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Behandlung Hüftkopfnekrose

Hüftkopfnekrose /Femurkopfnekrose. Erfahren Sie hier näheres über Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und Rehabilitation.

 

Im Gegensatz zur Arthrose ist eine Hüftkopfnekrose eine Erkrankung, die meist jüngere Menschen – vor allem Männer im Alter ab 35 Jahren – betrifft. Hierbei wird der Hüftkopf nicht mehr ausreichend durchblutet, sodass die Knochenzellen in diesem Bereich teilweise oder komplett absterben. Je nach Ausprägung kommen verschiedene Behandlungsmethoden zum Einsatz. 

Die Hüftkopfnekrose, oder auch Femurkopfnekrose, bei Erwachsenen ist eine Erkrankung, die häufig ohne erkennbare Ursachen (idiopathisch) auftritt und ohne Behandlung in der Regel innerhalb von zwei bis drei Jahren zur Zerstörung des Hüftgelenks führt. 

Der Hüftkopf bildet mit der Hüftpfanne gemeinsam das Hüftgelenk. Der Kopf des Oberschenkelknochens wird von einer separaten Arterie mit Blut versorgt. Funktioniert diese Versorgung aufgrund von Schäden an der Arterie nicht mehr, wird der Hüftkopf nicht mehr mit Sauerstoff sowie Mineral- und anderen Nährstoffen versorgt. Die Folge: Die Knochenzellen sterben ab und der Knochen wird instabil. 

Man unterscheidet zwischen primärer und sekundärer Hüftnekrose. Bei der primären Form ist keine Verbindung zu anderen Erkrankungen bzw. eine Ursache zu erkennen. Bei der sekundären Hüftkopfnekrose liegen meist andere Erkrankungen und Risikofaktoren vor. Dazu gehören zum Beispiel eine hochdosierte Behandlung mit Kortison, eine Chemo- oder Strahlenbehandlung, Alkohol- oder Nikotinmissbrauch, Nierenschäden oder auch Verletzungen, bei denen die versorgende Arterie des Hüftkopfes beschädigt wurde. Oftmals tritt die Erkrankung sogar beidseitig auf. Die Einteilung der Hüftkopfnekrose erfolgt nach den Stadien ARCO I bis IV oder V. 

Zunächst haben die betroffenen meist ein leichtes Ziehen in der Leiste. Im Verlauf treten stärkere Schmerzen, Hinken, Bewegungsschmerz und Bewegungseinschränkungen auf. Fällt der Hüftkopf ein, haben die Patientinnen und Patienten massive Schmerzen und das Bein kann nicht mehr bewegt werden. 

Ein Verdacht auf eine Hüftkopfnekrose liegt vor, wenn unklare Schmerzen im Bereich der Hüfte auftreten, die länger als sechs Wochen andauern. Auch entsprechende Risikofaktoren, die in einer gründlichen Anamnese erfragt werden, können Anhaltspunkte geben. Die körperliche Untersuchung erfasst die Schmerzlokalisation, Muskeltests, Flexibilität des Beines sowie eine Ganganalyse. Es folgt eine Röntgenuntersuchung. Ist das Röntgenbild unauffällig, die Beschwerden halten jedoch an, ist die MRT (Magnetresonanz- oder Kernspintomografie) des Hüftgelenks angebracht. Hier können Veränderungen der Substanz bereits im frühen Stadium der Nekrose erkannt werden. 

Eine alleinige konservative Therapie führt langfristig meist nicht zum Erfolg, kann aber dazu beitragen, das Fortschreiten der Nekrose zu verzögern. Dazu kommen bei leichten Schmerzen eine Behandlung mit schmerzlindernden Medikamenten zum Einsatz. Auch durchblutungsfördernde Medikamente werden eingesetzt, um einen Heilversuch zu erzielen. Eine physiotherapeutische Behandlung ist immer Teil des Gesamtbehandlungskonzeptes, um die stützende Muskulatur zu stärken und so das Gelenk zu entlasten. Eine weitere Entlastung wird durch eine Nutzung von Unterarmgehstützen herbeigeführt. Dadurch wird das betroffene Bein nur teilweise belastet, sodass der Druck auf den Hüftkopf geringer ausfällt. 

In den Anfangsstadien kann abhängig von der Lage und Ausprägung der Nekrose eine Entlastungsbohrung (Core Dekompression) in den Hüftkopf durchgeführt werden. Hierdurch soll der Druck im Knochen reduziert und die Durchblutung angeregt werden. Auch eine Transplantation von eigenem Knochen oder Knochenersatz kann hilfreich sein. Um die auf den Hüftkopf einwirkenden Kräfte besser zu verteilen, wird häufig auch eine Umstellungsosteotomie eingesetzt. Hierbei wird die Stellung der Knochen verändert, um eine Druckentlastung auf den Hüftkopf zu erzielen. Mit Einbruch des Hüftkopfes ist der künstliche Gelenkersatz (Hüfttotalendoprothese, Hüft-TEP) nicht mehr zu verhindern. 

Die Behandlung der Femurkopfnekrose ist schwierig und stadienabhängig. Sie sollte in jedem Fall in dafür spezialisierten Zentren erfolgen. Nach den Operationen ist zunächst eine Teilentlastung des betroffenen Beins durch die Nutzung von Unterarmgehstützen für etwa vier bis sechs Wochen wichtig, um die Heilung nicht zu gefährden. Bei dem Einsatz eines künstlichen Gelenks hängt das weitere Vorgehen von der Art des Implantats ab. Bei einer TEP können die Patientinnen und Patienten in der Regel am ersten Tag nach der OP schmerzabhängig das Bein voll belasten.  

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Dr. med. Michael T. KremerMehr

Dr. med.

Michael T. Kremer

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

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