Behandlung Hüftdysplasie

Hüftdysplasie. Erfahren Sie hier näheres über Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und Rehabilitation.

 

Die Hüftdysplasie bezeichnet eine meist angeborene Fehlstellung des Hüftgelenks. Unbehandelt kann sie zu Schmerzen, Arthrose oder sogar zu Gehbehinderungen führen. Die Hüftspezialistinnen und -spezialisten der ATOS Viktoria Klinik Bochum sorgen für eine genaue Diagnose und eine entsprechende zielgerichtete Therapie. 

Das Hüftgelenk ist ein Kugelgelenk. Es verbindet den Oberschenkel (Femur) mit dem Becken (Pelvis). Dabei besteht das Gelenk aus dem oberen Ende des Oberschenkelkopfes, dem Hüftkopf, der umschließenden Hüftgelenkpfanne (Acetabulum) und Bändern, Sehnen sowie der Gelenkkapsel. 

Bei der Hüftdysplasie ist die Gelenkpfanne fehlgebildet. Dadurch umgibt sie den Hüftkopf nicht vollständig, sodass der Oberschenkel nicht zentriert ausgerichtet in der Pfanne steht. Bei Belastung kann es somit passieren, dass der Oberschenkel teilweise oder vollständig aus dem Gelenk springt (Luxation). Die Hüftdysplasie kann angeboren oder erworben sein, wobei entweder ein oder beide Hüftgelenke betroffen sein können. Die Ursachen sind weitestgehend unbekannt. Mädchen sind häufiger betroffen als Jungen. 

Meistens verlaufen eine Reifeverzögerung und eine Hüftdysplasie bei Neugeborenen beschwerdefrei und ohne Schmerzen. Liegt jedoch eine instabile Hüftdysplasie mit Luxation vor, sind Veränderungen in der Beweglichkeit der Beine oder beim Abspreizen eines Beines erkennbar. Zudem können ungleiche Gesäßfalten, eine unterschiedliche Beinlänge oder Schonhaltungen auf eine Dysplasie hinweisen. Bleibt die Erkrankung unbehandelt, ist die Fehlstellung bereits verknöchert und verursacht Schmerzen in der Leiste oder der Hüfte. Auch das Gangbild des Kindes kann verändert sein. 

Bei Erwachsenen mit einer Hüftdysplasie zeigen sich die Spätfolgen durch jahrelange Fehlbelastung und Abnutzung des Gelenks mit Schmerzen an der seitlichen Hüfte oder der Leiste. Meist sind die Schmerzen belastungsabhängig. Auch eine Gangstörung mit Hinken kann auftreten. Viele Betroffene bemerken auch eine Instabilität in der Hüfte. Das Bein kann unvermittelt wegknicken oder auch blockieren. Durch die Fehlbelastung kann es auch zu Schmerzen im Rücken, den Knien oder den Sprunggelenken kommen. 

Bei Babys erfolgt routinemäßig im Rahmen der ersten Vorsorgeuntersuchungen eine körperliche Untersuchung sowie eine Kontrolle der Hüftgelenke. Zudem kann im Ultraschall eine Fehlstellung erkannt werden. 

Erwachsene mit Beschwerden durch eine unerkannte Dysplasie werden zunächst zum Verlauf der Erkrankung befragt. Es folgt eine körperliche Untersuchung und eine Röntgenuntersuchung, die knöcherne Veränderungen deutlich macht und eventuelle Fehlstellung anhand der zueinanderstehenden Knochen zeigt. 

Handelt es sich um eine Reifungsverzögerung bei Säuglingen helfen meist eine Spreizhose oder das breite Wickeln, damit die Beine in einer gebeugten und abgespreizten Position gehalten werden. Auch eine Schiene kann zum Einsatz kommen, wenn sich die Hüftstellung nur unzureichend bessert. 

Später und in schwereren Fällen besteht die konservative Therapie aus drei Säulen:

  1. Reposition: Der Hüftkopf wird manuell oder durch Bandagen wieder in die richtige Position gebracht.
  2. Retention: Mithilfe einer speziellen Schiene oder einem Beckenbeingips wird das Hüftgelenk in einer bestimmten Position ruhiggestellt, sodass sich das Hüftgelenk stabilisiert.
  3. Nachreifung: Mit einer Hüftbeugeschiene kann sich die erkrankte Hüfte in korrekter Stellung entwickeln. 

Physiotherapie wird im Verlauf unterstützend eingesetzt. 

Sind die konservativen Maßnahmen nicht erfolgreich, muss eine Hüftdysplasie operiert werden. Dabei gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Es kann eine offene Reposition unter Narkose erfolgen, um das ausgerenkte Gelenk wieder in die richtige Position zu bringen. Auch Osteotomie-Techniken werden angewendet. Das bedeutet, dass durch Umstellung unterschiedlicher Knochen entweder die Hüftkopfstellung oder die Pfannenüberdachung verbessert werden. Hier sind zum Beispiel die Triple Osteotomie oder die Osteotomie des Oberschenkelknochens zu nennen. Ist das Gelenk jedoch bereits stark eingeschränkt oder abgenutzt, kann auch eine Hüftgelenksprothese (Hüft-TEP) die Therapie der Wahl sein. 

Bei einer Hüftdysplasie Operation dauert der Klinikaufenthalt in der Regel rund zehn Tage. Die Maßnahmen nach der OP sind immer abhängig von der durchgeführten Therapie. Die Patientin oder der Patient werden jedoch bereits schnell wieder auf die Beine gebracht und mobilisiert. Das operierte Bein darf jedoch für rund sechs Wochen nicht belastet werden. Die Physiotherapie begleitet die Betroffenen und dient dazu, Fehlhaltungen und Gangbild zu korrigieren und Muskulatur aufzubauen. 

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Dr. med.

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