Rauchen schädigt die Gesundheit - das ist vielfach wissenschaftlich bestätigt und auch den meisten Rauchern bekannt.

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Dr. med. Jan Brünsing, Facharzt für Innere Medizin an der ATOS MediaPark Klinik, hat sich mit diesem Thema beschäftigt...


Dr. Brünsing ATOS MediaPark

Rauchen schädigt die Gesundheit - das ist vielfach wissenschaftlich bestätigt und auch den meisten Rauchern bekannt. Und dennoch: Viele Rauchen, nach wie vor, Rauchverboten und Aufklärungsmaßnahmen zum Trotz. Dr. med. Jan Brünsing, Facharzt für Innere Medizin an der ATOS MediaPark Klinik, hat sich mit diesem Thema beschäftigt: Hat sich das mittlerweile über 10 Jahre bestehende Rauchverbot in Gaststätten bemerkbar gemacht. Die Kölner Südstadt, ein echtes Kölner "Veedel", war sein Mikrokosmos.

Seit September 2007 regelt das Bundesnichtraucherschutzgesetz ein gesetzliches Rauchverbot. Neben Plätzen öffentlichen Interesses, Sportstätten und dem Arbeitsplatz galt immer auch besonderes Augenmerk auf Diskotheken und Gaststätten, wo seit jeher vermehrt geraucht wurde. Für die in dieser Arbeit betrachtete Situation der Kneipen der Südstadt in Köln gilt das erweiternde Gesetz zum Schutz von NichtraucherInnen in NRW vom 20. Dezember 2007. Dr. Brünsing von der ATOS MediaPark Klinik in Köln befragte im wissenschaftlichen Team mit der Lungenklinik Merheim BesucherInnen ausgewählter Kneipen über 26 Jahre, damit sichergestellt war, dass bei Einführung des Nichtraucherschutzgesetzes die Teilnehmenden das damalige legale Alter zum Rauchen erreicht hatten. Über 1300 Menschen nahmen an der Befragung teil:  Unter den aktiven RaucherInnen stellte in dieser Befragung das Rauchverbot die relevanteste Ursache für eine Veränderung des Rauchverhaltens dar. Bei Nicht- oder ehemals Rauchenden waren gesundheitliche Aspekte sowie Familie und Freunde die entscheidenden Faktoren, Tabakprodukte abzulehnen.

Durch die Untersuchung konnte  gezeigt werden, dass die Anzahl an aktiven RaucherInnen seit Einführung des Nichtraucherschutzgesetzes 2007 signifikant und deutlich zurückgegangen ist. Weiterhin konnte festgestellt werden, dass in der heutigen Zeit die Zahl von Menschen mit eher geringem Zigarettenkonsum signifikant zunimmt. "Die Ergebnisse sind aus medizinischer Sicht erfreulich", weiß Dr. Brünsing, der mit seinem Team in der ATOS MediaPark Klinik in Köln viel im Bereich der Vorsorge tätig ist, und auch Lungenerkrankte Patienten mit COPD ("Raucherlunge") sowie Asthma betreut. "Leider hat auch das "Veedels-Gefühl" gelitten", sagt Dr. Brünsing, der ebenso gerne in der Kölner Südtsadt unterwegs ist. Die Umfrage erfolgte vor dem Ausbruch des Corona-Virus. "Es wird eine Folgestudie geben, um die Folgen von Corona auf den Tabakkonsum zu untersuchen".

Zum Arztprofil von Dr. med. Jan Brünsing
 

Originalarbeit in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift: Pneumologie
"Zehn Jahre Rauchverbot − Auswirkungen des Nichtraucherschutzgesetzes am Beispiel des traditionellen Kneipenviertels der Kölner Südstadt"