Die lästige Schulter

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Schulterspezialist Dr. Josef Dürager zu häufigen Schulterproblemen und Lösungen


Schulterspezialist Dr. Dürager

Schulterspezialist Dr. Josef Dürager zu häufigen Schulterproblemen und Lösungen

„Stärken Sie frühzeitig Ihre Muskeln, die die Schulter stabilisieren“

Schulterbeschwerden sind weit verbreitet und können viele verschiedene Ursachen haben. Das Schultergelenk ist sehr komplex. Schmerzen und Bewegungseinschränkungen haben starke Auswirkungen auf den Alltag. Was man tun kann, verrät der Experte Dr. Josef Dürager von der orthopädischen ATOS Klinik in Braunfels.

Gründe und Ursachen für Schulterschmerzen

Schmerzen und Einschränkungen der Schulter können in jedem Alter auftreten. Manchmal ist eine belastungsbedingte Abnutzung die Ursache. Ein Verschleiß wie die Arthrose kommt häufiger bei älteren Personen zum Vorschein. Bei jüngeren Menschen führen Fehlhaltungen oder angeborene Gründe zu Beschwerden. Außerdem ist das Schultergelenk sehr anfällig für Sportverletzungen und wird oft bei einem Unfall dauerhaft in Mitleidenschaft gezogen. Zudem gibt es auch chronische Ursachen, wie beispielsweise Rheuma, die die Entstehung von Schmerzen begünstigen können.

"Sehr weit verbreitet ist das Impingement-Syndrom. "

Man nennt es auch Engpass-Syndrom, da Sehnen und Muskeln im Gelenk eingeklemmt werden. Bei einer Engpassstellung drückt der Oberarmkopf nach Heben des Arms gegen die untere Kante des Schulterdachs. Durch vermehrtes Anheben kann dieses eine Irritation und Schwellung des Schleimbeutels nach sich ziehen – der Schmerz entsteht! „Der Schmerz zeigt sich besonders, wenn der Arm seitlich nach oben geführt wird. Patienten klagen zudem über Schlafstörungen, da Schmerzen auftreten, wenn in der Schlafposition die betroffene Schulter belastet wird“ berichtet Dr. Josef Dürager. 

Sicht des Experten bei Problemen mit der Schulter

Wer unter starken Einschränkungen leidet, wird mit Physiotherapie und Schmerzmitteln behandelt. Das Impingement-Syndrom kann man in der Frühphase bestens mit geeigneten Übungen behandeln. Die Übungen (siehe Schaubild) sollten hauptsächlich nach hinten ausgeübt werden. Dr. Josef Dürager erklärt: „Wir sitzen viel und arbeiten fast ausschließlich mit den Armen nach vorne, dazu benötigen wir einen Ausgleich, um diesen Engpässen entgegenzuwirken.“

Auch eine Operation ist denkbar, um zum Beispiel ein Schulter-Prothese einzusetzen. Das künstliche Schultergelenk ist allerdings eher selten und kommt nur bei schwerwiegenden Problemen zum Einsatz. Bevor es soweit ist, können physikalische Therapie und Gesundheitssport die Beschwerden eindämmen. „Stärken Sie frühzeitig Ihre Muskeln, die die Schulter stabilisieren“, so der Spezialist.

Wenn allerdings unklar ist, woher die Schmerzen rühren und wenn diese länger anhalten, ist ein Besuch beim Arzt zwingend erforderlich. Mit Hilfe von Ultraschall oder einer Magnetresonanztomographie (MRT) lassen sich sogar die Weichteile der Schulter untersuchen. Zudem gibt es die Möglichkeit eine Schulterspiegelung durchzuführen. Das ist ein kleiner operativer Eingriff, bei dem eine Kamera eingeführt wird. Dabei kann der Arzt das Gelenk nicht nur genauer untersuchen, sondern auch direkt behandeln. Dieses Verfahren hat sich beispielsweise im Umgang mit der Kalkschulter bewährt. 

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