unter 2,3-facher Vergrößerung betrachtet und behandelt werden. Die Operationszeit beträgt zwischen 30 und 90 Minuten.

 

Die Rehabilitation ist davon abhängig, ob bei der Hüftarthroskopie Knochen entfernt oder Knorpelschäden behandelt wurden. In diesem Fall wird empfohlen, die Hüfte anfangs nur teilweise zu belasten. Es empfiehlt sich, die ersten 10 Tage nach der Operation eine Gehhilfe zu verwenden. Gehtraining, Treppensteigen und weiteres werden so früh wie möglich in das Reha-Programm aufgenommen. Die physiotherapeutische Behandlung hat ebenfalls zum Ziel, die Fehlbelastung der angewöhnten „Schonhaltung“ der vergangenen Monate und Jahre zu korrigieren. Hüftfreundliche Sportarten wie Schwimmen oder Radfahren können bereits 6 Wochen nach dem operativen Eingriff wieder aufgenommen werden.

ATOS Hüftärzte in der Fleetklinik Hamburg

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