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Wechseloperation am Knie

Prothesenwechsel am Knie von unserem ATOS Spezialisten mit Kompetenz und Erfahrung durchführen lassen

Auch wenn künstliche Kniegelenke grundsätzlich sicher und langlebig sind, können sie sich aus verschiedenen Gründen lockern. Meistens muss dann ein Prothesenwechsel am Knie stattfinden. Sind Muskelfunktionen, Knochen- und Bandstrukturen weitgehend erhalten, ist dieser Eingriff für das Team der ATOS Orthoparc Klinik Köln unkompliziert. Selbstverständlich können Sie unserem erfahrenen Ärzteteam auch bei komplizierteren Eingriffen uneingeschränkt vertrauen – denn dann werden entsprechende Spezialprothesen für Sie individuell angepasst. Wir geben tagtäglich unser Bestes, um Ihnen Ihre Lebensqualität zurückzugeben!

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Alle unsere Ärzte zeichnen sich durch langjährige Erfahrung aus. Finden Sie hier Ihren Spezialisten und vereinbaren Sie einen Termin.

Prof. Dr. med. Joachim Schmidt

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Prof. Dr. med. Joachim Schmidt

Ärztlicher Direktor
Chefarzt Endoprothetik

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Künstliches Kniegelenk – Wann ist eine Wechseloperation sinnvoll?

Ursachen und Symptome, die für einen Prothesenwechsel am Knie sprechen

Der langfristige Behandlungserfolg eines Ersatzes des Kniegelenks wird von der operativen Implantationstechnik und der Prothesenqualität beeinflusst. Lockert sich das künstliche Kniegelenk oder treten nach der Operation starke Schmerzen auf, so müssen die Ursachen hierfür genau analysiert werden:

Infektionen

Das Gewebe und die Knochen in der Umgebung des künstlichen Kniegelenks sowie das künstliche Kniegelenk selbst können durch Keime oder Bakterien infiziert werden. Liegt eine Infektion des künstlichen Kniegelenkes vor, muss dieses zumeist entfernt werden, um die Infektion zu bekämpfen. Nach Ausheilung des Infektes wird dann wieder eine funktionsfähige Knieprothese eingesetzt. 

Mechanische Lockerung

Unnatürlich hohe Beanspruchungen, die meist durch Fehlimplantationen oder Knochenschädigungen verursacht sind, können die Gleitoberfläche einer Prothese durch Abrieb schädigen, was eine Lockerung der mechanischen Anteile der Prothese nach sich zieht.

Knochenbruch

Während oder nach dem Einsatz eines künstlichen Kniegelenks kann es durch Unfälle zu Knochenbrüchen kommen.

Alle diese Ursachen sind zumeist mit Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verbunden und machen daher eine Wechseloperation am Knie erforderlich.

In der ATOS Orthoparc Klinik unterscheiden wir dabei zwischen dem unkomplizierten und dem komplizierten Prothesenwechsel.

Knieprothesenwechsel in der ATOS Orthoparc Klinik

Unkomplizierter Prothesenwechsel am Knie 

In den meisten Fällen ist ein unkomplizierter Prothesenwechsel am Knie möglich. Dies ist der Fall, wenn Bandstrukturen, Muskelfunktion und Knochenstruktur weitgehend erhalten sind.

Vor der Operation

Anhand der präoperativen Röntgenkontrollen wird das exakte Ausmaß der Knochenschädigungen bestimmt und exakt geplant, welche Prothese in welcher Größe implantiert werden soll. Die genaue Beinachse wird auf einer Beinganzaufnahme bestimmt. Da sich operationstechnische Besonderheiten auch bei dieser Operation nicht sicher vorhersagen lassen, haben wir alle notwendigen Spezialimplantate in der ATOS Orthoparc Klink Köln verfügbar. 

Während der Operation

Der Zugang erfolgt wie bei einer Standardoperation. Die narbig veränderte Gelenkschleimhaut wird entfernt und die Kniescheibe exakt in die spätere Prothese eingepasst. Dabei wird die gelockerte Prothese so entfernt, dass keine zusätzliche Knochenschädigung entsteht. Der alte Knochenzement wird vollständig beseitigt und die Bandstabilität wiederhergestellt.

Mit speziellen Sägelehren wird dann das Prothesenlager für die neue Prothese vorbereitet. Kleinere Knochendefekte werden in diesem Schritt durch metallische Module ausgeglichen.
Die Funktion des Gelenks wird mit einem Probeimplantat überprüft, dann wird die Originalprothese mit einer dünnen Zementschicht auf dem Knochen verklebt und die Wunde schichtweise verschlossen.

Nach der Operation

Die Nachbehandlung erfolgt ähnlich wie beim Einsatz eines künstlichen Kniegelenks. Meist ist aber eine längere Teilbelastung mit zwei Unterarmgehstützen für etwa sechs Wochen notwendig.

Komplizierter Prothesenwechsel am Knie 

Der Prothesenwechsel am Knie ist kompliziert, wenn Bandinstabilitäten oder Muskeldefekte und erhebliche Substanzverluste am Knochen vorliegen. In diesem Fall muss das Kniegelenk mit modularen Prothesen wiederhergestellt werden, um die Defekte auszugleichen. Dies kann so weit gehen, dass Teile des Schienbeins oder der gesamte Oberschenkelknochen durch eine Prothese ersetzt werden müssen. Auch der Bandapparat kann bei Notwendigkeit durch eine gekoppelte Prothesentechnik vollständig ersetzt werden.

Vor der Operation

Anhand der präoperativen Röntgenkontrollen wird das exakte Ausmaß der Knochenschädigungen bestimmt und exakt geplant, welche Prothese in welcher Größe implantiert werden soll. Die exakte Beinachse wird auf einer Beinganzaufnahme bestimmt. Bei dieser Operation steht das gesamte Spektrum an Spezialimplantaten zur Verfügung.

Während der Operation

Der Standardzugang zum Kniegelenk wird in seiner Größe bedarfsgerecht nach oben oder unten verlängert. Die gelockerte Prothese und alle defekten Knochen und Weichteilanteile werden entfernt. Im Laufe der Operation werden dann die vorhandenen Defekte modular ausgeglichen und es wird eine individuelle Prothese für den Patienten zusammengestellt.

Vor dem Verankern der Originalprothese wird zunächst durch eine Probeprothese die Gelenkfunktion überprüft. Die Fixierung der Prothese kann auch durch eine Kombination aus zementfreien Techniken und dem Einsatz von Zement erfolgen. Das Ergebnis wird bereits während der Operation röntgenologisch kontrolliert, bevor die Wunde schichtweise verschlossen wird.

Nach der Operation

Bei diesen aufwändigen Operationen wird die Nachbehandlung individuell in Absprache zwischen unseren ATOS Orthoparc Spezialisten und dem jeweiligen Patienten festgelegt.

Operationstechnische Besonderheiten bei Prothesenwechseloperationen

Bei der Prothesenwechseloperation kann es technische Besonderheiten geben: 

Zemententfernung

Das Entscheidende bei Prothesenwechseloperationen ist die schonende Entfernung der defekten oder gelockerten Prothese und die vollständige Zemententfernung. Je mehr intaktes Gewebe und stabiler Knochen dabei erhalten werden können, desto geringer ist die Belastung für den Patienten und desto besser fallen die Langzeitergebnisse aus. 

Unser ATOS Kniespezialist Professor Dr. Schmidt hat hierfür eine spezielle Technik entwickelt, um Prothese und Zement mit einem speziellen Gerät zu entfernen. Bei dieser maximal schonenden Methode kommen auch endoskopische Geräte (Orthoclast mit Orthoskop, EMS, Schweiz) zum Einsatz. Diese Technik wurde patentiert und international eingeführt. In den vergangenen 10 Jahren hat Professor Dr. Schmidt mehr als 400 Patienten mit dieser Methode erfolgreich behandelt.

Die hier erreichte Knochenschonung ermöglicht auch die Reimplantation von Standardimplantaten. Darüber hinaus stehen modulare Spezialimplantate für Hüfte und Knie zur Verfügung, die eine Wiederherstellung der korrekten anatomischen Verhältnisse erlauben.

Knochendefekte

Knochendefekte werden entweder mit körpereigenem Knochen oder Spenderknochen aufgefüllt und mit speziellen Implantaten ersetzt. Bei schwierigen Voraussetzungen am Knochen lassen sich diese Verfahren gegebenenfalls kombinieren.

Septische Lockerungen

Liegt die Ursache für eine Prothesenlockerung in einem Bakterienbefall, ist die vollständige Ausheilung des Infekts zunächst oberstes Ziel. In der Regel wird vor der Operation der ursächliche Keim durch eine Punktion bestimmt.

Normalerweise erfolgt ein zweizeitiger Prothesenwechsel: In der ersten Operation wird die Prothese entfernt und das gesamte Gewebe gesäubert. Dann kommt ein Platzhalter aus antibiotikahaltigem Knochenzement zum Einsatz. Nach sechs Wochen wird dieser in einem zweiten Eingriff entfernt und durch die endgültige Prothese ersetzt.

Weichteilschäden

Um eine korrekte Prothesenfunktion sicherzustellen, ist es notwendig, Defekte an den Muskeln zu stabilisieren. Dazu werden verbleibende Muskelanteile mit speziellen Techniken am Knochen verankert. Verletzte Muskeln und Muskeldefekte müssen durch Spezialimplantate und Techniken ausgeglichen werden.

Wir sind für Sie da.

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