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Diagnose Hallux rigidus

Behandlung eines Hallux rigidus. Erfahren Sie hier näheres über
Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und Rehabilitation.

 

Hallux rigidus ist die fachsprachliche Bezeichnung für die Einsteifung der Großzehe. Die Krankheit wird durch den abnutzungsbedingten Verschleiß im Grundgelenk der Großzehe verursacht und ist sehr schmerzhaft. In der ATOS Klinik Frankfurt kann durch die Anwendung neuer Operationstechniken der weitere Gelenkverschleiß (Arthrose) eingedämmt werden, so dass eine Versteifungsoperation umgangen wird.

Der lateinische Begriff Hallux rigidus bedeutet übersetzt ‚steife Großzehe‘. Das Großzehengelenk wird bei der Fortbewegung stark belastet, je nach Art der Beschleunigung wirken Kräfte auf das Gelenk ein, die ein Mehrfaches des Körpergewichts haben. Der Verschleiß beginnt zumeist im oberen Gelenkanteil. In der Folge schwillt das Großzehengelenk an, es kommt zu Beschwerden in Form von Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Der Entzündungsprozess lässt knöcherne Auswüchse oben und seitlich am Großzehengelenk entstehen. Neben Beschwerden beim Ausführen der Abrollbewegung kommt es oftmals zu Druckempfindungen. Die Beweglichkeit der Großzehe nimmt kontinuierlich ab.

Der Entzündungsprozess im Großzehengrundgelenk äußert sich durch Rötungen und Druckschmerzen. Die Schuhe werden gefühlt immer enger. Die Beschwerden zeigen sich zunächst nur beim Strecken der Zehe, die Beugung ist noch problemlos möglich. Auf die ersten Beschwerden reagiert der Körper mit einer Schonhaltung. Der Bewegungsmangel kann schließlich zu einer Grundgelenkversteifung der Großzehe führen. Bereits erste Verschleißerscheinungen im Großzehengrundgelenk lösen Folgeerkrankungen durch die Fehlbelastung aus. Instinktiv wird der Fußaußenrand und die anderen Zehen stärker belastet. Diese Verschiebung der Achsbelastung kann zu Fehl- und Überbelastungen in der Hüfte und im Knie führen.

Im Röntgenverfahren kann die Veränderung im Großzehengelenk dargestellt werden. Der Hallux rigidus zeigt sich durch eine verschleißbedingte Verschmälerung des Gelenkspalts und geht zumeist mit einer veränderten Knochenzeichnung oder mit dornartigen Knochenanlagerungen einher.

In der Frühphase können konservative Maßnahmen erfolgreich eingesetzt werden. Spezielle orthopädische Einlagen (Rigidusfeder) oder Schuhzurichtungen, bei denen die Schuhsohle mit zugleich rückversetzter Ballenrolle versteift wird, lindern die Schmerzen beim Gehen. Zusätzlich kommen entzündungshemmende und schmerzstillende Medikamente, Physiotherapie und eine Injektionstherapie mit Kortison oder Hyaluronsäure zum Einsatz.

Schuheinlagen

Eine maßgefertigte Schuheinlage aus Karbon hat sich in frühen Stadien als hilfreich erwiesen, um die Belastung des Großzehengrundgelenks zu vermindern. Ebenso kann eine in den Schuh eingebrachte Ballenrolle in Verbindung mit einer Sohlenversteifung Entlastung bringen. Unterstützend wirkt die Physiotherapie.

Die Schuheinlagen werden in einem computergestützten Verfahren zur Fußdruckmessung (Pedographie) angefertigt. Mit den übermittelten CAD-Daten kann der Fachbetrieb die Einlage aus einem Block fräsen und mit hochwertigem Leder beziehen.

Schmerzlinderung

Schmerzen lassen sich durch verschiedene Maßnahmen lindern. Die Injektionstherapie mit einer hochmolekularen Hyaluronsäure nimmt die Schmerzen und kann zur Regeneration des Gelenks beitragen. Alternativ kann eine Applikation von Wachstumsfaktoren, die aus dem Eigenblut gewonnen werden, erfolgen. Dieses Verfahren (ACP – Autologes Conditioniertes Plasma) regt die Regeneration der Knorpelschicht an. Des Weiteren kommen konventionelle Schmerzmittel und homöopathische Präparate zum Einsatz.

Führen konservative Behandlungsmaßnahmen zu keiner Besserung, wird eine operative Behandlung in Erwägung gezogen. Die in der ATOS Klinik Frankfurt bevorzugt angewendeten Operationstechniken stellen die Bewegungsfähigkeit der Großzehe mit dem Ziel der dauerhaften Beschwerdefreiheit her. Die Operationsmethode wird individuell auf das Krankheitsbild und die Bedürfnisse und Lebensumstände der Patienten angepasst. Die gängigen Verfahren sind:

Dorsale Keilresektion (Cheilektomie)

Bei der Dorsalen Keilresektion erfolgt eine Entnahme der entzündeten Schleimhaut und der Knochenanlagerungen. Damit wird eine deutliche Schmerzreduktion und eine Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit erzielt. Während des Eingriffs wird der existierende Gelenkknorpel stabilisiert und durch spezielle Techniken die Bildung von Ersatzknorpel angeregt.

Osteotomie

Im Frühstadium der Arthrose kann die Osteotomie erfolgreich Schmerzen reduzieren und die Beweglichkeit verbessern. Es handelt sich um eine stellungsverändernde und zugleich gelenkerhaltende Operation. Sie umfasst die Korrektur der Beugefehlstellung der Großzehe, die Knochenglättung und die Entnahme des entzündlich veränderten Gewebes.

Stabilisierung (Arthrodese)

Im fortgeschrittenen Stadium der Großzehengrundgelenksarthrose erfolgt eine Stabilisierung des Gelenks. Der Eingriff bietet sich für Patienten an, bei denen eine nahezu vollumfängliche und sehr schmerzhafte Einsteifung eingetreten ist. Dabei wird das weitgehend zerstörte Großzehengrundgelenk verblockt. Durch diese Stabilisierung (Arthrodese) kann der Fuß über die Großzehe wieder schmerzfrei und kraftvoll abgerollt werden. Der Eingriff führt zu einer dauerhaften Beschwerdefreiheit.

Künstliches Gelenk (Endoprothese)

Alternativ zur Arthrodese kann ein gelenkersetzender Eingriff durchgeführt werden. Das künstliche Gelenk (Endoprothese) trägt zur Wiederherstellung der Gelenkbeweglichkeit bei. Die Endoprothese ist aus einer besonderen Metalllegierung gefertigt, die zusätzlich mit einem Titanplasmaspray überzogen wird. So wird ein schnelles Einwachsen der Prothese gewährleistet. Eine Befestigung der Prothese mit Knochenzement ist nicht erforderlich.

Art und Dauer der Nachbehandlung richtet sich nach der durchgeführten Operationsmethode. Generell kann der Fuß vor Abschluss der Wundheilung nicht voll belastet werden. Bis dahin wird ein Verbandschuh mit flexibler Sohle getragen. Nach einem gelenkversteifenden Eingriff sollte die Großzehe durch Zuhilfenahme von Unterarmgehstützen entlastet werden. Die Vollbelastung sollte zunächst in einem Therapieschuh erfolgen, der 4-6 Wochen getragen wird.

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Dr. med. Georg BenesMehr

Dr. med.

Georg Benes

Facharzt für Orthopädie

Frankfurt
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georg.benes@atos.de

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