Wechseloperation Knie-TEP

Wechsel-Operation eines künstlichen Kniegelenks (Knie-TEP). Erfahren Sie hier näheres über Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und Rehabilitation.

Eine Wechseloperation der Knieprothese oder auch Knierevision bezeichnet den Austausch ein vollständiger oder einzelner Teil einer Kniegelenksprothese. Der Eingriff wird auch Knie-TEP-Wechsel genannt. Grundsätzlich sind Knieprothesen mit einer Langlebigkeit von bis zu 20 Jahren sehr zuverlässig. Verschiedene Faktoren können jedoch zu einer Lockerung führen. Sind Knochen- und Bandstruktur und auch die Funktion der Muskeln noch gut erhalten, ist der Eingriff meist unkompliziert. Doch auch komplizierte Wechseloperationen werden in der ATOS Viktoria Klinik Bochum von erfahrenen Spezialisten ausgeführt und Spezialprothesen auf die individuellen Bedürfnisse angepasst. 

Eine Wechseloperation am Knie wird nötig, wenn sich lokale und chronische Schmerzen und eine Instabilität des Kniegelenks zeigen. Wichtig für den langfristigen Behandlungserfolg sind vorab die Implantationsmethode und die Prothesenqualität des künstlichen Kniegelenks. Die Entscheidung, ob und wann ein künstliches Kniegelenk gewechselt werden muss, ist immer individuell und abhängig von der Aktivität der Patienten zu treffen. Die Ursachen müssen in jedem Fall genau geklärt werden.

  • Mechanische Lockerung

Durch eine massive oder unnatürliche Beanspruchung, meist durch Knochenschädigungen oder Fehlimplantationen verursacht, kann es zu einem übermäßigen Abrieb der künstlichen Gleitfläche kommen. Die Prothese löst sich dann vom Knochen. 

  • Infektionen

Die Knieendoprothese und auch das umliegende Gewebe und der Knochen können von Bakterien oder anderen Keimen besiedelt werden. In solchen Fällen muss das künstliche Gelenk entfernt werden, um die Infektion zu beseitigen. Sind alle Keimbesiedelungen entfernt, wird ein funktionsfähiges neues Kniegelenk eingesetzt. 

  • Knochenbrüche

Unfälle gibt es immer wieder. Wird dabei jedoch das künstliche Kniegelenk beschädigt, macht sich dies durch Bewegungseinschränkungen oder Schmerzen bemerkbar. Eine Wechseloperation kann erforderlich werden. 

Lockert sich die künstliche Knieprothese haben die Patientinnen und Patienten ein instabiles Gefühl im Knie und zudem Schmerzen. Teilweise treten diese Schmerzen auch in Ruhestellung auf und nehmen an Intensität sogar im Laufe der Zeit noch zu. Schwellungen, Rötungen und eine Überwärmung sind zusätzliche Anzeichen für die Lockerung des künstlichen Gelenks. Kommen dazu aber noch Symptome wie Fieber, Schüttelfrost und ein verminderter Allgemeinzustand, spricht alles für eine gefährliche Infektion der Knie-TEP: 

Um feststellen zu können, ob es sich um eine Lockerung der Knie-TEP handelt, werden körperliche Untersuchungen, Druck- und Bewegungstests des Knies durchgeführt. Röntgenaufnahmen zeigen das genaue Ausmaß der Knochenschädigung und Spezialaufnahmen ergeben Aufschluss über die genaue Beinstellung. Daraus werden Größe und entsprechende Prothese festgelegt und ein Revisionsplan erstellt. Sind Muskelfunktion, Knochenstruktur und Bandapparat intakt, ist eine meist unkomplizierte Wechseloperation der Knieprothese möglich. 

Lediglich eine Schmerzmedikation kann eingesetzt werden. Eine konservative Therapie ist nicht möglich. 

Während der Operation wird narbig verändertes Gewebe und Gelenkschleimhaut entfernt und die neue Gelenkprothese exakt angepasst. Um weitere Knochenschädigungen zu vermeiden, entfernen die Operateure die gelockerte Prothese umsichtig. Verbliebene Kochenzementreste werden entfernt und der Bandapparat wieder stabil in seiner Funktion hergestellt. Während der Wechseloperation wird die Funktion des Kniegelenks mithilfe eines Probeimplantats getestet. Erst danach wird die endgültige neue Kniegelenksprothese eingesetzt. Eine dünne Zementschicht verbindet das Implantat mit dem Knochen. Die Dauer des Eingriffs beträgt regulär etwa 120 Minuten. 

Das Ziel ist es, die Patientinnen und Patienten schnellstmöglich wieder mobil zu bekommen. Das bedeutet, dass die ersten Mobilisierungsmaßnahmen bereits am OP-Tag erfolgen. In den meisten Fällen ist zunächst eine Teilbelastung für etwa sechs Wochen sinnvoll, die mithilfe von Unterarmgehstützen eingehalten werden kann.  

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Dr. med. Kathrin Hanswille

Dr. med.

Kathrin Hanswille

Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie

Dr. med. Antonio Kos

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Antonio Kos

Facharzt für Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie

Dr. med. Alexander Rosenthal

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Alexander Rosenthal

Ärztlicher Direktor

Dr. med. Joachim Schubert

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Joachim Schubert

Leiter der Privatpraxis für Sportmedizin, Orthopädie und Präventivmedizin

Dr. med. Noel Stais

Dr. med.

Noel Stais

Spezialist für Kniebandverletzungen